Auf dem Wasser der Themse an den Riverside Gardens in Nine Elms, London schwimmt ein seltsames Tier. Es ist groß, riesig sogar und besteht aus Holz. Wenn ihr in den nächsten Wochen in London unterwegs seid, habt ihr eine sehr gute Chance, dieses Riesen-Nilpferd, das es sich hier bequem gemacht hat, noch sehen zu können.

Nilpferde gibt es in der Themse eigentlich schon sehr lange nicht mehr. Doch der Umstand, dass sie vor langer Zeit wirklich ein mal durch den englischen Fluss geschwommen sind, inspirierte den weltweit bekannten Künstler Florentijn Hofman zu seinem neuen Werk. Noch bis zum 28. September wird das 21 m lange Holz-Nilpferd an den Riverside Gardens zu sehen sein. Doch was macht es da eigentlich?

Florentijn Hofman entwirft Nilpferd HippopoThames für die „Totally Thames 2014“

Grund für den ungewöhnlichen Besuch ist die „Totally Thames„, ein einmonatiges Fest, das in Nine Elms, London zu Ehren des Flusses gefeiert wird. Ja, zu Ehren des Flusses: In London ist man froh über die Stadt-Ader, die die Metropole schon seit ihrer Gründung mit allem Wichtigen versorgt hat und neben dem praktischen Aspekt auch immer zu einem schönen Spaziergang entlang der Uferpromenade einlädt.
„Totally Thames“ bietet den ganzen September über einen bunten Mix aus Angeboten für die Gäste: Ob nun in Richtung Kunst, Musik, Volksfest oder auch Bootsrennen, allen wird hier etwas geboten. In London ist halt immer was los! Und so ganz nebenbei kann man sich hier über den Fluss selbst ein bisschen nähre informieren: Über seine Vergangenheit um Beispiel, in der einst Nilpferde, und zwar echte, in der Themse umherschwammen.

London British Airways Sun Air

Der Künstler Florentijn Hofman ist berühmt für seine monumentalen Skulpturen, die mittlerweile weltweit für Erstaunen und Belustigung sorgen. Dabei lässt er sich von alltäglichen Dingen inspirieren und „bläst“ diese dann wortwörtlich zu einer riesigen Größe auf. Am bekanntesten ist hier die „Rubber Duck„. Die 26 m hohe Gummi-Ente schwamm seit 2007 jahrelang um die ganze Welt und hat fast überall ein mal Halt gemacht. Damit hat das aufblasbare Riesen-Quietsche-Entchen (ohne Quietsch-Effekt) nicht nur für einen internationalen Durchbruch des Künstlers gesorgt, sondern auch für einen weltweiten Begeisterungssturm. Ihre letzte Station war das „Tall Ships Festival“ in Los Angeles, bei dem sie bis zum 24. August 2014 mitschwamm.

Doch das sind nur zwei der wundersamen Riesentierchen, die Hofman kreiert hat! Neu ist ebenso der riesige Hase, der jetzt einem Park in Taiwan vor sich hin lümmelt. Besonders in Taiwan und im Rest von Ost-Asien waren die Menschen begeistert von der Riesenente, tausendfach strömten sie zu den Anlegestellen um sie zu begrüßen. Die Kunstwerke von Florentijn Hofman führen dazu, alltäglichen Gegenständen mehr Aufmerksamkeit zu schenken, ganz im Sinne des Pop Art. Dabei verstauben sie aber nicht in einem Museum, sondern werden für jeden sichtbar gemacht. Was für eine tolle Art und Weise, Kunst darzustellen!

Falls ihr also bis Ende September noch nach London reisen wollt, schaut euch das Nilpferd auf jeden Fall mal an! Vielleicht findet ihr bei mir ja noch das ein oder andere Schnäppchen für eine tolle Städtereise nach London, die sich ja auch ohne Nilpferd immer wieder lohnt! Hier könnt ihr euch das HippopoThames schon mal anschauen, wie es aufgebaut wird, mit Kommentar von seinem Erschaffer Florentijn Hofman: