Ihr besucht im Urlaub gerne mal ein Museum, um die Geschichte des jeweiligen Landes oder der Stadt noch besser kennen zu lernen? Gleichzeitig wünscht ihr euch aber auch ein bisschen Dramatik und wollt nicht nur historische Daten einfach so heruntergebetet bekommen?

Dann stelle ich euch nun sechs extreme Horrormuseen vor, bei deren Besuch euch garantiert ein Schauer über den Rücken läuft. Von einer alten Psychiatrie bis hin zu Katakomben voller Mumien – ich zeige euch die extremsten Horrormuseen weltweit.

Das sind die extremsten Horrormuseen der Welt

Das Mütter Museum in Philadelphia

Das medizingeschichtliche Mütter Museum in Philadelphia beinhaltet ungefähr 20.000 Ausstellungsstücke, die es ganz schön in sich haben. Hier wird man mit dem Tod, allerlei Missbildungen, Krankheiten und anatomischen Abnormitäten konfrontiert. Das ist mit Sicherheit nicht für jeden was, trotzdem übt das Museum täglich eine morbide Faszination auf hunderte Besucher aus. Neben jeder Menge Totenschädeln und der dazugehörigen grausigen Todesursache findet ihr hier auch von Skeletten, die von diversen Krankheiten entstellt wurden, Zeichnungen und Nachbildungen schreckender Krankheitsbilder, konservierte Leichenteile und Querschnitte von Gehirnen und anderen Körperteilen. Das Mütter Museum ist wirklich nichts für Zartbesaitete.

Die Kapuzinergruft von Palermo

Durch einen Zufall entdeckten die Mönche im sizilianischen Palermo des 17. Jahrhunderts die konservierende Eigenschaft ihrer Gruft. Da diese nämlich vergrößert werden sollte, mussten die Leichname der verstorbenen Ordensbrüder an den neuen Bestimmungsort überführt werden. Als die Mönche dann entdeckten, dass viele der Leichen kaum Anzeichen der Verwesung aufwiesen, wurde die Gruft fortan als natürliche Mumifizierungsstätte verwendet. Neben den Mönchen wurden hier auch die wohlhabenden Familien Palermos beerdigt. Viele von ihnen sind auch noch hunderte Jahre später so gut erhalten, dass einem beim Betreten der Gruft ganz schön mulmig wird. Die Mumie der 1920 an der Spanischen Grippe verstorbenen Rosalia Lombardo ist die wohl bekannteste, da der Leichnam der Zweijährigen auch heute keinerlei Anzeichen des Verfalls aufweist. Die Kapuzinergruft von Palermo ist für die Öffentlichkeit zugänglich, allerdings braucht man für die Besichtigung der „Exponate“ sehr starke Nerven.

Kapuzinergruft
Die Mumien stehen hier schon seit hunderten von Jahren. Foto: tripadvisor

Das Parasitenmuseum in Japan

Es gibt Museen, von denen man sich niemals hätte vorstellen können, dass es sie wirklich gibt. Das Parasitenmuseum in der Nähe von Tokio gehört mit Sicherheit dazu. Als wäre es nicht schon schlimm genug, dass es die Würmer, Parasiten und Krabbeltierchen wirklich gibt: Die Sammlung stammt aus Ausstellungsstücken, die aus menschlichen oder tierischen Körpern entfernt wurden. Das möchte man sich beim Anblick dieser Ekeltiere nun wirklich nicht vorstellen.

Parasitenmuseum
Foto: tripadvisor

Das Mittelalterliche Kriminalmuseum in Rothenburg

Das dunkle Mittelalter, Folter, grausame Verhöre und Hexenverbrennung. Im Mittelalterlichen Kriminalmuseum im bayrischen Rothenburg erhaltet ihr einen besonderen Einblick in diese Epoche. Hier erfahrt ihr alles über die grausamen Folterwerkzeuge, Todesstrafen und die Strafprozesse, bei denen der Schuldige meist schon vor der Verhandlung feststand. Viele der Werkzeuge und Instrumente stehen als Anschauungsobjekte bereit, Illustrationen zeigen das Ausmaß der grausamen Folter. Das Museum ist geschichtlich sehr interessant und gleichzeitig erschreckend und furchteinflössend.

Das Genozid Museum in Kambodscha

Die Zeit der Roten Khmer in Kambodscha ist glücklicherweise seit den 1978er Jahren vorbei, die Aufklärung ihrer grausamen Verbrechen gegen das Volk von Kambodscha geht aber weiter. In einem ehemaligen Gefängnis der Rebellen wurde das Tuol-Sleng-Genozid-Museum eröffnet. Die einen halten es für makaber, die anderen für sehr wichtig, um die Geschichte aufzuarbeiten und das dort Geschehene nicht zu vergessen. In der Schule in Phnom Phen, die zu einem Gefängnis umfunktioniert wurde, wurden jahrelang Menschen gefoltert und hingerichtet, ganze Familien sind hier zu Tode gekommen. Eine traurige Geschichte, mit der man sich auseinandersetzen sollte, wenn man in Kambodscha ist.

Die extremsten Horrormuseen:
Hier fanden jahrelang Verhöre und Folter statt. Foto: twitter/annamarie89

Das Glore Museum der Psychiatrie in den USA

Spätestens nachdem man den Film Shutter Island mit Leonardo DiCaprio gesehen hat, jagen einem manche Psychiatrien einen großen Schauer über den Rücken. Verbotene Experimente, Lobotomien, Patienten, die wie Tiere gehalten werden, geheimnisvolle Krankheiten, die mit kuriosen Mitteln geheilt werden sollen. Was ist eigentlich dran an diesen Horrorvorstellungen? Dieser Frage könnt ihr im Glore Museum der Psychiatrie in der Stadt St. Joseph in den USA nachgehen. Hier erkennt man schnell, dass der Aufenthalt für die Patienten wirklich der pure Horror gewesen sein muss: Eisbäder, Therapien mit Stromschlägen, Stühle, an die die psychisch kranken Patienten oft stundenlang gefesselt wurden. Fotos und Ausstellungsstücke untermalen die beklemmende Atmosphäre. Gut, dass die Behandlung psychischer Erkrankungen heute anders verläuft.

Glore Psychiatrie
Foto: Glore Psychiatric Museum

Zu makaber oder interessant? Lasst ihr euch auch von der Faszination des Todes anstecken und könntet euch vorstellen solche Museen zu besuchen? Oder ist ein Besuch solcher Museen nichts für euch? Schreibt mir doch in den Kommentaren eure Meinung zu solchen Ausstellungen!