Es müssen nicht immer große Erlebnisse sein, die uns ewig in Erinnerung bleiben. Oft sind es auch die kleinen Dinge im Leben, die einen ganz besonderen Platz im Herzen einnehmen. Im folgenden Artikel erzählen vier Menschen über ihre ganz besonderen Momente in Tirol.

Es gibt sie immer wieder, diese Momente, die man in vollen Zügen genießt und für immer in besonderer Erinnerung behält. Sei es im Alltag, auf Reisen oder in einer Situation, in der man einfach überhaupt nicht damit rechnet. In meinem Artikel erzählen Menschen aus ganz Tirol von genau solchen Momenten. Lasst euch auf eine fantastische Reise nach Tirol ein und freut euch auf unvergessliche Storys.

4 unvergessliche Herzmomente in Tirol

WinterwandernWein auf der Alm? | Pistenretter | Heimatliebe

#lovetirol

Gruppe von Skifahrern in Tirol
Freut euch auf tolle Herzmomente in Tirol! | Foto: Tirol

Winterwandern im paradiesischen Tirol

Marco Seitner ist für einige Jahre als Bergwanderführer im Ausland unterwegs, bis er sich dazu entschließt, in seine wunderschöne Heimat zurückzukehren. Es führt ihn nach Lermoos in Tirol, wo er seine eigene Alpinschule eröffnet und unter anderem Winterwanderungen für Touristen anbietet. „Das war super in dieser Zeit, ich war fast vier Jahre lang nur unterwegs. 

Du hast deine Leute, du hast deine Berge, mit denen du aufgewachsen bist

Aber irgendwann war es genug. Wenn du zurückkommst, dann hast du da deine Leute, du hast deine Berge, mit denen du aufgewachsen bist, da willst du eigentlich nicht mehr weg. Das klingt jetzt gespielt, aber das war wirklich so. Ich bin heim gekommen und hab irgendwann gesagt: Jetzt bleibe ich, jetzt mag ich nicht mehr.“ Absolut verständlich, allein wenn man sich vorstellt, wie Marco durch die unberührte und verschneite Winterlandschaft Tirols wandert und seine Gruppe dabei mit seiner Begeisterung ansteckt.

Tiroler Zugspitzarena, Lermoos
Marco Seitner wandert durch die Tiroler Zugspitz Arena. | Foto: Tirol

Bester Wein auf der Alm

Annemarie Foidl ist leidenschaftliche Almwirtin und Sommelière und kommt aus dem schönen St. Johann in Tirol. Schon mit jungen 21 Jahren hat sie einen besonderen Traum: „Mit 21 Jahren bin ich einmal beim Skifahren in der Gondel gesessen und an der Angerer Alm vorbeigefahren. Die hatten meine Eltern damals verpachtet. Ich dachte mir: ‚Nächsten Winter machst du das‘. Es war einfach Zeit für mich, zu schauen, was ich selber kann.“ Ihre Eltern vertrauen ihr und so kommt es, dass sie sich ihren Traum erfüllt. Heute führt sie gemeinsam mit ihrer Tochter Katharina und ihrem Mann Gerald Weiss als Küchenchef die beliebte Angerer Alm am Kitzbüheler Horn in St. Johann in Tirol, die mit ihrer ausgezeichneten Küche und einem eigenen Weinkeller die Top-Adresse für Feinschmecker und Genießer ist.

Dabei schwärmt die gebürtige Tirolerin nicht nur von ihrem eigenen Lokal, sondern auch vom Weg hinauf zur Alm: „Früher, bevor es das ganze Skitourengehen gegeben hat, habe ich immer zu den Leuten gesagt: Ihr müsst mal in der Nacht zu Fuß hinauf zur Alm gehen, das ist so schön. Das ist mein Nachhauseweg, da glitzern die Schneekristalle so schön, wenn der Mond sie anscheint. Und auf einmal ist Skitourengehen zum Trend geworden. Jetzt haben wir ein Schneemobil. Da muss ich nicht mehr jeden Meter zu Fuß gehen. Aber ich genieße es, wenn ich das machen kann.

Menschen stoßen mit einem Glas Wein an
Genießt das Leben in Tirol! | Foto: Tirol

Traumjob Pistenretter

Werner Haberfellner aus Innsbruck ist Pistenretter und Mitglied der Lawinenkommission auf der Nordkette und somit dafür zuständig, dass Unfallopfer in den Skigebieten rund um Tirol geborgen werden, aber auch, dass die Pisten überhaupt erst für Wintersportler durch Gaskanonen und Sprengseilbahnen befahrbar gemacht werden. „Die schönsten Momente sind, wenn wir einen halben Meter Neuschnee haben, es noch dunkel ist und wir am Kar oben stehen. Es ist noch kein Mensch auf dem Berg. Während wir mit dem Sprengen anfangen, kommt die Sonne raus und alle Gipfel werden angeleuchtet. […] Wir warten, bis es „Bums“ macht, dann reißt es alles mit. Wir sehen oft schöne, große Lawinen. Also richtig große Lawinen.

Wir sehen oft schöne, große Lawinen.

Dass dieser Job einiges abverlangt, dürfte kein Geheimnis sein, doch das eingespielte Team von Werner ist stolz auf seine Arbeit: „Das funktioniert gut und wir sind stolz darauf, dass kein Verletzter lange liegen bleiben muss. Wir haben doch ein recht extremes Gelände hier. Was das Freeriden angeht, ist die Coolness bei den Leuten meistens erst dann vorbei, wenn wir sie aus einer Lawine rausholen. Die meisten haben einen Schock für lange, lange Zeit.

Pistenretter in Tirol
Werner Haberfellner aus Innsbruck ist Pistenretter in Tirol. | Foto: Tirol

Aus Liebe zur Heimat

Heinz Bodner ist ein echter Allrounder: Er ist Hüttenwirt, Gastwirt, Taxiunternehmer, Liftbetreiber, fährt zwischendurch Pistenraupe und setzt sich außerdem gemeinsam mit anderen Engagierten dafür ein, dass Kartitsch zu einem Winterwanderdorf wird. „Wir haben hier in Kartitsch kein großes Skigebiet, es gibt nur eine Piste und den längsten Schlepplift Österreichs. Das war früher eine Sensation, heute begeistert das die Leute nicht mehr, so ändern sich die Zeiten. Aber wir haben überlegt: Wie können wir den Berg beleben? Die Höhenloipe betreiben wir schon seit 15 Jahren, jetzt bieten wir zusätzlich mehr Winterwanderwege an. Eine Piste und eine Bergstation, das ist ja nichts Besonderes. Aber dass man im Wald ein Plateau hat, dass es sieben, acht Kilometer lang ein schönes Gelände gibt und man sich ständig auf 2.000 Höhenmetern befindet, das ist ein Merkmal, das nur wir haben.

Bereits mit jungen 19 Jahren entscheidet er sich gegen eine Stelle als Koch in einem angesagten Salzburger Nobelrestaurant und für seine Heimat, die österreichische Gemeinde Kartitsch. „Diese Arbeit, das Präparieren mit der Pistenraupe, das ist eigentlich mein Hobby. Wenn ich unten im Gasthaus bin, kommen immer Leute, die etwas suchen. Ständig braucht jemand etwas von mir. Wenn ich aber sage, ich gehe jetzt die Loipe und den Winterwanderweg walzen, dann bin ich alleine. Wenn ich über das Plateau fahre, weiß ich ganz genau, zwei Stunden lang habe ich Ruhe. Vielleicht sieht man Rehe, einen Hirsch, man kann Spuren sehen. Du denkst nach, wie schön es ist und du kannst abschalten.“ Klingt ganz schön entspannt.

Heinz Bodner in Osttirol, Kartitsch
Heinz Bodner liegt es am Herzen, dass seine Heimat Kartitsch auch bei Wanderern sehr beliebt ist. | Foto: Tirol

#lovetirol – Teilt euren Herzmoment!

Ihr seid nun ganz heiß auf einen Urlaub im wunderschönen Tirol, mitten im Herzen der Alpen? Dann holt euch in meinen weiteren Artikeln noch etwas Inspiration, lasst euch vom Winterzauber anstecken und nichts wie hin – schnappt euch direkt das passende Angebot. Aber vergesst bitte nicht, eure schönsten Erinnerungen mit der Welt zu teilen. Postet eure besten Schnappschüsse bei Instagram mit dem Hashtag #lovetirol. Habt eine wunderbare Zeit!

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