50 Marathons, 50 Berge, 50 Tage und keinen Tag Pause zwischendurch! Stattdessen stehen 42,195 Kilometer pro Tag auf dem Programm…Was jetzt so mancher von euch für unmöglich hält und ihr euch stattdessen vielleicht lieber bequem auf der Couch mit einer Chipstüte liegen sieht, ist für den 53-jährigen Neuseeländer Malcolm Law in den kommenden Wochen der perfekte Zeitvertreib. Er stellt sich der großen Herausforderung – der „High Five-O Challenge„.

Zwei Marathons konnte er bereits abhaken, denn am 07. Februar ging seine Aktion los! Angefangen hat er am ersten Tag mit der inaktiven vulkanischen Insel Rangitoto, daraufhin meisterte er ebenso an dem darauffolgenden Tag seine Route in Thunderbolt. Zurzeit befindet sich der Extremsportler bei seinem dritten Marathon, welcher ihn in die Hinterlandschaften von Mangaweka führt, einer Region auf der Nordinsel Neuseelands. Enden wird seine „High Five-O Challenge“ am 28. März mit dem DUAL Marathon auf den verbundenen Inseln Motutapu und Rangitoto im Hauraki Golf. Bis dahin wird er über mehr als 2.000 Kilometer felsigen und schroffen Untergrund gelaufen sein, über 1.500 Meter hohe Berge bestiegen haben und insgesamt 101.000 Meter Berge hinauf geklettert sein. Doch nicht nur das: Nach dieser Challenge wird er den größten Erfolg an Ausdauer, Willenskraft und Durchhaltevermögen auf neuseeländischem Areal gemeistert haben!

 

Challenge soll dem guten Zweck dienen

Doch wieso begibt er sich auf so ein actionreiches und schweißtreibendes Abenteuer? Die Antwort lautet: Zum einen für den guten Zweck und zum anderen vor allem für sein persönliches Wohlbefinden, denn im Fokus für ihn steht die mentale Gesundheit. So will er mit seinem Lauf für die Organisation „Mental Health Foundation“ in Neuseeland einen Endbetrag von 400.000 Neuseeland Dollar, etwa 259.000 Euro, sammeln, den er letztendlich am finalen Tag an der Spitze des zu erklimmenden Berges überreichen möchte. Der aktuelle Stand liegt zurzeit bei einer Summe von 310.311 Dollar.

Neuseeland_Flüge_Schnäppchen

Malcolm Law sieht sich selber gar nicht als besonders guten Läufer oder sogar Extremsportler. Stattdessen beschreibt er sich als ganz gewöhnlichen Menschen, der der Welt zeigen möchte, dass jeder mit seiner eigenen Entschlossenheit Außergewöhnliches erreichen kann! Sowohl die Organisation „Mental Health“ als auch sein persönliches Wohlbefinden liegen dem Neuseeländer nach einer schwierigen Vergangenheit dabei sehr am Herzen. Denn er litt jahrelang unter Depressionen und unter dem Verlust seines Schwagers, nachdem dieser Selbstmord begangen hatte.

Mit der eigenen Willenskraft Unglaubliches schaffen

Selbstverständlich schafft ein Läufer nicht nur allein durch seine Willenskraft so eine große Herausforderung. Auch der entschlossene 53-jährige musste sich zuvor zwei Jahre lang auf diese Challenge vorbereiten. Doch solche langen Strecken sind für ihn nichts Neues: Er bewältigte bereits als Erster sieben von den neuseeländischen „Great Walks“ an sieben aufeinanderfolgenden Tagen. Außerdem stellte er einen Rekord in England auf, als er in 17 Tagen die 1014 Kilometer des „South West Cost Path“ und somit den längsten Fernwanderweg Großbritanniens, bezwang.

Mit seiner jetzigen Challenge in Neuseeland hat sich der Extremsportler ein optimales Areal ausgesucht, denn der Inselstaat stellt perfekte Voraussetzungen für variierende Laufstrecken dar! Auch wenn es sich auf den Strecken anders läuft als auf einer üblichen Marathonstrecke und Malcolm so im Durchschnitt 10 Stunden für eine zu absolvierende Etappe benötigen wird, so wird er dennoch mit einem Einblick in eine wundervolle Landschaft belohnt. Malerische Fjorde, zerklüftete Gebirge, subtropische Wälder, massive Gebirgsketten, ein faszinierender Blick auf den Ozean sowie ein Lauf vorbei an Vulkanen und durch grüne Regenwälder und glasklare Gletscher… Malcolm Law wird definitiv während seiner Herausforderung atemberaubende Seiten Neuseelands kennenlernen, sodass er bestimmt von den Schmerzen in seinen Füßen und Muskeln abgelenkt wird.

Während seiner Challenge bekommt er übrigens Unterstützung von seiner Frau Sally und weiteren Mitläufern. Pro Tag werden bis zu drei weitere Sportler mit ihm einzelne Marathons bewältigen, um ihn auf Kurs zu halten und ihn eventuell auch in manch schwieriger Minute zu motivieren. Darüber hinaus hält der Neuseeländer über soziale Netzwerke wie Facebook und Twitter seine Freunde, seine Familie und alle Interessierten im wahrsten Sinne des Wortes auf dem Laufenden!

Also ich muss sagen, dass ich es ziemlich beeindruckend finde, was Malcolm Law sich vorgenommen hat! Ich drücke ihm auf jeden Fall weiterhin die Daumen, dass er sein Vorhaben mit seiner Willenskraft bis zum Ende durchzieht und am Ende einen hohen Spendenbetrag an die „Mental Health Foundation“ übergeben kann! :)