Weihnachten, das besinnliche und begehrte Fest mit seinen Liebsten… Ein Muss für die alljährliche Weihnachtszeit ist selbstverständlich auch ein Weihnachtsbaum, bunt geschmückt mit glänzenden Kugeln und hellen Lichtern. Aber erinnert euch ein Weihnachtsbaum auch an ein Sexspielzeug, genauer gesagt an einen Analdildo? Nach den pikanten, erotischen Romanen Shades of Grey von der britischen Autorin E.L. James, wo uns bezüglich Sex wirklich alles abverlangt wurde, folgt das Motto „Sex sells“ nun selbst bis hin in die Gestaltung eines Tannenbaums! ;-)

24 Meter hoch und prall mit Luft gefüllt, wurde die grüne Skulptur „Tree“ am 16. Oktober auf dem Place Vendôme in Paris eröffnet. Immer wieder dürfen Künstler ein einzigartiges Kunstwerk für den Platz, der mitunter bekannt ist für seine zahlreichen Luxus-Juweliere, in der französischen Stadt errichten. Hintergrund für das Ganze ist die internationale Messe für zeitgenössische Kunst (ICAF). In diesem Jahr ist der amerikanische Künstler Paul McCarthy  für diese Aufgabe auserkoren worden. Aber das so ein Kunstwerk dabei rauskommt, damit hat wahrscheinlich keiner gerechnet! ;-)

Abstraktes Kunstwerk von Paul McCarthy
AFP Foto: Bertrand Guay

Empörter Passant ohrfeigt den Künstler für sein Werk

Der Künstler selbst betont, dass es sich bei der Skulptur „Tree“ um ein abstraktes Werk handelt. Inspiration bekam er durch einen Analdildo, da ihm aufgefallen sei, dass das Sexspielzeug und ein Tannenbaum eine ganz identische Form haben. Ahja! ;-) Doch das überdimensionierte Sexspielzeug kam nicht bei allen gut an – nach nur zwei Tagen war bei dem aufgeblasen Kunstwerk schon wieder die Luft raus. Vandalen setzten die Pumpe außer Kraft und kappten die Halteseile des „Tannenbaums“ durch. Nach diesem Sabotageakt lagen nur noch eingeschrumpft die Überreste des grünen Kunstwerks auf dem Boden, allerdings wurde das Material nicht durchgestochen.

Ein Passant war sogar so entsetzt und beleidigt über das Kunstwerk, dass er dem Künstler Paul McCarthy bei der Eröffnung im Oktober voller Zorn eine Ohrfeige verpasste, ihn anschrie und schließlich weg rannte. Heftige Diskussionen kursierten bereits über das abstrakte Werk und es ist noch nicht sicher, ob der „Butt-Plug“ wieder aufgeblasen wird.

Allerdings ist es nicht das erste Mal, dass eine Skulptur von dem amerikanischen Künstler zu Differenzen führt. Bereits im Jahr 2001 erschuf er einen schwarzen Santa Claus, wo es schien als würde er einen riesigen Analstöpsel in der Hand halten. Doch nach jahrelangem Zwist wurde das Kunstwerk sogar 2008 auf dem Eendrachtsplein in Rotterdam öffentlich aufgestellt.

Black Santa Claus von Künstler Paul McCarthy
ANP AFP Foto: Robin Utrecht