Das Amtsgericht in Bremen hat ein Urteil gefällt, das euch bestimmt interessieren wird. Ihr kennt das vielleicht: Ihr steht am Gepäckband an eurem Zielflughafen und wartet auf euer Gepäck. Doch als das Band endlich in Fahrt kommt und die ersten Koffer vorbeifahren, kommt die böse Überraschung. Euer Gepäck ist beschädigt, der Koffer hat Schrammen und die Reisetasche hat sogar einen großen Riss. Der unsanfte Transport unserer Koffer ist bekannt. Deshalb macht es Sinn, zerbrechliche Waren nicht im Aufgabegepäck unterzubringen. Was tun, wenn nun aber sogar die Koffer an sich beschädigt sind?

 

Laut Urteil des Bremer Amtsgerichts reicht es nicht aus, die Schäden noch am Flughafen mündlich anzuzeigen. Solltet ihr Schäden feststellen, ist es wichtig, zusätzlich sofort nach der Ankunft einen schriftlichen Schadensreport an die zuständige Airline zu schicken. Das Montrealer Übereinkommen (Übereinkommen zur Vereinheitlichung bestimmter Vorschriften über die Beförderung im internationalen Luftverkehr) sieht für derartige Beschwerden eine Frist von nur 7 Tagen vor. Wenn ihr also eine Entschädigung für eure Verluste oder beschädigtes Reisegepäck fordert, müsst ihr euch beeilen. Ansonsten kann es euch gehen wie dem Kläger, dessen Fall in Bremen für dieses Urteil (Az.: 9 C 244/13) gesorgt hat. Ihm wurde eine Entschädigung verweigert, da er seinen Schaden erst nach 11 Tagen schriftlich vorgetragen hat.

Um das Risiko für euch selbst zu minimieren, könnt ihr sooft wie möglich auf Handgepäck zurückgreifen. Das könnt ihr die ganze Zeit im Auge behalten. Wenn ihr unsicher seid, was alles hingehört und wieviel Kilo hier zugelassen sind, dann werft einen Blick auf meinen Serviceartikel zum Thema Handgepäck. Da habe ich euch alle wichtigen Infos kompakt zusammengefasst.

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