Eine gottverlassene Wüste, in der Ferne ragen Felsblöcke aus der Erde, weit und breit ist keine Menschenseele zu sehen. Fehlt nur noch ein Cowboy auf einem Pferd und schon seid ihr im Wilden Westen. Willkommen im Monument Valley!

Das Monument Valley ist eines der beliebtesten Fotomotive bei einer Rundreise durch Nordamerika. Die Ebene liegt an der Grenze zwischen Arizona und Utah und war schon für viele Werbespots und Westernfilme die perfekte Filmkulisse. Endlose Weite, die spektakulären Felsformationen und freie Aussicht bis zum Horizont geben einem das Gefühl, ganz klein zu sein.

Das Monument Valley in den USA

Was ist das Monument Valley? | Der Wilde Westen

Zuhause der Indianer | Road Trip Feeling

Monument Valley at sunset, Utah, USA

Was ist das Monument Valley?

Das Monument Valley ist eine Landschaft mit auffälligen Felsformationen auf dem Colorado Plateau. Vor 270 Millionen Jahren entstand das Monument Valley aus einem Tieflandbecken. Durch Regen, Wind und Schnee verwitterte das Gestein immer mehr und formte über Millionen von Jahren die markanten Tafelberge und Monolithen. Die auffällige rotbräunliche Farbe des Felsmassivs liegt an dem hohen Anteil von Eisenoxid in den Gesteinsschichten.
Tipp: Bei Sonnenauf- und -untergang leuchten die Felsen besonders schön!
Auf Englisch werden die Spitzkuppen als „Butte“ bezeichnet. Entsprechend ihrer auffälligen Formen kamen die Felsblöcke zu ihren Namen wie Elephant Butte, Camel Butte, Mitten Buttes, Merrick’s Butte, Three Sisters oder Totem Pole.

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Hier ist der Wilde Westen

Bekannt wurde das Monument Valley vor allem durch die zahlreichen Filme, für die das Tal als Kulisse diente. Bekannte Filme wie „Spiel mir das Lied vom Tod“ und „Easy Rider“ wurden hier gedreht. Der Regisseur John Ford nutzte das Monument Valley sehr gerne als Schauplatz für Westernfilme, unter anderem auch bekannte Werke mit John Wayne. Insgesamt drehte er hier neun Filme. Das Gebiet um die Tafelberge wird scherzhaft auch John-Ford-Country genannt. Ein Felsvorsprung, welchen er regelmäßig nutzte, wurde sogar nach ihm benannt. Den John Ford’s Point könnt ihr vor dem Merrick Butte finden. Auch heute noch wird das Monument Valley und der dort hinführende Highway besonders gerne als Kulisse für Dreharbeiten genutzt. Den berühmten Marlboro-Cowboy kennt ihr sicherlich alle, oder? ;-)

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Wenn ihr gerne alle Tafelberge und Monolithen sehen möchtet, dann solltet ihr den Scenic Drive entlang fahren. Die Strecke ist 27 km lang und bringt euch zu den schönsten Aussichtspunkten im Tal. Es werden auch täglich Touren mit einem Jeep angeboten, die ihr buchen könnt, falls ihr nicht euren Mietwagen beschmutzen wollt. Wer das richtige Cowboy-Gefühl erleben will, der sollte das Auto vergessen und sich auf den Rücken eines Pferdes schwingen. Im Monument Valley gibt es einige Anbieter, die mit euch einen Ausritt durch das Tal machen. Versucht noch vor Sonnenaufgang los zu reiten, dann erlebt ihr den magischen Moment, wenn die ersten Sonnenstrahlen das Tal zum Leben erwecken. Der Ausritt ist nicht so lang wie der Scenic Drive (für die Pferde sind Temperaturen von ca. 30 Grad nämlich auch kein Zuckerschlecken), dennoch erlebt ihr das Monument Valley so, wie es auch schon die Indianer hunderte von Jahren vor euch erlebt haben.

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Das Zuhause der Indianer

Vor ungefähr 1500 Jahren besiedelten zuerst die Anasazi-Indianer das Monument Valley. Lange Zeit lebten sie in Felsenhöhlen, ihre Malereien und Steinritzungen in die Felswände sind heute immer noch zu sehen. Bevor die ersten europäischen Siedler das Tal entdeckten, verschwanden die Anasazi-Indianer. Heute zählt die Gegend um das Monument Valley zum Gebiet der Navajo-Indianer und wird auch noch von ungefähr 300 Navajos bewohnt. Viele von ihnen leben nach alten Traditionen und versuchen möglichst viele ihrer Bräuche auch heute noch zu leben. Die Höhlen der Indianer können von außen besichtigt werden, es wird aber darum gebeten, keine Fotos zu schießen.

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Road Trip Feeling

Übernachtungsmöglichkeiten direkt im Monument Valley gibt es nur wenige. Das Hotel „The View“ überzeugt, wie es der Name schon verrät, mit dem tollen Ausblick auf die Tafelberge und Monolithen von jedem Zimmer aus. In den Orten Mexican Hat und Kayenta nördlich und südlich des Tals gibt es verschiedene Motels. (Ganz genau, die typischen Unterkünfte aus amerikanischen Filmen am Straßenrand mit Leuchtreklame.) Motels, verlassene Highways, die Weite des Monument Valleys… Na, wenn das nicht Lust auf einen Roadtrip durch Amerika macht! Sagt mir im Reisebüro 2.0 Bescheid, wenn ich euch bei der Planung eures Trips helfen soll. :-)