Hatschi – Hoppla… Gesundheit! „Hier, ein Regenschirm für Sie“… und schon ist das Malheur passiert. No-Gos auf Reisen gibt es viele – hier findet ihr einen kurzen Überblick über Dinge, die ihr in manchen Ländern vielleicht besser nicht tun solltet.

Andere Länder, andere Sitten. Da kann es, weit weg von der Heimat, schon zum einen oder anderen Fauxpas kommen, wenn man nicht genau weiß, was in anderen Ländern üblich ist. Prinzipiell sollte man immer versuchen, sich schon vor Reiseantritt über die landestypischen Sitten und Bräuche zu informieren, um sich dann vor Ort den gegebenen sozialen Bedingungen anzupassen. Damit euch in Zukunft keine grobe Unachtsamkeit mehr passiert, habe ich hier ein paar No-Gos auf Reisen für euch, um nicht sofort im Fettnäpfchen zu landen.

No-Gos auf Reisen – was ihr besser nicht tun solltet

In Asien

  • Gebt in Japan bloß kein Trinkgeld! Ebenso ist in China eine kleine Summe nach einem guten Essen mehr Beleidigung als Freude.
  • In Singapur darf man in öffentlichen Verkehrsmitteln auf keinen Fall essen oder trinken. Da kann es schon zu größeren Geldstrafen kommen, wenn man diese Gesetze missachtet.
  • Was bei uns eine nette Geste ist, ist in China absolut unangebracht: Kindern oder anderen Einheimischen über den Kopf streichen. Das Haupt ist nämlich heilig. In Thailand ebenso, dort sagt man, dass die Seele im Kopf sitzt. Und schließlich will niemand, dass man auf seiner Seele rumklopft, oder?
  • Ihr müsst niesen? Nicht in Südkorea – dort haltet ihr euch besser zurück, denn in der Öffentlichkeit zu niesen ist dort ein Tabu.
  • Wenn ihr in China etwas verschenken wollt, dann seht von Uhren und Regenschirmen ab. Der tickende Zeiger bedeutet dort nämlich „abgelaufene Lebenszeit“, was nun wirklich keiner möchte, und ein Regenschirm heißt so viel wie „ich will dich nie wiedersehen“. Vielleicht aber auch ganz praktisch, falls dies wirklich mal der Fall sein sollte. ;-)
  • In China und Kenia wird die Visitenkarte mit beiden Händen übergeben. Alles andere wäre respektlos und nicht gewissenhaft.

korea, knigge, no-go

In Amerika

  • Gebt in den USA viel Trinkgeld! Dort arbeiten die Kellner für einen kleinen Lohn und sind auf euer Trinkgeld angewiesen – deshalb wahrscheinlich auch die überschwängliche Freundlichkeit zu Beginn und die kalte Schulter am Ende, wenn ihr zu wenig da gelassen habt. Aber: Gebt dem Tankwart bloß kein Trinkgeld – solche Dienste sollen kostenlos angeboten werden und eure gute Geste wird nur auf verwirrte Gesichter stoßen.
  • Falls ihr es nicht aus jeglichen amerikanischen Filmen schon wisst: In den meisten Staaten der USA dürft ihr keinen Alkohol in der Öffentlichkeit trinken. Daher werden die Flaschen in Tüten gesteckt („brown bagging“) und so verkauft. Ob ihr es glaubt oder nicht, aber auch Rauchen zählt hier immer mehr zum schlechtem Benehmen. Zündet ihr euch in der Öffentlichkeit eine Zigarette an, halten die Amerikaner euch für einen ziemlichen Rüpel – komisch, dabei ist doch hier sonst alles cool und hip.
  • Wie der ein oder andere es von euch vielleicht schon mal gesehen hat, kann der Bikini in Brasilien gar nicht klein genug sein. Glaubt mir – unsere Standard-Badehosen sind dort riesen Oma-Schlüpfer. Oben ohne geht hingegen aber gar nicht und gilt als verpönt.

No Gos auf Reisen

In Afrika

  • In arabischen Ländern müsst ihr euch zurückhalten, denn hier ist es ganz schlecht angesehen, wenn ihr laut sprecht, Kaugummi kaut oder, wenn irgendwas so gar nicht glatt läuft, flucht. Besonders vor älteren Menschen – also Contenance wahren.
  • In Tansania und Umgebung solltet ihr dringend darauf achten, was ihr fotografiert. Flughäfen, Regierungsgebäude sowie Polizeistationen und die Nationalflagge dürfen nicht auf euren Fotos auftauchen. Einheimische solltet ihr übrigens auch nicht fotografieren, ohne vorher um deren Erlaubnis gebeten zu haben.

In Australien

  • In Australien solltet ihr eure Zunge zügeln! Allerdings nicht bei dem was ihr sagt, sondern was ihr tut. Spucken ist hier ein absolutes No-Go und kann bestraft werden.
  • Down Under mag es typisch Deutsch! Hier wird besonders viel Wert auf Pünktlichkeit gelegt, auch wenn ihr nur privat verabredet seid. Also schön an vereinbarte Uhrzeiten halten oder Bescheid geben, wenn ihr mal zu spät kommt.
  • Jeder kennt das überall beliebte Peace/Victory Zeichen, welches wir mit dem Zeige- und Mittelfinger machen. Eine besonders beliebte Fotogeste bei Asiaten. Dreht man dabei aber den Handrücken von sich weg und deutet so auf jemanden, werden Einheimische in Australien, England, Irland, Neuseeland und Südafrika ganz schön sauer. Dort bedeuten die beiden Finger nämlich so viel wie bei uns ein Mittelfinger.

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In Europa

  • In England fragt man nicht nach dem Einkommen, das wird als eine sehr private Sache angesehen.
  • Will man in Italien als Tourist auffallen, dann bestellt man einen Cappuccino am besten in einem Restaurant, anstatt wie die Einheimischen in einer Bar.
  • Aufgepasst bei Gesten mit euren Fingern: Unser OK-Zeichen aus Zeigefinger und Daumen kann in Russland, Griechenland oder der Türkei eine Körperöffnung symbolisieren. Welche das ist, könnt ihr euch bestimmt denken.
  • Ist man in der Ukraine unterwegs und möchte seiner Angebeteten, oder natürlich auch dem Mann seiner Träume, Blumen schenken, dann sollten es niemals 2,4,6 etc. sein. Eine gerade Anzahl gibt es nämlich nur zu Anlässen wie einer Beerdigung.

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  • Wollt ihr es euch mit den irischen Einheimischen verscherzen, dann macht euch über ihren Akzent lustig.
  • In Russland lässt man auch besser die Mundwinkel unten. Lächeln zählt im kalten Norden nämlich nicht zur guten Schule, wenn es keinen Grund dafür gibt. So weiß man zumindest, wenn man mal die Beißerchen eines Russen sieht, dass er es ernst meint. Ob das wirklich so ist, könnt ihr ja mal austesten und euch durch Moskau grinsen.
  • Zu den No-Gos auf Reisen zählt auch das Anstoßen mit den Biergläsern in Ungarn.
  • Wie ihr wisst, darf man in Deutschland aber auch in Österreich nicht am Vortag zum Geburtstag gratulieren.

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Ist euch auch schon der eine oder andere Ausrutscher im Ausland passiert, vor dem ihr andere warnen möchtet? Dann lasst es mich wissen und teilt eure lustige Geschichte mit mir.

Und wer trotzdem mutig genug ist, sich mit Sitten und No-Gos anderer Länder auseinanderzusetzen und sich anschließend bestens benehmen kann, dem empfehle ich einen Blick in meine Reiseangebote und schon könnt ihr das Gelernte anwenden. Viel Spaß!

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