Hoch in den Norden geht es zu dem Freizeitpark in Deutschland, der die Action gepachtet hat: Der Heide Park Soltau liegt geografisch gesehen genau zwischen Hannover und Hamburg und ist der Freizeitpark, der mit seinem harmlosen Namen wohl schon so manchen in die Irre geführt hat… Denn mit einem schnöden Park in der Heide, mit bunten Blümchen und picknickenden Pärchen gar, hat der Heide Park Soltau nun gar nichts zu tun!

Das kann man zwar auch hier bestaunen und machen, aber eigentlich steht der Name eher für: Spannungsgeladene Action und einen Tag voller Aufregung! So jedenfalls beschreibt meine Leserin Janine ihren Besuch im Heide Park, von dem sie mir in ihrem Heide Park Soltau Erfahrungsbericht mit leuchtenden Augen erzählt hat!Heide-Park-Resort_Attraktion_Big-LoopDer Heidepark hat viele Attraktionen zu bieten, und auch für Familien ist einiges dabei. Doch als wir, eine Truppe Mittzwanziger von immerhin zehn Personen, uns dorthin aufmachten, war uns ganz und gar nicht nach ruhigen Fahrten zumute! Schunkeln mit der „Wichtelhausenbahn“ oder einmal durchschütteln mit dem „Breakdancer“, den man nun mal auch auf jeder Kirmes finden kann, standen nicht gerade auf unserer Liste ganz oben. Unser Ziel war ganz klar: Nervenkitzel! Aus dem ganzen Land schwärmten wir also an diesem Tag zusammen, mit dem einen Ziel, die größtmögliche Action zu erleben. Und, was ich vorweg schon sagen kann: Wir wurden nicht enttäuscht!

 

Das gibt’s zu Entdecken im Heide Park Soltau

Wild Wild West | Das Land der Vergessenen | Transsilvanien | Bucht der Piraten

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Spritzige Fahrt im Mountain Rafting – Wild Wild West

Schon im Eingangsbereich wird man hier fast erschlagen mit den Möglichkeiten: Wir zahlen brav unseren Eintritt, den wir dank Rabattaktion auch noch günstiger bekommen, treten durch die Tore in den Heide Park Soltau ein und wissen erstmal gar nicht, wo wir anfangen sollen. Der Heidepark ist in vier Themenbereiche eingeteilt, und jeder Abschnitt lockt mit seinen besonderen Highlights. „Wild Wild West“, „Land der Vergessenen“, „Transsilvanien“ oder „Bucht der Piraten“, welche Ecke wollen wir zuerst erkunden? Wir fühlen uns wie Eroberer, die ein aufregendes, neues Land entdecken und entscheiden uns, gegen den Uhrzeigersinn zu starten.

Im Bereich „Wild Wild West“ fängt unsere Erkundungstour an. Absolutes Highlight ist hier das „Mountain Rafting“, ein guter Start für einen actionreichen Tag. Sechs Personen passen in ein Boot, sodass unsere Gruppe auf zwei aufgeteilt werden muss und sich gegenseitig noch ein bisschen ärgern kann beim Fahren. Es geht auf einem reißenden Fluss durch Felslandschaften und vorbei an Wasserfällen. Eine holprige Fahrt, bei der wir alle schön nass werden und schadenfreudig mit ansehen können, wie auch unser Partnerboot so einiges abkriegt!

copyright: Uwe Aufderheide, Hamburg, 0172 – 4115115;
Bild: Heide Park Resort, 2015

Desert Race, Colossos – im Land der Vergessenen kommt richtig Fahrt auf

Schnell geht’s ins „Land der Vergessenen“, bei dem wir hoffen, dass der Name nicht für veraltete Attraktionen steht… Aber weit gefehlt! „Desert Race“ steht auf dem Programm, und wir versprechen uns einiges davon: Schon während wir anstehen, können wir lustig entstellte Gesichter unserer Vorreiter auf Monitoren sehen, wie sie offenbar von der Geschwindigkeit überrascht in die Tiefe rauschen. Alles, was bei einer rasanten Fahrt aus den Taschen, vom Schoß oder vom Kopf fallen könnte, muss vorher extra verstaut werden. Und dann geht’s los…

Mit mulmigem Gefühl setzen wir uns in den 20 Personen Wagen und warten noch, dass es losgeht…und werden dann wie aus dem Nichts einfach losgeschossen! Von 0 auf 100 km/h werden wir innerhalb von zwei Sekunden katapultiert und rauschen in Raketenschnelle über die Bretter! Und auch vor uns erscheint am Ende ein Bild, auf dem wir schreiend, mit weit aufgerissenen Augen, den Händen in der Luft und dem Herz in der Hose zu sehen sind.
Ähnlich spektakulär wird es im „Colossos“. Europas schnellste und höchste Holzachterbahn, so heißt es, begrüßt uns mit ratternden Brettern und aufgeregt kreischenden Insassen. 60 Meter hoch geht es bei der Fahrt, und bei 110 km/h denkt man fast, man könnte fliegen!

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Bild: Heide Park Resort, 2015

Klopfende Herzen in Transsilvanien – mit der Scream 71 Meter in die Tiefe

Jetzt haben wir alle aber so langsam schon richtig großen Hunger. Rasante Fahrten, aufregende Geschwindigkeiten – das alles macht natürlich hungrig. Doch obwohl das Angebot groß ist und Buden wie „Schnitzel am Limit“ oder der „Dämonengrill“ sehr verlockend klingen, suchen wir uns ein paar Bänke und bleiben bei den Leckereien, die wir uns vorher zubereitet haben. Eine Pommes darf zwar auch hier nicht fehlen, doch mehr ist uns schlichtweg zu teuer.

Nicht gespart wird aber an den Attraktionen, die sich in „Transsilvanien“, dem dritten Themengebiet, das wir besuchen, häufen! Nach den ganzen Achterbahnen entscheiden wir uns, diesmal mit dem „Scream“ zu starten. Das ist ein 103 Meter hoher Turm, an dem man mit seinem Sitz entlang in die Tiefe fällt. Ein absolutes Highlight, das ich mir als Adrenalin-Junkie nicht entgehen lassen will! Doch hier trennt sich jetzt die Spreu vom Weizen: Die Attraktion „Scream“ ist nämlich ganz und gar nichts für zart besaitete. Und so traut sich auch ein Teil unserer Gruppe gar nicht erst rein – sie gehen in das „Screamie“, den 12 Meter hohen kleinen Bruder nebenan, in den auch Kinder ab 3 Jahren schon rein dürfen. Da werden sie zwar von den Umstehenden ausgelacht, dafür rutscht das Herz aber bei der Abfahrt nicht so tief in die Hose! ;)

copyright: Uwe Aufderheide, Hamburg, 0172 – 4115115;
Bild: Heide Park Resort, 2015

Für uns Mutige geht’s hinein in den Turm. Langsam werden wir nach oben gefahren, wir können das Holidaycamp nebenan sehen und die Landschaft um uns herum genießen. Bis das Fahrgeschäft anhält und quälende Sekunden vergehen, in denen wir gar nicht wissen, wann es jetzt genau losgeht. Doch sobald man sich in Gedanken etwas anderem widmet – schießt man los! Ab geht’s in die Tiefe, und das in einem Affenzahn! Die Haare fliegen, das Herz setzt einen Schlag aus. Mir bleibt mein Entsetzensschrei direkt im Hals stecken, und als wir unten ankommen, will ich sofort wieder hoch!

Rasante Fahrten gibt’s in der Bobbahn und im Limit

Schweizer Bobbahn“, das hört sich nach einem harmlosen Spaß an. Doch schon wenn man davor steht, rauschen die Wagen in einem ziemlichen Tempo an einem vorbei. Besonders für Pärchen eine kleine Probe: Hält die Liebe in dem Pärchensitz der schnellen Wagen stand? Es geht durch rasante Links- und Rechtskurven sowie hoch und runter. Und am Ende war die Bobbahn vielleicht nicht das große Highlight des Parks, aber wir sind trotzdem begeistert, einmal so schön durchgeschleudert worden zu sein.

„Wo bin ich? Schon am Limit?“ Ja, P-O-W zum E zum R stimmt auch hier hundertprozentig! Ein ganz besonderes Highlight des Heideparks Soltau ist die Hängeloopingbahn, bei der man mit 80 km/h durch etliche Loopings, Kurven und über Kopf fährt. Der Kopf haut rechts und links gegen den Sitz, als der Wagen mit mir durch die Kurven brettert. Die Beine baumeln dabei frei in der Luft, sodass ich mich ziemlich ausgeliefert fühle. Noch eine Schraube, noch ein Salto, dann die Abschlussbremse. Langsam tuckern wir zurück zur Ausgangsposition und wundern uns noch, was da gerade über uns hereinbrach, da stehen wir auch schon wieder davor. Kurz war die Fahrt, aber heftig!

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Bild: Heide Park Resort, 2015

Und heftig verspricht auch das letzte Highlight „Transsilvaniens“ zu werden. Dementsprechend respektvoll nähern wir uns dem „Flug der Dämonen“, der allerneusten Großattraktion im Heidepark, deren Schienen schon hoch über uns thronen. Da das Fahrgeschäft das neuste im Park ist, muss man hier schon ein bisschen länger anstehen, doch haben wir uns ja vorgenommen, jeden Nervenkitzel auszutesten. Und wir werden auch nicht enttäuscht: Mit einer wahnsinnigen Geschwindigkeit von 100 km/h und sage und schreibe 4 g rauscht Deutschlands erster Wing Coaster mit uns dahin. 4 g, das heißt mit dem Vierfachen meines Körpergewichts werde ich in den Sitz gepresst und ordentlich herumgeschleudert! Menschen mit Herz- oder Bluthochdruckproblemen dürfen die Achterbahn gar nicht erst betreten, und ich weiß auch warum: Die atemberaubende Geschwindigkeit, zusammen mit den Kräften, mit denen wir herumgeschleudert werden – es scheint tatsächlich, als gäbe es hier Dämonen, die mit uns machen was sie wollen. Denn über unsere Körper haben wir definitiv alle Kontrolle verloren!

Durch die Bucht der Piraten und dann nach Hause

Gut, dass wir einen Besuch des „Flug der Dämonen“ an das Ende unseres Besuchs im Heide Park Soltau gestellt haben. Denn danach kann es definitiv nicht mehr besser werden. Ein Besuch der „Bucht der Piraten“, dem vierten und letzten Themenbereich und eine Fahrt mit der berühmt berüchtigten „Krake“ lassen wir uns natürlich dennoch nicht entgehen. Uns rutscht noch einmal gehörig das Herz in die Hose, als wir wie losgelassen mit dem Fahrgeschäft in die Tiefe sausen und es so aussieht, als würden wir direkt in den Schlund der schrecklichen Krake fallen!

Völlig erschlagen, aber glücklich treffen wir uns vor dem Ausgang und müssen uns erstmal setzen. Wir zählen durch – es sind alle da! Jeder hat es aus dem Schlund der Krake wieder herausgeschafft, und ein paar Snacks sind auch bis zum Schluss erhalten geblieben. Wir sind uns einig: Unseren Nervenkitzel haben wir bei diesem aufregenden Ausflug auf jeden Fall bekommen! Wir sind von einer atemberaubenden Attraktion zur nächsten gelangt und jetzt für die Heimfahrt zwar total müde, aber glücklich. Gerne wieder!

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Bild: Heide Park Resort, 2015

Noch zu wissen, bevor es in den Heide Park Soltau gehen kann

Die Freizeitparksaison im Heide Park Soltau beginnt am 28.03.2015. Ab da hat der Freizeitpark bis zum 01.11.2015 jeden Tag ab 10 Uhr geöffnet, die Kassen sind schon um 9 Uhr geöffnet. Generell ist der Park dann bis 17 Uhr abends offen, an Wochenenden und Feiertagen auch schon mal bis 18 Uhr oder sogar 21 Uhr. Die genauen Öffnungszeiten könnt ihr dem Kalender der Homepage entnehmen. Der Eintritt für den Heidepark beträgt für ein Tagesticket für Erwachsene und Kinder ab 12 Jahren 44€; für Kinder im Alter von 4 – 11 Jahren 36€; für Kinder unter 4 Jahren ist der Eintritt kostenlos. Achtung: Die Preise sind bedeutend niedriger, wenn ihr die Tickets online bucht.

Noch nicht genug?

Beitragsbild: HeidePark Resort, 2016