Einige von euch kennen sie vielleicht bereits aus dem James Bond Erfolg „Skyfall“, andere wiederum sind beim ersten Anblick erstaunt und vielleicht beängstigt zugleich. Die Rede ist von der verlassenen Insel Hashima, einem außergewöhnlichen Ort in Japan, der wirkt, als wäre er frei erfunden. Doch die besagte Insel wurde nicht etwa als Filmkulisse erschaffen, sondern es gibt sie tatsächlich. Sie befindet sich etwa drei Kilometer südwestlich von Takashima und gehört zur japanischen Stadt Nagasaki. Die Japaner nennen sie gerne auch Gunkanjima, was übersetzt so viel bedeutet wie „Kriegsschiff-Insel“. Als der unterseeische Kohleabbau auf Hashima im Jahr 1974 eingestellt wurde, flüchteten die Bewohner der Insel schlagartig. Seitdem prägen vor allem verfallene Betonklötze, verrottete Treppen und verlassene Innenräume das Bild dieser Insel. Sie erinnern an eine Zeit, in der Menschen dicht an dicht lebten, in der es keinen Platz für Friedhöfe gab, und somit Leichen einfach ins Wasser geworfen wurden. 35 Jahre lang war es untersagt, Hashima zu betreten. Heute hingegen könnt ihr euch auf die Spuren der Geister-Insel machen, auf die Spuren von James Bond und eine spannende Bootstour nach Hashima buchen. Na, wer möchte? ;)

Bereits aus der Ferne wirkt die Insel ganz schön geheimnisvoll…

 

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Dass hier tatsächlich mal Menschen gelebt haben sollen…

 

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… kann man sich heute kaum noch vorstellen!

 

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Überreste aus Beton und Stahl prägen das Bild dieser Geisterinsel

Doch es sind nicht nur die Überreste, die den Ort so gruselig erscheinen lassen. Blickt man auf die Geschichte dieser Insel zurück, ist diese mindestens genauso unheimlich, wie der Anblick dieser verlassenen Insel. Während des Zweiten Weltkriegs mussten koreanische und chinesische Zwangsarbeiter die Arbeit von japanischen Kräften ersetzen, die an die Front geschickt wurden. Dabei waren die Arbeitsbedingungen in den mehrere Meter tiefen vergasten und einsturzgefährdeten Tunneln alles andere als menschlich. Man schätzt, dass während dieser schrecklichen Zeit rund 1300 Menschen ums Leben gekommen sind. Einige sollen sogar verzweifelt versucht haben, davon zu schwimmen…

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Die Natur erobert die ausgestorbene Insel zurück

 

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Hashima – die „Kriegsschiff-Insel“

 

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Wie bereits erwähnt, diente die Insel als Inspiration für den James Bond Film „Skyfall“ und war quasi das Versteck des Gegenspielers Raoul Silva. Ein Teil der Kulisse musste allerdings im Studio nachgestellt werden, da bei einigen maroden Gebäuden die Einsturzgefahr doch zu hoch war. Hier ein kleiner Ausschnitt des Films:

 

Und, was sagt ihr zu dieser verlassenen Insel? Würdet ihr gerne mal dort hin oder schaut ihr euch die Insel dann doch lieber im James Bond Film oder auf Bildern genauer an? Übrigens: Seit Juni 2013 könnt ihr euch die Insel sogar per Google Streetview anschauen.