Ab in den Urlaub, aber auf euer geliebtes Hanfpflänzchen möchtet ihr nicht verzichten? Keine Sorge! Für alle „Entspannten“ unter euch, und die, die es noch werden wollen, gibt es jetzt einen Ort, an dem ihr auf nichts mehr verzichten müsst: Ab mit euch nach Colorado!

Denn in Colorado ist das Kiffen seit einem Jahr ganz offiziell erlaubt – und der Hasch-Tourismus boomt! Wo zuvor nicht ganz so vieles die Massen aus anderen Staaten der USA oder aus Ländern der ganzen Welt angezogen hat, gibt es jetzt eine ganz neue, sehr wirksame Faszination: Legales Marihuana! Souvenirs, Bustouren, Kochkurse, Süßigkeiten – tobt euch aus!

camping trip

Der Hasch-Tourismus blüht in Colorado, USA

Neue Souvenirs haben innerhalb eines Jahres die alten Mitbringsel wie Espenblätter oder Abbilder der Skifahrer von Aspen abgelöst. Heute findet man in den Souvenirshops eher Tassen und Socken mit aufgedrucktem Hanfblatt, oder Topflappen und Kühlschrankmagneten in Hanfform. Dazu gibt es Feuerzeuge in psychedelischen Farben und, an anderen Stellen, die kleinen, berühmten Tütchen…

Als Tourist darf man in dafür vorgesehenen Läden sieben Gramm Hasch kaufen (Einheimische sogar 28 Gramm), wenn man mindestens 21 Jahre alt ist und das Kiffen auf drinnen beschränkt. In der Öffentlichkeit darf nicht gekifft werden, da nehmen es die Behörden ganz genau!

Foto: DEREK R. HENKLE / AFP
Foto: DEREK R. HENKLE / AFP

Und wer keine Lust auf’s Rauchen hat – kein Problem! „Gras“ gibt es hier in jeglichen Formen und Farben. Niedliche Gummibärchen, leckere Schokolade, einen Smoothie oder Vaporizer (die moderne Variante der immer noch sehr beliebten „Bong“ zum Inhalieren) gefällig? Wonach euch auch immer der Sinn steht – wenn er mit Haschisch zu tun hat, seid ihr hier richtig. So manche Geliebte hat wohl zum Valentinstag auch eher ein zartes Hanfpflänzchen bekommen anstatt der schnöden roten Rosen!

Dazu gibt es Kochkurse für die Verwendung von Hanf und auch Yogakurse für die „ultimative Entspannung“. Und Bustouren, bei denen gekifft werden darf – die Fenster müssen aber geschlossen bleiben. Hier kann man als Touri derweil uuultra entspannt von einer Sehenswürdigkeit zur nächsten schaukeln.

High Times in Colorado: Nicht alle sind berauscht von der Idee

Aber nicht alle in Colorado sind so begeistert vom Kiffertourismus, wie es zunächst den Anschein hat: Offizielle Tourismusbehörden fürchten um das saubere Image Colorados. Zu groß sei der Rummel um „die Kifferei“ geworden. Am Flughafen wurden die entsprechenden Souvenirs daher schon verbannt. Es soll auch strengere Kontrollen geben, was das Mitnehmen von Drogen im Flugzeug angeht. Da darf kein Krümelchen mehr übrig bleiben!

Auch will man nicht überall solche Touristen herumlaufen sehen. Es gibt Tricks, wie sich die einzelnen Gemeinden vor den „Kiffertouris“ beschützen wollen: Zwar ist der Konsum ganz offiziell erlaubt, aber der Verkauf kann von den einzelnen Gemeinden verboten werden. In mehr als 80 ist das schließlich auch der Fall, und nur in 43 „Counties“ kann man Haschisch überhaupt kaufen. Dafür lässt sich mit der „grünen Brille“ aber gutes Geld verdienen. Bei 400 USD für die 28 Gramm Hasch gehen 60 USD an Steuern ab – so flossen im letzten Jahr schon 60 Millionen USD in die Staatskasse! Dann lässt es sich doch ein bisschen besser aushalten! ;)