Was ist in zehn Jahren? Gehören Computer dann der Vergangenheit an, wie heutzutage die Schreibmaschinen? Werden die Smartphones dann noch größer als sie jetzt schon sind, oder kleiner? Sind wir mal ehrlich, jeder von uns hat doch Fragen über Fragen was die Zukunft angeht… Aber naja, vielleicht bekommen wir ja demnächst ein paar Antworten in dem „Museum der Zukunft“, das in Dubai erbaut werden soll!

DUBAI, UAE  Burj khalifa, the highest building in the 900×600

Zukunftsmuseum? Ja, ihr habt richtig gelesen! Am vergangenen Mittwoch gab Premierminister und Scheich von Dubai Mohammed Bin Rashid Al Maktoum den Startschuss für das Museum bekannt. In der Nähe des Burj Khalifa, dem zurzeit höchsten Gebäude der Welt, sollen nach Fertigstellung des Baus ab 2017 die besten Forscher, Designer, Erfinder und Geldgeber aktiv futuristische Erfindungen produzieren. Darüber hinaus soll den Plänen zufolge das Projekt für Unternehmen, Universitäten und Forschungszentren eine Plattform für eine effektive Zusammenarbeit bieten.

Rund 123 Millionen Euro für Bau des Zukunftsmuseums

Schaut man sich das geplante „Museum der Zukunft“ an, wirkt alleine das Gebäude schon sehr futuristisch. Denn das Motto „See the future, create the future“ zeigt sich schon alleine in der Struktur des Gebäudes – es stellt die Form eines hohlen Auges dar, welches von dem Architekten Shaun Killa entworfen wurde. Am Ende soll der Komplex aus sieben Etagen bestehen, wo unter anderem Labore untergebracht sind. Diese sollen sich Angaben zufolge mit den Bereichen Gesundheit, Bildung, intelligente Städte, Energie und Verkehr befassen. Des Weiteren gibt es genügend Platz für Ausstellungen sowie Tests für neue technologische Erfindungen.

Insgesamt wird mit Kosten in Höhe von rund 123 Millionen Euro gerechnet. Dabei ist es das erste Museum dieser Art, was ebenfalls für eine Regierung stehen soll, die eine Zukunftsversion für eine bessere Welt schaffen möchte. Dubai ist bereits ein bedeutendes Geschäfts- und Tourismuszentrum, doch mit dem Bau des Museums will das Emirat ein wichtiger Anlaufpunkt für Erfinder und Unternehmer sein. So soll das Zukunftsmuseum auch grundsätzlich ein permanentes Zuhause für die weltweit größten Erfindungen darstellen.

Seine Königliche Hoheit Scheich Mohammed Bin Rashid Al Maktoum sagte zu dem Projekt: „Das Museum of Future wird ein Brutkasten für Ideen und reales Design, ein Motor für Innovation und ein globales Reiseziel für Erfinder und Unternehmer.“ Darüber hinaus sei Innovation der Schlüssel zum Erfolg und die Regierung müsse in die Forschung, Entwicklung und Innovation mehr investieren als in andere Bereiche, da sie näher mit der Entwicklung des menschlichen Lebens verbunden sei. „Innovation ist der beste Weg, um die Qualität des Lifestyles zu verbessern“.

Mohammed Bin Rashid Al Maktoum – „Der Geldausgebe-Scheich“

Generell ist der Premierminister bekannt für seine zukunftsorientierte Sichtweise. Zahlreiche soziale Projekte, sowohl auf privater als auch auf staatlicher Ebene, schenkten ihm bereits große Anerkennung. Dabei steht im Zentrum seines Handelns vor allem immer die Öffnung der Emirate für innovative Zukunftsprojekte.

Premierminister und Scheich Mohammed Bin Rashid al maktoum Dubai
Foto: Yasser al Zayyat/ AFP

Allerdings stand der Scheich auch schon viel in der Kritik, wo er des Öfteren auch als „Geldausgebe-Scheich“ bezeichnet worden ist. So ließ er beispielsweise gewaltige Sandinseln im Meer errichten, um mehr Platz für luxuriöse Villen sowie Hotels zu bekommen. Generell gilt bei ihm: Kaum ist ein Projekt im Lauf, folgt das nächste. Somit ist es kaum verwunderlich, dass über Jahre hinweg ausländische Investoren bei ihm Schlange standen, um sich ihre geplanten Projekte von ihm finanzieren zu lassen. Dennoch hat er es trotz allem geschafft, mit der Fluggesellschaft Emirates eine der heute erfolgreichsten Fluglinien zu gründen und Dubai zu einem touristischen Anziehungspunkt werden zu lassen.

Um Interessierte über sein Leben sowie über wichtige Projekte auf dem Laufenden zu halten, ist der Scheich auf sozialen Netzwerken wie Facebook, Twitter und Instagram aktiv. Bezüglich des „Museum of the Future“ postete er beispielsweise auf allen drei Plattformen ein dazugehöriges Video sowie Informationen über das zukünftige Projekt. Auch ich habe euch einmal das Video rausgesucht, damit ihr euch ein Bild von dem Zukunftsmuseum machen könnt: