Orlando, Miami, Washington DC, Chicago, Las Vegas, Los Angeles, San Francisco und nun zum krönenden Abschluss New York! Wie es Mara im Big Apple gefällt und was sie zu berichten hat, lest ihr hier.

Hier bin ich nun tatsächlich am letzten Stopp meiner USA Reise angelangt. Irre, wie rasend schnell die letzten drei Wochen vorübergingen. Ein kleines Trostpflaster für mich war die Tatsache, dass ich sechs Tage Zeit hatte, um New York zu erkunden. Das ist natürlich trotzdem immer noch unheimlich kurz für New York, aber eine knappe Woche ist allemal besser als nur zwei oder drei Tage!

Airbnb in Bushwick, Brooklyn

Meine ersten vier Nächte in New York habe ich wieder mal in einer Airbnb Unterkunft in Brooklyn, genauer gesagt in Bushwick verbracht. So war ich in meinen ersten Tagen in New York perfekt lokalisiert, um mir Brooklyn genauer anzuschauen, wo es mindestens so viel wie in Manhattan zu entdecken gibt. Meine Airbnb Unterkunft bestand aus einem recht simplen aber gemütlichen Zimmer: ein Bett, ein Schreibtisch – das Ganze im typischen New Yorker Brownstone-Look – perfekt!

Airbnb in New York

Brooklyn – Bushwick und Williamsburg

Es ist natürlich kein Geheimnis mehr, das New York weit mehr als nur Manhattan ist, wie es vermutlich einige aus Sex and the City kennen. Insbesondere in den letzten fünf Jahren hat sich Brooklyn zu dem Szenestadtteil schlechthin entwickelt. Zu Recht! Schließlich gibt es dort endlos viel zu sehen, angefangen bei den hippen Restaurants und Cafés, beeindruckenden bunten Murals, aber auch schöne Grünanlagen, wie der Prospect oder der Brooklyn Bridge Park.

… pulsierender Stadtteil, in dem sich das Leben ganz klar auf der Straße abspielt…

Für Brooklyn kann ich euch nur einen Tipp geben: Keine Pläne machen, am besten sogar den Stadtplan weglassen und einfach drauf los laufen. Brooklyn ist so ein pulsierender Stadtteil, in dem sich das Leben ganz klar auf der Straße abspielt und man an gefühlt jeder Straßenecke etwas Neues entdecken kann.

Brooklyn

Bushwick
Streetartfans aufgepasst: Der Stadtteil Bushwick, ursprünglich ein Arbeiterviertel, gehört inzwischen definitiv zu den buntesten in Brooklyn! Wenn ihr an der Station Jefferson Street (L Train) aussteigt, gelangt ihr in wenigen Minuten zur Troutman Street, Ecke St Nicholas Ave, wo sich das Bushwick Collective befindet. Das Bushwick Collective ist ein Zusammenschluss zahlreicher Street Artists, von denen eine Vielzahl von Wänden in der Troutman Street und Umgebung bemalt wurden, sodass eine schöne Open Air Street Art Galerie entstanden ist. Für diejenigen, die es gerne ein bisschen förmlicher haben wollen oder zu bequem sind, all die Graffitis alleine aufzusuchen, gibt es auch kostenlose Street Art Walking Tours.

Williamsburg
Williamsburg wurde neulich erst auf Platz 1 der Hipsterhochburgen auf der ganzen Welt gewählt. Meinen ursprünglichen Plan, mich dort in ein Café zu setzen und einfach mal spaßeshalber 10 Minuten lang zu zählen, wie viele Hipster an mir vorbeilaufen, musste ich nach nicht einmal einer Minute aufgeben. In Williamsburg gibt es nicht nur viele davon – es wimmelt geradezu von ihnen. Das ist so extrem, dass man eher die wenigen Normalsterblichen zählen müsste, die sich der Rauschebart-Hornbrille-Hosenkrempler-Generation noch verwehren können. Das soll auf keinen Fall negativ klingen – Williamsburg ist ein großartiges, buntes, schrilles Viertel mit fantastischen Restaurants und ausgefallenen kleinen Coffee Shops entlang der Bedford Street. Nur sollte man sich bei einem Besuch dort eben auf all die Rauschebärte, Rennräder und Mopsbesitzer einstellen – ich hab habe mich jedenfalls sehr amüsiert in Williamsburg!

Brooklyn Bridge
Von Brooklyn gelangt man in Windeseile mit der Bahn über die berühmte Brooklyn Bridge nach Manhattan. Ob ihr die Brookyn Bridge nun zu Fuß oder wie ich mit dem Fahrrad erkundet, bleibt euch überlassen – gesehen haben sollte man sie allemal!

YOTEL – Ein modernes Designerhotel der besonderen Art

Nach vier Übernachtungen in Brooklyn zog ich für meine letzten zwei Nächte in New York in ein ganz besonderes Hotel um: in das YOTEL nach Manhattan. Die Homepage preist ihr Hotel selbst damit an, für einen einigermaßen bezahlbaren Preis in die Vorzüge eines Luxus-Designer-Hotels zu kommen. Ob das tatsächlich der Realität entspricht, erfahrt ihr in meinem detaillierten Bericht zum Yotel, der in Kürze folgt.

Comedy Impro Show

Da war ich nun bereits in New York, also wollte ich mir unbedingt eine dieser klischeehaften amerikanischen Comedy Shows anschauen. Schließlich bin ich auf das UCB Theatre NY gestoßen, wo es im Vergleich zu den teilweise horrenden Preisen für die Tickets einer Comedy Show total günstige Tickets ab gerade mal 5 US Dollar gibt. Dementsprechend ist das UCB besonders bei jungen Leuten und Studenten beliebt. Ich kaufte mir schließlich ein Ticket für die „Harold Show“, in der Annahme, Harold sei der Name des auftretenden Comedians, nicht wissend, dass Harold eine Bezeichnung für eine ganz spezifische Langform des Improvisationstheaters ist. Somit fand ich mich anstatt in einer klassischen Comedyshow in einer Improshow wieder, die es in sich hatte. Für alle, die bereits Fans von Improtheater sind und alle die es noch werden wollen, ist das genau das Richtige. Und mit dem unschlagbaren Preis von 5 Dollar sollte die Show im Budget eines jeden Reisenden drin sein.

Stomp – Off Broadway Show

Usprünglich war angedacht, dass ich mir eine der klassischen Broadway Shows in New York anschaue. Also ging ich zu einem der TKTS ½ Price Ticket Boxen (eine befindet sich direkt bei der roten Treppe am Time Square, die andere nahe der Brooklyn Bridge in der South Street Seaport), wo man am selben Tag der jeweiligen Show noch unzählige Tickets, um bis zu 50% reduziert ergattern kann. Ich versuchte herauszufinden, welche der zahlreichen Shows mir am ehesten zusagen würde, und stolperte dabei über die Show „STOMP“. Percussion, Tanz, ungewöhnliche Instrumente wie Mülltonnendeckel, Eimer, Besen und Stöcke – ein Musical der etwas anderen Art – und scheinbar ganz nach meinem Geschmack. Da STOMP zu den Off Broadway Produktionen zählt, war die Show im Vergleich zu den großen Musicals wie Aladin oder König der Löwen auch um einiges günstiger! Prompt ein Ticket gekauft, Platz in der ersten Reihe und dabei noch satte 45% gespart. Lang leben die TKTS Stände! Dass ich mit meiner Entscheidung für STOMP goldrichtig lag, stellte sich bereits fünf Minuten nach Showbeginn heraus. Das Verschmelzen von Akrobatik, Tanz und Comedy wird untermalt von den stets treibenden Rhythmen, die es dem Zuschauer unmöglich machen, still zu sitzen.

Mein Fazit: Stomp ist eine fantastische Show, gleichermaßen geeignet für klassische Musicalliebhaber als auch für solche, die mit Musicals sonst eher weniger anfangen können.

Kostenlose Fähre zu Staten Island – Freiheitsstatue

Ein bekanntes Phänomen in New York: Da ist man bereits seit einigen Tagen in der Stadt und stellt so langsam fest, dass das Geld, dank der stattlichen Preise in der Metropole, einem nur so durch die Finger rinnt. Eigentlich wollte man sich doch noch gerne die Freiheitsstatue anschauen, aber die Tickets für eine Bootstour dorthin kosten schon wieder happige 25 US Dollar. Kein Problem, es gibt einen Trick, wie man die Freiheitsstatue trotzdem aus der Nähe betrachten kann und dazu noch in den Genuss einer kostenlosen Bootsfahrt kommt. Die Fähre, die regelmäßig zwischen dem Staten Island Ferry Terminal am Battery Park und Staten Island verkehrt, ist kostenlos! Die Fahrzeit beträgt eine knappe halbe Stunde. Ich würde empfehlen, sich einen Platz außen an der Reling zu sichern, so hat man kurz nach dem Ablegen der Fähre einen fantastischen Blick auf Lower Manhattan. Wenige Minuten später passiert die Fähre die Freiheitsstatue und wenn man sich geschickt an der Reling positioniert, kann man so das obligatorische Touri-Foto schießen.

Ferry to Staten Island (2)

5 „Touri-Stopps“, die bei keinem New York Aufenthalt fehlen sollten:

  • One World Trade Center: Dem erst im Mai 2015 eröffneten Mahnmal zum Gedenken an die Anschläge von 9/11 sollte man unbedingt einen Besuch abstatten. Neben dem spannenden als auch informativen Museum im One World Trade Center hat man vom One World Observatory einen fantastischen Ausblick. Mein Tipp: Ca. 2 Stunden vor Sonnenuntergang hingehen, so erlebt man die Aussicht bei Tag, den Sonnenuntergang und zuletzt New York bei Nacht.
  • Times Square: Eintauchen in ein Meer aus Lichtern und Leuchtreklamen, sich zwischen Menschenmassen treiben lassen oder gemütlich und etwas fernab vom Trubel auf der großen roten Treppe sitzen und einfach die Leute beobachten.
  • High Line: Von allen Parks in New York gefällt mir die High Line, neben dem Central Park, mit am besten. Die High Line ist eine grüne Oase auf stillgelegten Eisenbahngleisen mitten im Herzen New Yorks, die sich über mehrere Kilometer in luftiger Höhe um die Wohnblocks und Hochhäuser winden.
  • Rockefeller Center: Sämtliche Freunde, die bereits einmal in New York waren, haben mir von der fantastischen Aussicht von Top of the Rock über ganz New York und den Central Park vorgeschwärmt. Ich Pechvogel habe den wohl denkbar schlechtesten Tag gewählt, um Top of the Rock zu besuchen. Als ich oben stand, habe ich nichts als graue wabernde dicke Nebelschwaden gesehen, die den gesamten Turm vollständig umhüllten. Mein Tipp: Gleich zu Beginn eures New York Besuchs den Wetterbericht für die kommenden Tage checken, um so ein Malheur, wie es mir passiert ist, zu vermeiden. ;)
  • Central ParkAuch den Central Park habe ich leider nur bei denkbar schlechtem Wetter gesehen, doch selbst in strömendem Regen fand ich ihn wunderschön. Bei schönem Wetter solltet ihr unbedingt einen Stopp im Columbus Circle Food Market (auf der gegenüberliegenden Straßenseite, südwestliche Ecke des Parks) einlegen, euch mit leckeren Snacks eindecken und im Central Park picknicken.

How to get around in NY

Der angenehmste Weg, um New York zu erkunden, war für mich persönlich der mit dem Citi Bike. Denn die blauen Räder New Yorks gelten als Garant, um schnell von A nach B zu kommen. Für gerade mal 10 US Dollar kann man sich eine Tageskarte kaufen, die 24 Stunden gültig ist. Diese berechtigt einen dann zu beliebig vielen 30-minütigen Fahrten, ab der 31. Minute wird es dann kostenpflichtig. Wenn man sich aber geschickt anstellt, kann man für wirklich wenig Geld trotzdem ganz Manhattan erkunden, man muss nur oft genug das Bike an einer der zahlreichen Citi Bike Stationen wechseln.

Mi Citi Bike

Überlebenswichtige App in New York: Citymapper
Zum Abschluss habe ich noch einen kleinen, aber feinen Tipp für euch. Das Verkehrssystem in New York ist hervorragend ausgebaut, kann aber stellenweise doch sehr komplex sein. Um sich optimal in der Weltstadt zurecht zu finden, kann ich euch nur dazu raten, die App Citymapper zu installieren, die einem unkompliziert immer den schnellstmöglichen Weg beschreibt. Das Tolle daran ist, dass verschiedene Optionen angezeigt werden: Per Bahn, zu Fuß oder mit dem Fahrrad.

Das war‘s zunächst einmal zu meinen New York Erlebnissen. Wenn euch interessiert, was ich dort in kulinarischer Hinsicht so erlebt habe, seid gespannt. Ein ausführlicher Artikel, in dem ich über meine Jagd nach dem perfekten Cronut berichte und der Geschichte des Cragels auf den Grund gehe, folgt in Kürze!