Schon in Maras letztem Bericht über die Malediven haben wir gemerkt, wie begeistert sie von dieser Traumdestination war. Ihr absolutes Highlight, das Tauchen und Schnorcheln auf den Malediven, hat sie euch nochmal in einem extra Bericht zusammengefasst.

Die absoluten Höhepunkte meines Aufenthaltes auf der Malediven-Insel Embudu waren definitiv meine Tauch- und Schnorchel-Erlebnisse. Es sollte wirklich kein Malediven-Urlauber nach Hause fliegen, ohne wenigstens einmal die Unterwasserwelt erkundet zu haben.

Taucherparadies Malediven

Das Süd-Malé-Atoll als auch das Hausriff direkt bei der Insel sind für ihre wunderschönen Tauch- und Schnorchelspots bekannt. Die Malediven gehören nicht umsonst zu den besten Tauchgebieten der Welt! Die Artenvielfalt unter Wasser ist wirklich unglaublich. Selbst, wenn man nicht tauchen, sondern nur schnorcheln geht, kann man im Hausriff Schildkröten, Stachelrochen, Haie, Muränen, Napoleons, Oktopusse, Kugelfische und jede Menge anderer Kleinfische entdecken. Während es vor gut zwei Jahren noch etwas kritisch um das Korallenriff stand, hat es sich inzwischen zum Glück dank verschiedener ergriffener Maßnahmen wieder gut erholt.

Generell ist das Tauchen auf den Malediven natürlich eine recht kostspielige Angelegenheit, vergleicht man aber die Tarife der Tauchschule Diverland mit denen von manch einer Nachbarinsel, sind die Preise auf Embudu sogar noch einigermaßen human. Es ist verhältnismäßig teuer, wenn man nur ein bis zwei Mal tauchen geht, deswegen würde ich empfehlen, am besten gleich ein ganzes Tauchpaket zu kaufen, das dann zum Beispiel sechs oder zwölf Tauchgänge beinhaltet, aber verhältnismäßig günstiger ist. Ein Schnorchelset auszuleihen kostet dagegen nur 10 US Dollar am Tag – perfekt für alle weniger Tauch-Affinen.

Tauchschule Diverland Mara Malediven

Bei Diverland gilt: Sicherheit geht vor
Bevor ich an einem der größeren Tauchtrips mit dem Boot teilnehmen konnte, musste ich meinen ersten Tauchgang am Hausriff absolvieren, bei dem die Tauchlehrer überprüften, welche Fähigkeiten man als Taucher hat. An dieser Stelle will ich erwähnen, dass bei Diverland erfreulicherweise Sicherheit klar vor dem Profit steht! Ich halte es für sehr verantwortungsbewusst, dass die Tauchschule nicht einfach nur einen Tauchschein oder das Logbuch sehen will und einen dann drauf lostauchen lässt, sondern sich versichert, dass die Tauchfähigkeiten auch auf aktuellem Stand und nicht eingerostet sind.

…das war wohl mit eines der allerschönsten Riffe, in denen ich je getaucht bin.

Tauchtrip zum Potato Reef
Nach dem ersten obligatorischen Tauchgang am Hausriff entschied ich mich für den morgendlichen Trip zum Potato Reef. Das Riff liegt ca. 50 Minuten von der Insel entfernt und ich muss sagen, das war wohl mit eines der allerschönsten Riffe, in denen ich je getaucht bin. In 30 Metern Tiefe um ein uraltes versunkenes Schiffswrack herumzuschweben, Korallen in einer unglaublichen Farbenvielfalt zu sehen, etliche riesige schillernde Fischschwärme und einige deutlich größere Fische zu beobachten – das alles machte diesen Tauchgang für mich einmalig. Ich hätte es kaum für möglich gehalten, dass dieses Erlebnis noch getoppt werden könnte.

Schnorcheln mit Jeffrey

Nachmittags schnappte ich mir meine ausgeliehene Schnorchelausrüstung und stürzte mich in die Fluten. Keine Viertelstunde später nahm ich aus den Augenwinkeln plötzlich einen größeren Schatten wahr und blickte in das freundliche Gesicht einer Meeresschildkröte. Ich hatte bereits gehört, dass es in diesem Riff vereinzelt Meeresschildkröten gab, aber eine große Portion Glück dazugehört, beim Schnorcheln ein Exemplar davon anzutreffen. Während ich anfangs sicherheitshalber noch deutlich Abstand zu der Schildkröte hielt, um sie nicht zu vertreiben, paddelte diese nach einer Weile sogar von sich aus auf mich zu. Ich konnte es kaum fassen. Von da an schwamm ich Seite an Seite mit Jeffrey – ich hatte der Schildkröte zwischenzeitlich einen Namen gegeben – durch das Riff. Wir ließen uns einfach treiben, Jeffrey machte immer wieder halt, um etwas Seegras abzurupfen, und dann ließen wir uns weiter treiben.

Nach einer gefühlten Ewigkeit im Wasser (im Nachhinein weiß ich, dass es weit über drei Stunden waren), bei der ich nicht von Jeffreys Seite wich und dieser wiederum keinen Moment versuchte von mir wegzuschwimmen, stieg ich schließlich aus dem Wasser. Ich hatte zwar wackelige Beine, einen Riesendurst und meine völlig verschrumpelten Hände glichen denen einer 120-jährigen Großmutter, aber in meinem Gesicht fand sich das wohl größte Strahlen aller Zeiten wieder. Eines steht fest: Jeffrey werde ich definitiv vermissen!

Maras Fazit

Verrückt, wie schnell meine Tage auf den Malediven vorübergingen. Aber so ist das gefühlt jedes Mal, wenn es an einem Ort ganz besonders schön ist, geht die Zeit gefühlt einfach immer dreimal so schnell vorbei. Rückblickend bin ich unheimlich froh, auf der kleinen Insel Embudu gelandet zu sein, da diese noch einiges ursprünglicher als viele der Nachbarinseln ist. In all den Bäumen und Palmen, von denen Embudu dicht bewachsen ist, sind zahlreiche Hängematten und Schaukeln befestigt. Nach asphaltierten Wegen sucht man hier vergebens: Die gesamte Insel ist mit Sand bedeckt – 24 Stunden barfuß laufen ist angesagt: Der Name „Barfuß-Insel“ ist hier Programm. Was mich außerdem begeistert hat, waren die in den Bäumen hängenden Flughunde, die man mit einer Portion Glück auch mal von Baum zu Baum springen sehen kann.

Mein Aufenthalt auf den Malediven war tatsächlich wie ein Ausbruch aus der Realität und ein Abstecher ins Paradies. Diese traumhaften strahlend weißen Sandstrände, das leuchtend türkisfarbene Wasser, die Artenvielfalt von schönen, bizarren und bunten Lebewesen, die ich unter Wasser gesehen habe, und natürlich die magischen Sonnenuntergänge – all das wird mir wohl noch lange Zeit in Erinnerung bleiben.

Malediven Beach iStock_000065445155_Large

Was den Gedanken, wieder ins Flugzeug zu steigen, um ins kalte Deutschland zurückzufliegen, einigermaßen erträglich macht, ist definitiv nur der Ausblick auf meinen nächsten großen Trip. Wohin es geht, verrate ich natürlich noch nicht, aber eines steht fest: Das wird meine bisher wohl längste Reise im Rahmen des Praktikums meines Lebens und ich habe dieses Mal so ein bisschen das Gefühl, dass es für mich vielleicht sogar die Schönste werden könnte… – Ich werde absolutes Neuland betreten!