Nachdem Mara Los Angeles unsicher gemacht hat, geht es nun weiter nach San Francisco. Mit einem Mietwagen den Highway 1 entlang, von L.A. über Morro Bay bis nach San Francisco – das war ein echtes Highlight!

Meine Zeit in Los Angeles verging so schnell, dass ich nichts dagegen gehabt hätte, noch ein paar Tage dranzuhängen. Die Tatsache jedoch, dass meine nächste Destination San Francisco sein würde, trug zugegebenermaßen erheblich dazu bei, dass mir der Abschied von der „Stadt der Engel“ dann doch nicht so schwer fiel. Das Tüpfelchen auf dem i dabei war, dass ich mir einen Mietwagen geholt habe, mit dem ich den legendären Highway 1 – mit mehreren Zwischenstopps entlang der Küste – gefahren bin.

Roadtrip Mara USA

Solvang

Den ersten kurzen Halt machte ich in Solvang. Solvang ist eine gerade mal 5000 Einwohner umfassende schnucklige Kleinstadt, die 1911 von einigen dänischen Auswanderern gegründet wurde. Sobald man auf die Hauptstraße abbiegt, vergisst man völlig, dass man sich in den Staaten befindet, und fühlt sich innerhalb von wenigen Augenblicken nach Dänemark versetzt. Kleine hübsche Fachwerkhäuschen, unzählige dänische Lädchen, Restaurants, Cafés und sogar eine Windmühle zieren das Stadtbild.

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Paula’s Pancake House

Für den Fall, dass ihr Solvang morgens oder um die Mittagszeit passiert, habe ich nur eine Bitte an euch: Ihr MÜSST unbedingt dem legendären „Paula’s Pancake House“ einen Besuch abstatten. Pfannkuchenvariationen, die man sich sonst nur in seinen kühnsten Träumen hätte ausmalen können, kann man dort in urgemütlicher Atmosphäre zum Frühstück oder Mittagessen genießen. Mein Tipp: Gegen Nachmittag macht Paula‘s Pancake House bereits zu, deshalb nicht den Fehler machen, erst abends dort aufzukreuzen.

Morro Bay

Gegen Abend bin ich schließlich in Morro Bay angekommen, was etwa auf halber Strecke zwischen L.A. und San Francisco liegt und sich deswegen bestens für einen Übernachtungsstopp eignet. Morro Bay ist eine kleine, aber feine an der Küste gelegene Stadt, benannt nach dem riesigen majestätischen Felsen „Morro Rock“, der direkt an ihrer Bucht liegt. Für das perfekte Frühstück dort empfehle ich euch das Shine Café, wo es die besten Smoothies Morro Bays gibt und man von süß bis salzig wunderbar frühstücken kann. Versucht Morro Bay am besten so in eurer Route einzuplanen, dass ihr spätestens gegen Spätnachmittag dort ankommt, um den spektakulären Sonnenuntergang am „Morro Rock“ bestaunen zu können.

Big Sur

Je weiter nördlich man sich auf der Route befindet, desto beeindruckender wird die Landschaft und Szenerie. Mit jedem Kilometer, mit dem man sich dem wunderschönen Nationalpark Big Sur nähert, werden die Klippen steiler und die Straße windet sich in immer imposanter und noch enger werdenden Serpentinen die Küste entlang, so dass man aus dem Staunen kaum noch herauskommt. Wenn ihr zeitlich etwas flexibel seid, empfiehlt es sich auf jeden Fall, ein oder zwei Tage in Big Sur zu verbringen und dort wandern zu gehen!

Carmel by the Sea

Circa eine Dreiviertelstunde nach Big Sur kam ich schließlich in Carmel by the Sea an, gerade rechtzeitig, um noch den Sonnenuntergang am Strand beobachten zu können. Carmel hat mich ziemlich an Morro Bay erinnert und es würde sich ebenfalls anbieten, dort ein oder zwei Tage oder eben wie in meinem Fall nur für einen kurzen Zwischenstopp zu bleiben.

… wurde aus diesem fernen Lichterflimmern ein Meer aus abertausenden Lichtern, das sich über den ganzen Horizont erstreckte.

Von Carmel bis nach San Francisco war es dann auch nicht mehr wirklich weit. Die Dämmerung war nun hereingebrochen und nach circa zwei weiteren Stunden Autofahrt tauchten nach und nach die ersten Lichter am Horizont auf. Innerhalb weniger Minuten wurde aus diesem fernen Lichterflimmern ein Meer aus abertausenden Lichtern, das sich über den ganzen Horizont erstreckte.

Je näher ich der Stadt kam, desto mehr war ich nahezu erschlagen vom Ausmaß dieser Wahnsinnsmetropole und hin und weg von dem wunderschönen Anblick dieses Lichtermeers!

Mein Fazit

Der Highway 1 zählt für mich mit zu den schönsten Strecken, die ich bisher je bei einem Roadtrip gefahren bin. Somit würde ich jedem – selbst bei einem noch so kurzen USA Urlaub – ans Herz legen, wenigstens ein oder zwei Tage für die Route einzuplanen, anstatt die Strecke zu fliegen! Wenn man nicht so viel Zeit hat, würde ich lieber beim Aufenthalt in einer Stadt Abstriche machen und dafür den Highway 1 entlangfahren. Wenn ihr etwas mehr Zeit zur Verfügung habt, bietet es sich auch definitiv an, mehr Zeit für die Fahrt einzuplanen und zwei oder drei Mal unterwegs zu übernachten, da es auf dieser Route viele Aktivitäten gibt und jede Menge zu sehen ist!

Roadtrip (4)

San Francisco
Bis jetzt habe ich San Francisco nur bei Nacht gesehen – doch das hat bereits gereicht, mich total zu verzücken. San Fran, ich kann es kaum erwarten, dich die nächsten Tage bei Tageslicht zu erkunden!