Während ihrer USA-Reise standen bei Mara Ziele wie Orlando, Miami, Washington DC und Chicago auf dem Plan. Nun ist es an der Zeit das atemberaubende Las Vegas, die sogenannte „City of Lights“, unsicher zu machen.

Kaum zu glauben, wie schnell die Zeit mal wieder verflogen ist. Jetzt war ich tatsächlich schon seit zwei Wochen in den Staaten. Ich habe Städte wie Orlando, Miami, Washington DC und Chicago gesehen und mich so langsam an das Land und seine ein oder andere Eigenart gewöhnt. Jetzt bin ich schließlich in Las Vegas, der Stadt der Lichter (= City of Lights), angekommen und hatte fünf Tage Zeit, die Stadt und die Umgebung zu erkunden.

Erste Eindrücke von Las Vegas

Excalibur Hotel & Luxor Hotel

Ein wichtiger Bestandteil jedes Vegas-Aufenthalts ist mit Sicherheit das Hotel, in dem man übernachtet. Ein Großteil aller Hotels rund um den Strip ist auf ein bestimmtes Thema ausgerichtet. So auch die zwei Hotels, in denen ich jeweils zwei Nächte unterkam. Mit seinen blauen und roten Türmchen sieht das Excalibur Hotel von außen aus wie eine riesige Ritterburg. Das Luxor Hotel, das gleichzeitig auch das Schwesterhotel des Excaliburs ist, besteht teilweise aus einer riesigen Pyramide und lässt seine Gäste in das Land der Pharaonen eintauchen. Die Hotels sind, wie sämtliche anderen Hotels am Strip, riesig und es kann durchaus vorkommen, dass man sich innerhalb des Hotels auf der Suche nach seinem Zimmer mehrmals verläuft. In die Hotels sind – für Vegas typisch – gleichzeitig riesige Casinos integriert. Morgens noch vor dem Frühstück gleich mal eine Runde „gambeln“ gehen? – Kein Problem in Vegas. Es kam in der Tat vor, dass ich Hotelgäste noch im Morgenrock und in Adiletten und dazu klassisch mit der Bierpulle in der Hand morgens um 6.00 Uhr am Automaten sitzen sah!

Mara in Las Vegas

Kostenlose Upgrades dank des 20 Dollar Tricks

Beim Einchecken in das Excalibur als auch in das Luxor Hotel habe ich jeweils – erfolgreich – den 20 Dollar Trick angewandt. Der 20 Dollar Trick ist in den USA, insbesondere aber in Las Vegas, sehr verbreitet. Beim Einchecken in ein Hotel legt man „auffällig unauffällig“ einen gefalteten 20 Dollar Schein in seinen Reisepass, sodass die Dame oder der Herr an der Rezeption diesen unweigerlich entdeckt. Dann muss man nur noch mit einem charmanten Lächeln und nach dem Austausch der üblichen Höflichkeitsfloskeln fragen, ob man denn irgendwelche Upgrades bekommen kann, und das richtige Quäntchen Glück haben. Der Trick klappt fast immer, jedoch kann das Upgrade je nachdem unterschiedlich groß ausfallen. An Wochenenden oder gar Feiertagen, wenn die Hotels beinahe ausgebucht sind, stehen die Chancen auf große Upgrades logischerweise schlechter als unter der Woche. Ich selbst habe im Excalibur Hotel ein Upgrade auf ein Zimmer mit einer deutlich besseren Aussicht bekommen, was mich ohne den 20 Dollar Trick insgesamt 60 Dollar mehr gekostet hätte. Im Luxor Hotel wurde mir dank des Tricks die Gebühr für den Early Check In erlassen und mein gebuchtes Zimmer auf den Pyramide Deluxe Room, ebenfalls mit einer besseren Aussicht, upgegradet.

BEWERTUNG Excalibur & Luxor:
Lage ★ ★ ★ ★ ★
Hotel & Zimmer ★ ★ ★ ★
Sauberkeit ★ ★ ★ ★
Service ★ ★ ★
Essen ★ ★ ★ ★
Preisleistungsverhältnis ★ ★ ★

Mara in Las Vegas

Cirque Du Soleil

Vegas, die Stadt, die tausende von Shows beheimatet, ist auch der Ursprungsort des weltberühmten Cirque Du Soleil! Und ich Glückspilz durfte im Rahmen meines Praktikums die Show KA des Cirque Du Soleil testen. Es fällt mir zugegebenermaßen schwer, über die Show zu berichten, da es meiner Meinung nach unmöglich ist, diese eineinhalb Stunden in Worte zu fassen. Eine sensationelle Symbiose aus Akrobatik, Tanz und Theater! Dazu das mit Abstand beeindruckendste Bühnenbild, das ich je gesehen habe, alles abgerundet mit mitreißender Musik und prächtigen Kostümen!

Jaburrito – Eine gute Alternative zu den Nobelrestaurants

Neben den Casinos gibt es natürlich auch Restaurants wie Sand am Meer in Vegas. Es ist gar nicht mal so einfach ein spezifisches Restaurant zu empfehlen, da so gut wie alle Restaurants rund um den Strip absolut Gourmetniveau haben, was aber automatisch auch dementsprechende Preise mit sich bringt. Wer Lust auf eine kleine Abwechslung zu den ganzen schicken Restaurants hat, der sollte „Jaburritos“ ausprobieren. Amerikaner haben bekanntermaßen ein großes Faible dafür, bereits bestehende Gerichte mit Käse zu überbacken, mit Bacon zu pimpen oder tonnenweise Soße darüberzukippen.

Mara in Las Vegas Praktikum deines Lebens

Ein Jaburrito (= Japanese Burrito) ist eine Kombination aus Sushi und einem mexikanischen Burrito und wird klassisch amerikanisch mit herzhaften Dips und Soßen gereicht. Im gleichnamigen Restaurant „Jaburrito“ kann man sich individuell seinen ganz persönlichen Jaburrito frisch zusammenstellen lassen. Kleine Warnung am Rande: Während Sushi sonst als eine eher leichte Mahlzeit eingestuft wird, ist so ein Jaburrito ziemlich füllend.

Mara in Las Vegas Praktikum deines Lebens

Grand Canyon

Den Grand Canyon kannte ich bisher nur von Fotos und nun bekam ich mitgeteilt, dass ich sogar eine Helikoptertour dorthin unternehmen sollte – Wow!!! Hibbelig wie ein kleines Kind stieg ich schließlich mit vier anderen in den Helikopter. Hierbei haben sich all die Frühstücksbuffets der letzten Wochen, die ich bis zum Äußersten getestet habe, bezahlt gemacht – anscheinend hatte ich nun genau das richtige Gewicht, um den absoluten Spitzenplatz vorne in der Mitte neben dem Piloten zu ergattern. (Die Sitzplätze werden nämlich je nach Gewicht so verteilt, dass der Hubschrauber ausgeglichen ist.) Durch die Ohrschützer, die uns vor dem Lärm der Rotorblätter schützen sollten, hörten wir eine vom Piloten ausgewählte Playlist.

Mein Gesichtsausdruck schwankte zwischen grenzenlosem Staunen und freudestrahlendem Grinsen, weil die Landschaft einfach nur so atemberaubend schön war!

Heute war wohl definitiv mein Glückstag: Als der Helikopter abhob, kam eines meiner absoluten Lieblingslieder „The Verve – Bitter Sweet Symphony“. Von jetzt an kam ich aus dem Strahlen wirklich gar nicht mehr heraus. Auf dem Hinflug überflogen wir den Lake Mead, Hoover Damm und The Grand Wash Cliffs. Mein Gesichtsausdruck schwankte zwischen grenzenlosem Staunen und freudestrahlendem Grinsen, weil die Landschaft einfach nur so atemberaubend schön war!

Mara in Las Vegas Praktikum deines Lebens

Nach einer guten halben Stunde landeten wir auf einer kleinen Anhöhe auf halber Höhe des Canyons, wo wir eine Dreiviertelstunde Zeit hatten, diesen zu erkunden. Der Rückflug verging ebenfalls im wahrsten Sinne des Wortes wie im Flug. Ich habe ja schon einiges in meinen jungen Jahren erlebt, aber von diesem Helikopterflug werde ich wohl meinen Enkeln noch berichten.

Mara in Las Vegas Praktikum deines Lebens

Stratosphere Tower – aus 252 Metern in die Tiefe

In Vegas wurde es mal wieder Zeit für eine Challenge – eine ganz nach meinem Geschmack! Ich durfte den Skyjump aus 252 Metern Höhe vom Stratosphere Tower machen, der mit seinen 355 Metern der höchste freistehende Aussichtsturm der USA ist! Der Skyjump vom Stratosphere Tower, welcher laut Guinnessbuch der Rekorde der höchste der Welt dieser Art ist, ist im Gegensatz zum Bungee Jump ein an einem Sicherungsseil kontrollierter freier Fall. Kaum war ich am Stratosphere Tower angekommen, ging alles ganz schnell: Ich schlüpfte in einen knalligen Neon Jump Anzug, bekam ein paar Sicherheitsanweisungen und einen Gurt umgeschnallt. Während ich mir noch Gedanken machte, wie ich denn am elegantesten abspringen könnte, stand ich auch schon mit den Zehenspitzen über die Kante ragend auf der Sprungplattform. 3, 2, 1… JUMP! Zack, mit der einen Hand die Guru-Pose gemacht, mit der anderen versucht, das Ganze mit Hilfe der GoPro festzuhalten, und die Beine im freien Fall noch schnell zu einem Schneidersitz geformt. Sekunden später war der Spaß aber leider auch schon wieder vorüber – das Dauergrinsen sollte mich jedoch noch begleiten bis ich nachts im Bett lag.

Zion Nationalpark

Die USA ist bekannt für ihre Vielfalt an Nationalparks, von denen der eine schöner als der andere ist. Da diese Parks aber meist viele Autostunden von den größeren Städten entfernt sind, ist es aufgrund meiner begrenzten Zeit oftmals eher schwierig für mich, diese zu besuchen. In Las Vegas habe ich mich über Couchsurfing mit Andres und Camillo (zwei Cousins aus Kolumbien, die in Vegas leben) und Anthony (einem französischen Backpacker auf Weltreise) verabredet.

Maras Tipp:

Wenn ihr etwas mehr Zeit habt, würde ich jedem ans Herz legen, mehrere Tage im Zion Nationalpark zu verbringen, da es dort unheimlich viel zu entdecken gibt.

Gemeinsam sind wir in den zweieinhalb Stunden von Las Vegas entfernten Zion Nationalpark in Utah gefahren. Allein die Fahrt dorthin wäre schon eine Reise wert gewesen. Spätestens aber als wir den Park erreicht hatten, kamen wir aus dem Staunen nicht mehr heraus. Feuerrote Felsen, riesige Bergketten, Flüsse, Wasserfälle und allerlei Arten von Pflanzen – fantastisch! An dieser Stelle lasse ich lieber wieder meine Fotos für sich sprechen.

Andres und Camillo entpuppten sich als absolute Spaßvögel und auch Anthony war kein Kind von Traurigkeit und wollte beim Wandern gar nicht mehr aufhören, französische Lieder vor sich hinzuträllern, so dass wir rundum einen echt tollen Tag hatten.