Der für heute angekündigte Pilotenstreik wurde gestern Abend noch kurzfristig abgesagt. Die Vereinigung Cockpit habe sich mit den möglichen Vorschlägen für die weiteren Verhandlungen zufrieden gezeigt. Die Gespräche sollen nun möglichst zeitig weitergeführt werden. Alle 40 betroffenen Flüge sollen mit geringen Verspätungen starten.

Das ist der Grund für den anhaltenden Konflikt

Der Tarifkonflikt schwelt bereits seit einigen Wochen, denn Gewerkschaft und Lufthansa können sich nicht darüber einigen, wie die sogenannte Übergangsrente der Piloten finanziert werden soll. Derzeit gehen Lufthansa-Kapitäne im Schnitt mit 59 Jahren in einen Vorruhestand, der bislang komplett vom Unternehmen bezahlt wurde. Die Pläne von Lufthansa nun sehen vor, das Eintrittsalter für diesen Vorruhestand auf 61 Jahre zu erhöhen und die Piloten noch während ihres Angestelltendaseins an den Kosten zu beteiligen. Es ist natürlich wichtig, Tarifverhandlungen gewissenhaft zu führen,  doch die Leidtragenden sind bei diesen Streiks eigentlich immer die Passagiere, die morgen vielleicht zur Reise ihres Lebens aufbrechen möchten. Vielleicht bleibt es ja tatsächlich bei den Verspätungen und jeder kommt am Ende des Tages doch noch ans Ziel.

Streik Lufthansa Germanwings München
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