Ich gehöre ja eher zu den Urlaubsfotografen, die mal hier, mal da ein bisschen knipsen, ohne groß auf Licht, Perspektive oder Zielobjekte zu achten. Umso faszinierter bin ich von Urlaubsbildern, die nicht nur ein schönes Objekt ablichten, sondern häufig auch Emotionen transportieren, eine ganze Kultur, oder einen Charakter darstellen können. Vor wenigen Tagen hat National Geographic die Gewinner des „Traveler Photo Contests 2015“ bekannt gegeben – aus über 17.000 Einsendungen. In den Kategorien Outdoor Scenes, Travel Portraits, Sense of Place und Spontaneous Moments gewannen Bilder, die einem den Atem rauben. Sei es wegen ihrer spektakulären Farbzusammenstellung, der ungewöhnlichen Perspektive, oder dem innewohnenden Zauber, in einem Foto das ganze Leben eines Menschen verstehen zu können. Hier stelle ich euch die zehn Gewinner des weltweiten Reise-Foto Contests vor.

Platz 1: Whale Whisperer von Anuar Patjane

Diese spektakuläre Aufnahme entstand an der Roca Partida, eine unbewohnte Felsinsel der Revillagigedo-Inseln in Mexiko. Das Bild zeigt einen Buckelwal und sein Kalb mit winzigen Tauchern im Hintergrund. Dieser Teil des Pazifischen Ozeans ist bekannt als bedeutender und vielseitiger Ort für Meeresleben. Der Fotograf möchte mit diesem Bild auf die Dringlichkeit hinweisen, diesen Ort als UNESCO Weltnaturerbe anzuerkennen, um die Insel vor illegaler Fischerei und Big Game Fishing zu schützen. Das Bild gehört zu den Gewinnern der Kategorie „Outdoor Scenes“.

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Foto: National Geographic / Anuar Patjane

Platz 2: Gravel Workmen von Faisal Azim

Drei Kiesarbeiter gucken aus dem verdreckten Fenster eines Kieswerks in Chittagong, Bangladesch. Ob sie die Aufmerksamkeit genießen, ob sie erahnen können, welche Emotionen sie bei den Betrachtern auslösen, die in einer ganz anderen Welt leben? Der Fotograf Faisal Azim gewann mit seinen sozialkritischen Bildern aus Bangladesch bereits mehrere Preise. Das Foto gehört zur Kategorie „Travel Portraits“.

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Foto: National Geographic / Faisal Azim

Platz 3: Camel Ardah von Ahmed Al Toqi

Es geht nicht um Schnelligkeit, es geht um Kontrolle. „Camel Ardah“ nennt sich das traditionelle Kamelrennen im Sultanat Oman. Zwei erfahrene Reiter müssen die Kamele so kontrollieren, dass sie langsamer als das andere laufen. Wer als letztes ins Ziel kommt, hat gewonnen. „Camel Ardah“ soll die Schönheit und Stärke der arabischen Tiere darstellen, und die Fähigkeiten der Reiter präsentieren. Die Gefahr, die von diesem Rennen ausgeht, ist ziemlich hoch, da die Reaktionen der Tiere zumeist unvorhersehbar sind – sie laufen und springen auch ins Publikum. Dieses drittplatzierte Bild gehört zur Kategorie „Outdoor Scenes“.

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Foto: National Geographic / Ahmen Al Toqi

Diese Bilder wurden von National Geographic mit einem exklusiven Sonderpreis ausgezeichnet: