Das beliebte Urlaubsziel Sri Lanka erlebt seit Freitag die schlimmsten Unwetter der letzten 14 Jahre. Immer wieder kommt es zu Überschwemmungen und Erdrutschen, die bislang mindestens 164 Menschen das Leben kosteten. Auch Urlaubsorte wie Kalutara und Galle sind von dem schweren Monsun betroffen. In meinem Reisemagazin erfahrt ihr alles über die aktuelle Lage in Sri Lanka.

Fast eine halbe Millionen Menschen sind von dem Monsun in Sri Lanka betroffen, der zu den schlimmsten Naturkatastrophen des Landes der letzten 14 Jahren zählt. Mindestens 164 Tote und über 100 Vermisste meldet das Katastrophenschutzministerium in diesen Stunden, weitere Opfer können momentan nicht ausgeschlossen werden. Die Hoffnung, noch Überlebende aus den Schlammlawinen, die Straßen, Häuser und ganze Dörfer unter sich begraben haben, zu bergen, schwindet von Stunde zu Stunde. Auch die Versorgung der Hilfesuchenden mit Medikamenten und Nahrungsmitteln gestaltet sich vielerorts derzeit als schwierig. Das Auswärtige Amt reagiert und rät von Reisen in Sri Lankas Südwesten ab, beliebte Ziele wie Galle und die Hauptstadt Sri Lankas, Colombo, befinden sich hier. Auch Ausflüge ins Inland können sich durch Schäden an den Straßen und der übrigen Infrastruktur schwierig gestalten.


So heftig wütet der Monsun in Sri Lanka

Jedes Jahr zwischen Mai und September setzt in Sri Lankas Südwesten der sogenannte Yala Monsun ein, der in den vergangenen Jahren immer wieder zu sintflutartigen Regenfällen, Überschwemmungen, Erdrutschen und zahlreichen Toten führte. Doch die Heftigkeit, mit der der Monsun in diesem Jahr in Sri Lanka wütet, ist schlimmer als in den Jahren zuvor, was den momentanen Monsun in Sri Lanka zum schlimmsten der letzten 14 Jahre macht.

Dieses Video zeigt die aktuelle Situation in Sri Lanka: 

Video: Tetova News

Diese Regionen sind vom Monsun in Sri Lanka betroffen:

Auf der Internetseite des Katastrophenschutzministeriums von Sri Lanka wird auf die erhöhte Gefahr von Erdrutschen und Überschwemmungen in folgenden Gebieten hingewiesen:

  • Distrikt Kegalle mit Städten wie Bulathkohupitiya, Dehiowita, Deraniyagala, Yatiyanthota
  • Distrikt Galle mit Städten wie Baddegama, Yakkalamulla, Neluwa, Thawalama, Niyagama und Nagoda
  • Distrikt Ratapura mit Städten wie Elapatha, Pelmadulla, Kuruwita, Ehaliyagoda, Kiriella, Imbulpe, Ayagama Kahawatta und Kalawana
  • Distrikt Kalutara mit Städten wie Bulathsinhala, Agalawatta, Wallawita und Buduraliya
  • Distrikt Matara mit Städten wie Kotapola, Pasgoda, Pitabeddara und Mulatiyana
  • Distrikt Hambanthota mit Städten wie Walasmulla und Katuwana
  • Nuwara Eliya

 


Generell wird bei Reisen während der Regenzeit in Sri Lanka zu erhöhter Vorsicht aufgerufen, viele Urlauber meiden die Saison gleich ganz oder weichen auf den Norden oder Osten Sri Lankas aus. Als beste Reisezeit für Sri Lanka gelten die Monate November bis März, wenn ihr in den Süden und Westen reisen möchtet, und die Monate März bis November, wenn ihr in den Norden und Osten reisen möchtet. Während der Südwesten Sri Lankas aktuell mit den Folgen des Monsuns zu kämpfen hat, bleibt der Norden und Osten von den schweren Unwettern verschont. Wenn ihr eine Reise in die betroffenen Regionen Sri Lankas gebucht habt, solltet ihr Kontakt mit eurem Reiseveranstalter aufnehmen oder im Falle einer Individualreise unbedingt umplanen und auf die sicheren Regionen ausweichen. In den aktuellen Reise- und Sicherheitshinweisen des Auswärtigen Amtes bekommt ihr außerdem weitere Informationen und Hinweise. Berichte von betroffenen Touristen sind momentan nicht bekannt.