„Drei Tage Marrakesch, drei Tage Gran Canaria und Fuerteventura – Hallo Lanzarote!“ Während des Praktikums ihres Lebens kommt Mara ganz schön viel rum. Der nächste Stopp lautet also Lanzarote. Wie es ihr hier gefällt und ob sie das Hotel Diamar überzeugt, lest ihr in ihrem Reisebericht.

Zu Beginn meiner Tour war ich dieses Mal für drei Tage in Marrakesch, anschließend flog ich auf die Kanaren, wo ich bereits Gran Canaria und Fuerteventura einen Besuch abgestattet habe. Vom Süden Fuerteventuras in Corralejo nahm ich schließlich eine Fähre auf die bezaubernde Insel Lanzarote.

Mara auf Lanzarote

Hotel Diamar bei Arrecife, der Hauptstadt Lanzarotes

Das 3 Sterne Hotel Diamar, in dem ich in Arrecife übernachtete, liegt sehr zentral, nur durch eine kleine Straße vom Strand getrennt. Es ist nicht das allerneuste, dafür aber sehr sauber. Die Zimmer waren schlicht und mit allem Notwendigen ausgestattet. Auch das Frühstücksbuffet entsprach dem normalen Standard eines solchen Hotels. Gut gefallen hat mir der riesige Berg mit frischem Obst, an dem man sich bedienen konnte.

Hervorragender und freundlicher Service

Besonders begeistert hat mich der herausragende Service. Die Damen an der Rezeption, von denen mindestens eine super Deutsch sprach, waren über das normale Maß hinaus freundlich und halfen mir bei allen meinen Fragen geduldig weiter. Als mich einmal eine der Damen mit dem Hotelhandtuch vom Strand kommen sah und sie mich darauf hinweisen musste, dass dies eigentlich nicht gestattet ist, entschuldigte sie sich danach unzählige Male und versicherte mir, dass das nicht böse gemeint sei, obwohl der Fehler klar bei mir lag.

Das spricht für einen Aufenthalt im Hotel Diamar:

  • zentrale Lage in Arrecife
  • direkte Strandlage
  • sehr sauber
  • überaus freundlicher Service

Strand direkt vor dem Hotel
Der direkt vor dem Hotel liegende Reducto Strand ist nicht gerade riesig, dafür aber sehr sauber und gepflegt. Er ist perfekt, um einfach nur mal ein zwei Tage zu entspannen, die Füße in den unglaublich weichen Sand zu vergraben und sich die Sonne auf den Bauch scheinen zu lassen.

 

Wer auch die umliegenden Strände und die Gegend erkunden will, kann sich für gerade mal 9 Euro pro Tag direkt an der Hotelrezeption ein Fahrrad ausleihen.

BEWERTUNG:
Lage ★ ★ ★ ★
Hotel & Zimmer ★ ★ ★
Sauberkeit ★ ★ ★ ★
Service ★ ★ ★ ★ ★
Essen ★ ★ ★
Preisleistungsverhältnis ★ ★ ★

Nationalpark Timanfaya – Montañas del Fuego (Feuerberge)

In meiner recht knapp bemessenen Zeit auf Lanzarote wollte ich unbedingt eine Tour in den Nationalpark Timanfaya, auf Spanisch auch Montañas del Fuego (= Feuerberge) genannt, machen, um die für Lanzarote so typische Vulkanlandschaft zu sehen. Ich entschied mich für die „South Tour“ des ortsansässigen Anbieters „Last Minute Travel“, da ich es für sehr wichtig halte, nach Möglichkeit solche lokalen Reiseanbieter zu unterstützen. Die Tour begann für mich bereits sehr früh morgens, da mein Hotel die erste vom Bus angefahrene Station war. Die ersten zwei Stunden verbrachte ich nun im Bus bis alle anderen Teilnehmer an ihren jeweiligen Hotels abgeholt worden waren. Kein Problem für mich – ich hatte vorausschauenderweise meinen Laptop dabei, um auf der Busfahrt an meinen Berichten weiterschreiben zu können.

 

Maras Eindrücke von Lanzarote – Klickt euch durch die Galerie

Feuerberge, Vulkane, Krater – eine atemberaubende surreale Landschaft

Zunächst ging es in den Timanfaya Nationalpark. Die Feuerberge, die Vulkanlandschaft, einfach die gesamte Szenerie war unheimlich beeindruckend. Ich hing dementsprechend mit großen Augen und offenem Mund an der Busfensterscheibe, da ich noch nie etwas Vergleichbares gesehen hatte. Auch wenn ich normalerweise Dinge lieber auf eigene Faust unternehme und geführte Touren möglichst vermeide, war ich sehr froh, diese Tour gebucht zu haben. Denn der Nationalpark besteht aus zwei Bereichen, wobei der größere imposanteste Teil der Kraterlandschaft nur von speziellen Bussen befahren werden darf.

 Die Feuerberge, die Vulkanlandschaft, einfach die gesamte Szenerie war unheimlich beeindruckend. 

Wenn man nun mit dem eigenen Auto anreist, muss man für die Weiterfahrt oftmals stundenlang auf einen Platz in einem der zugelassenen Busse warten. Durch die Vulkanlandschaft schlängelt sich eine schmale Straße, vorbei an Kratern, erstarrten Lavaströmen und Felsformationen, bei deren Anblick man kaum noch aus dem Staunen herauskommt. Die Straße ist stellenweise sehr schmal und führt so knapp am Abgrund vorbei, dass die Busfahrer einen speziellen Führerschein dafür machen müssen.

„El Charco de los Clicos“ – Die Grüne Lagune muss man gesehen haben

Nach dem Besuch des Timafanya Nationalparks ging unsere Fahrt weiter entlang der Küste Lanzarotes, vorbei an pechschwarzen Lavasteinen, die vor Jahrhunderten bei dem Vulkanausbruch als flüssige Lavaströme ins Meer flossen, dann erstarrten und bis heute Teile der Küste Lanzarotes markieren. Der nächste Stopp war nicht minder beeindruckend: Wir hielten an „El Charco de los Clicos“ (= The Green Lagoon), einer grünen Lagune am Fuße des versunkenen Kraters des Vulkans „Montaña de Golfo“, direkt an einer Bucht aus pechschwarzem Sand. Das Wasser der Lagune wird durch eine besondere Algenart giftgrün gefärbt. Als ich dort ankam, musste ich erstmal blinzeln, weil die ganze Szenerie und die krassen Farbkontraste so surreal aussahen. Ich kann euch versichern, dass mein Foto unbearbeitet ist und Photoshop nicht zum Einsatz kam. ;)

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Weinprobe – Ein schöner Abschluss
Zum Abschluss der Tour gab es noch einen kurzen Stopp auf einem lanzarotischen Weingut mit einer kleinen Weinprobe. Der Weinanbau in Lanzarote ist sehr mühsam und rentiert sich eigentlich nicht, da für die Weinreben spezielle Mulden in die Erde gegraben werden müssen, um diese vor dem Wind zu schützen. Trotzdem wird der Weinanbau nach wie vor betrieben, da er zur Tradition gehört und speziell der Weißwein für sein ganz besonders feines Aroma bekannt ist. Dank der South Tour hatte ich einen fantastischen Tag, so dass ich „Last Minute Travel“ jedem weiterempfehlen würde, der die Feuerberge und die grüne Lagune sehen will!

Mein Tipp: Die Tapas Bar „Tasca La Raspa“
Ein Aufenthalt auf den Kanaren sollte auch immer den Besuch einer Tapas Bar beinhalten! In Arrecife kann ich euch die „Tasca La Raspa“ Tapas Bar, die meiner Meinung nach beste Tapas Bar der Stadt, ans Herz legen. Sämtliche Tapas, die ich probierte, waren einfach nur köstlich und hatten definitiv Gourmet Niveau.

Maras Tapas-Empfehlungen:

  • Homemade squid ink croquette
  • Feme’s fresh goat cheese pickle
  • Salted Tuna of Huelva
  • Typical Canary Island potatoes with romesco

Als Dessert solltet ihr unbedingt „Haria’s goat cheese yogurt mousse with palm tree honey“ bestellen, eine Eigenkreation des Hauses – vorzüglich! Die Bar ist zudem sehr schön gelegen an einer Art kleiner Hafen – der perfekte Spot, um gemütlich draußen zu sitzen und den Abend schön ausklingen zu lassen. Was will man mehr?

 

Eine besondere Art des Tourismus

Was mir ausgesprochen gut an Lanzarote gefallen hat, ist die besondere Art von überwiegend nachhaltigem und reguliertem Tourismus, die dort betrieben wird. Auf Lanzarote findet man keine Strände, die kilometerlang von riesigen Bettenburgen zugepflastert sind. Das kommt aber nicht von ungefähr. Der 1919 in Lanzarote geborene großartige Künstler César Manrique sorgte dafür, dass sich die ursprünglich sehr arme Insel ab den 70er Jahren stetig dem Tourismus öffnete, und setzte gleichzeitig mit der Regierung einen Plan auf, um einen unkontrollierten Tourismus-Boom zu verhindern und das große Natur- und Kulturerbe der Insel zu bewahren.

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So wurde beispielsweise die Größe der gebauten Hotels reguliert und festgelegt, dass die traditionellen weißen Häuschen mit den grünen Fensterläden ihre Farbe beibehalten müssen. Aufgrund dieses Plans und all dieser Bemühungen ist der Tourismus, der natürlich durchaus vorhanden ist auf Lanzarote, viel weniger spürbar als auf den Nachbarinseln. Beim Erkunden der Insel kann man sich immer noch in vollem Umfang an der einzigartigen Schönheit des ursprünglichen Lanzarote erfreuen und hat nicht das Gefühl, dass sich die Region dem Tourismus und dem Ziel, möglichst viel Profit zu machen, gebeugt hat.

Lanzarote – eine Insel ganz nach meinem Geschmack

Trotz meines kurzen Aufenthalts auf Lanzarote habe ich bereits genug gesehen, um mich regelrecht in diese Insel zu verlieben. So eine vielfältige und faszinierende Landschaft habe ich selten gesehen. Hinzu kommen die zahlreichen kleinen weißen Häuschen mit grünen Türen und Fensterläden, die malerisch zwischen all den Bergen und Hügeln liegen und ein wunderschönes Bild abgeben. Weitere tolle Tipps für die bezaubernde Vulkaninsel Lanzarote findet ihr wie immer im Reisemagazin.

Das war mit Sicherheit nicht mein letzter Besuch auf Lanzarote, jetzt geht es für mich aber erst einmal weiter nach Teneriffa!