Inselhopping in Florida bietet sich besonders von Cape Coral aus an. Was euch bei einem Tagestrip auf die Südwesten Floridas vorgelagerten Inseln Sanibel, Captiva und Pine Island erwartet, erfahrt ihr hier…

Inselhopping ist beliebt – Inselhopping in Florida umso mehr. Denn von Cape Coral, der flächenmäßig gesehen zweitgrößten Stadt Floridas, ist es mit einem Mietwagen oft nur ein Katzensprung zu den im Südwesten Floridas vorgelagerten Inseln. Drei davon möchte ich euch heute vorstellen. Vielleicht entscheidet sich der ein oder andere ja spontan zu einem Insel-Tagestrip, um der Wolkenkratzeroptik der Großstadt für einen Moment zu entfliehen.

Inselhopping in Florida

Sanibel & Captiva Island | Pine Island | Planung

Sanibel & Captiva Island

Obwohl Sanibel und Captiva Island jeweils zwei voneinander getrennte Inseln sind, fasse ich sie in einem Abschnitt zusammen. Bis vor wenigen Jahren gehörten sie nämlich noch zusammen – erst im Jahr 2004 wurden sie durch einen Hurricane voneinander getrennt. Heute befindet sich über dem dadurch entstandenen Kanal eine Verbindungsbrücke, die es ermöglicht, von Sanibel nach Captiva zu kommen, da Captiva seitdem nicht mehr mit dem Festland verbunden ist. Wollt ihr also eine oder gar beide dieser Inseln besuchen, führt euch euer Weg erst einmal über die Cape Coral Bridge auf den McGregor Boulevard, der euch bis zum Sanibel Causeway führt. Der Sanibel Causeway ist der einzige Weg, der euch über aneinander gereihte Brücken vom Festland bis zu Sanibel Island führt. Daher fällt auch eine Mautgebühr in Höhe von 6 US-Dollar an, bei der die Rückfahrt jedoch schon inklusive ist.

Inselhopping in Florida

Sowohl Sanibel als auch Captiva Island sind ein wunderbarer Zufluchtsort, wenn es einem in den Metropolen Floridas einmal zu turbulent wird. Was auf den Inseln nämlich im Mittelpunkt steht, ist das Zusammenspiel von Mensch und Natur. Die Regierung möchte, dass beide Komponenten miteinander im Einklang leben. Daher werdet ihr viele Naturschutzgebiete vorfinden, die Inseln in ihrem Urzustand erleben und auch kein Haus zu sehen bekommen, das höher ist als die größte Palme. Nein, das ist kein Witz, sondern tatsächlich verboten: Die höchste Palme auf Sanibel und Captiva Island ist gut 12 Meter hoch, Wohnhäuser dürfen daher also maximal drei Stockwerke besitzen. Demzufolge sind Sanibel und Captiva Island sehr überschaulich, es herrscht nahezu eine familiäre Atmosphäre. Nur eine Ausnahme gibt es: Keineswegs „klein“ sind die Strände – ganz im Gegenteil, die sind nämlich kilometerlang und mit Muscheln übersät. Grund für die enormen Muschelmengen ist die Ost-West Ausrichtung des Strandes. So könnt ihr getrost das eine oder andere Andenken für eure Lieben daheim sammeln.

Inselhopping in Florida

Macht ihr euch also auf den Weg der beschriebenen Route, erreicht ihr zuerst Sanibel Island. Auffallen werden euch hier direkt, wie bereits erwähnt, die unglaublichen Mengen an Muscheln an den weitläufigen Sandstränden. Über 200 verschiedene Arten verteilen sich hier sogar auf unzählige Kilometer, was dazu führt, dass Sanibel Island für das größte Muschelvorkommen der gesamten USA bekannt ist und dafür sogar ausgezeichnet wurde. Verständlich also, dass es auf der Insel auch ein Muschelmuseum gibt. Doch nicht nur die Strände machen diese Insel so beliebt, nein, auch das Meer lädt zum Schwimmen ein. Durchschnittlich heizt es sich bis zu 25°C auf, sodass hier zu jeder Jahreszeit fröhlich munter gebadet werden kann.

Möchtet ihr mehr von der Insel sehen als den wunderbaren Muschelstrand, so kann ich euch nur empfehlen, die Landschaft mit dem Fahrrad zu erkunden. Die Gegebenheiten sind dafür optimal und es gibt kaum einen besseren Weg, sich Flora und Fauna vor Augen zu führen. Vor allem die Fauna hat es in sich: Verschiedenste Vogelarten, wie zum Beispiel der Rosalöffler, der Pelikan und der Schneesichler, sind hier heimisch. Aber auch Wäschbären, Rundschwanzseekühe und Alligatoren gehören durchaus zu den Bewohnern der Insel. Kein Wunder also, dass ein Teil der Insel dem Naturschutzgebiet J.N. „Ding“ Darling National Wildlife Refuge angehört. Wollt ihr diesen Park besichtigen, führt euch euer Weg Richtung Captiva Island, genauer gesagt befindet er sich auf der rechten Straßenseite der Sanibel Captiva Road.

So bietet es sich also auch gleich an, nach einem Besuch im Wild Life Park den Weg über die kleine Brücke, den Blind Pass, zu passieren, der zu Captiva Island führt. Eine Verbindung zum Festland gibt es nämlich von hier aus nicht. Auch auf Captiva erwarten euch wunderschöne weiße Sandstrände, die denen auf Sanibel in nichts nachstehen. Doch was hier besonders atemberaubend ist, sind die romantischen Sonnenuntergänge. Wollt also auch ihr euch einen unvergesslichen Abend bescheren, fahrt am besten an die östlichste Spitze der Insel – die gilt nämlich als echter Insidertipp für eine perfekte Aussicht. Ansonsten unterscheidet sich diese tropische Palmeninsel nicht ausschlaggebend von ihrer „großen Schwester“ Sanibel.

Inselhopping in Florida

Pine Island

Eine weitere Möglichkeit, Inselhopping in Florida zu betreiben, ist zum Beispiel die vorgelagerte Insel Pine Island. Pine Island liegt zwischen Cape Coral und Sanibel bzw. Captiva Island, erreichen könnt ihr diese Insel ebenfalls mit einem Mietwagen, wenn ihr über die Pine Island Road im Nordwesten von Cape Coral fahrt. Sie ist die größte Insel der südwestlichen Golfküste und lädt vor allem Sportbegeisterte ein. Sowohl Kanu- als auch Kayakfahren steht hier nämlich tagtäglich auf dem Programm. Generell ist hier ein wenig mehr los als auf den erst genannten Inseln. Nicht umsonst ist Pine Island nämlich auch als Floridas kreative Küste bekannt. Artisten, Autoren, Poetry Slammer und Musiker tummeln sich auf der Straße und geben ihr Können zum Besten, um euch zu unterhalten. Aber auch Besucher, die es etwas ruhiger mögen, kommen hier voll und ganz auf ihre Kosten: Flora und Fauna zeigen sich nämlich auch auf dieser Insel von ihrer besten Seite.

Inselhopping in Florida planen

Wenn ihr mich fragt, solltet ihr euch für das Inselhopping in Florida unbedingt ein bis zwei Tage Zeit nehmen, um so viel wie möglich vom Sunshine-Staat und seiner Umgebung kennen zu lernen. Wäre doch gelacht, wenn ihr mit den typischen Touri-Fotos aus Florida zurückkommt, oder? Falls es euch dort so gut gefällt, dass ihr spontan vor Ort übernachten möchtet, habe ich euch hier schon mal ein paar Hotels rausgesucht. Beachtet bitte, dass euch aufgrund der geringen Entfernung auch Hotels in Cape Coral und Fort Myers angezeigt werden, da es auf den Inseln selbst nur wenige Unterkünfte gibt.

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