Hatschi – Hoppla… Gesundheit! „Hier, ein Regenschirm für Sie“… und schon ist das Malheur passiert. No-Gos auf Reisen gibt es viele – hier findet ihr einen kurzen Überblick über Dinge, die ihr in manchen Ländern vielleicht besser nicht tun solltet.

Andere Länder, andere Sitten. Da kann es, weit weg von der Heimat, schon zum einen oder anderen Fauxpas kommen, wenn man nicht genau weiß, was in anderen Ländern üblich ist. Prinzipiell sollte man immer versuchen, sich den gegeben sozialen Bedingungen anzupassen und damit euch keine grobe Unachtsamkeit mehr passiert, habe ich hier ein paar No-Gos auf Reisen für euch, damit ihr nicht sofort im Fettnäpfchen landet.

No-Gos auf Reisen – was ihr besser nicht tun solltet

 

  • Ist man in der Ukraine unterwegs und möchte seiner Angebeteten, oder natürlich dem Mann der Träume, Blumen schenken, dann sollte es niemals eine ungerade Zahl sein.
  • Gebt in Japan bloß kein Trinkgeld! Ebenso ist in China eine kleine Summe nach einem guten Essen mehr Beleidigung als Freude.
  • Gebt in den USA hingegen viel Trinkgeld! Dort arbeiten die Kellner für einen kleinen Lohn und sind auf euer Trinkgeld angewiesen – deshalb wahrscheinlich auch die überschwängliche Freundlichkeit zu Beginn und die kalte Schulter am Ende, wenn ihr zu wenig da gelassen habt.
  • Ihr müsst niesen? Nicht in Südkorea – dort haltet ihr euch besser zurück, denn in der Öffentlichkeit zu Niesen ist dort ein Tabu.
  • In England fragt man nicht nach dem Einkommen, das wird als eine sehr private Sache angesehen.
  • Wie man vielleicht schon gesehen hat, kann der Bikini in Brasilien gar nicht klein genug sein. Glaubt mir – unsere Standard-Badehosen sind dort riesen Oma-Schlüpfer. Oben ohne geht hingegen aber gar nicht und gilt als verpönt.

Brazilian Beauty iStock_000018162715_Large

  • Will man in Italien als Tourist auffallen, dann bestellt man einen Cappuccino am besten in einem Restaurant, anstatt wie die Einheimischen in einer Bar.
  • In Singapur darf man in öffentlichen Verkehrsmitteln auf keinen Fall essen oder trinken. Da kann es schon zu größeren Geldstrafen kommen, wenn man diese Gesetze missachtet.
  • Jeder kennt das überall beliebte Peace/Victory Zeichen, welches wir mit dem Zeige- und Mittelfinger machen. Eine besonders beliebte Foto Geste bei Asiaten. Dreht man dabei aber den Handrücken von sich weg und deutet so auf jemanden, werden Einheimische in England, Australien, Irland, Neuseeland und Südafrika ganz schön sauer. Dort bedeuten die beiden Finger nämlich so viel wie bei uns ein Mittelfinger.
  • Was bei uns eine nette Geste ist, ist in China absolut unangebracht: Kindern oder anderen Einheimischen über den Kopf streichen. Das Haupt ist nämlich heilig. In Thailand ebenso, dort sagt man, dass die Seele im Kopf sitzt. Und schließlich will niemand, dass man auf seiner Seele rumklopft, oder?
  • In arabischen Ländern ist die linke Hand unrein, weil man sie für Dinge verwendet, die wir als eher unhygienisch einstufen würden (z.B. anstatt Klopapier lieber die Hand zu verwenden). Deshalb solltet ihr auch Einheimischen nicht eure linken Finger, auch wenn sie sauber sind, zustecken. Und umgekehrt wisst ihr jetzt, dass ihr euch linken einheimischen Händen besser auch fern haltet.
  • Aufgepasst bei Gesten mit euren Fingern: unser OK-Zeichen aus Zeigefinger und Daumen kann in Russland, Griechenland oder der Türkei eine Körperöffnung symbolisieren. Welche das ist, könnt ihr euch bestimmt denken.

Everything is OK. Handsome young bearded man gesturing OK sign and smiling while looking at camera and standing against grey background

  • In Russland lässt man auch besser die Mundwinkel unten. Lächeln zählt im kalten Norden nämlich nicht zur guten Schule, wenn es keinen Grund dafür gibt. So weiß man zumindest, wenn man mal die Beißerchen eines Russen sieht, dass er es ernst meint. Ob das wirklich so ist, könnt ihr ja mal austesten und euch durch Moskau grinsen.
  • Wollt ihr es euch mit den irischen Einheimischen verscherzen, dann macht euch über ihren Akzent lustig.
  • Zu den No-Gos auf Reisen zählt auch das Anstoßen mit den Biergläsern in Ungarn.
  • In China und Kenia wird die Visitenkarte mit beiden Händen übergeben. Alles andere wäre respektlos und nicht gewissenhaft.
  • Wie ihr wisst, darf man in Deutschland aber auch in Österreich nicht am Vortag zum Geburtstag gratulieren.
  • Wenn ihr in China etwas verschenken wollt, dann seht von Uhren und Regenschirmen ab. Der tickende Zeiger bedeutet dort nämlich „abgelaufene Lebenszeit“, was nun wirklich keiner möchte und ein Regenschirm heißt so viel wie „ich will dich nie wiedersehen“. Vielleicht aber auch ganz praktisch, falls dies wirklich mal der Fall sein sollte. ;-)

Male holding christmas present iStock_000021471835_Large

Ist euch auch schon der eine oder andere Ausrutscher im Ausland passiert, vor dem ihr andere warnen möchtet? Dann lasst es mich wissen und teilt eure lustige Geschichte mit mir.

Weitere hilfreiche Tipps: