An der Türkischen Riviera im Süden der Türkei hat man die Möglichkeit an kilometerlangen feinen Sandstränden mit klarem blauen Meer zu relaxen. Auch die meist riesigen und schönen Poolanlagen der Hotels sorgen dafür, dass man so richtig die Seele baumeln lässt. Entspannen lässt es sich in der Türkei super gut, denn unter anderem lädt das traditionelle Hamam ein, alle Sorgen und Verspannungen hinter sich zu lassen. Besonders verbreitet ist es in muslimisch geprägten Ländern, so wie es auch in der Türkei schon eine Tradition geworden ist. Früher wie heute ist es ein Ort des sozialen Austausches und der rituellen Reinigung.Wer sich schon mal bei einer Hamam-Massage verwöhnen lassen hat, kennt deren Vorzüge und wird nur gutes berichten.

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Was ist eigentlich Hamam und was steckt dahinter?

Unter Hamam versteht man ein türkisches orientalisches Baderitual, indem man Räume mit unterschiedlichen Temperaturen durchläuft. Das ist wichtig damit sich der Kreislauf langsam an immer höher werdende Temperaturen und an die Luftfeuchtigkeit gewöhnen kann und somit Körper und Geist entspannen können.

Der erste Raum, den man betritt, nennt sich „Maslakh“ und ist ein Ruheraum. Durch diesen gelangt man dann in den „Sogukluk“. Hier liegt die Temperatur schon zwischen 30°C und 40°C und man kann sich mit einer Bürste sanft massieren lassen. Das eigentliche Dampfbad erfolgt im nächsten Raum dem „Halvet“ mit einer Raumtemperatur von 45°C bis 50°C und einer Luftfeuchtigkeit von 65 Prozent. Der Badegast darf sich dann auf ein beheiztes Podest welches in der Türkei „Göbbek“ heißt, legen und eine Schaum- und Rubbelmassage genießen. Durch die Wärme des Marmorpodests lockern sich die Muskeln im Körper und die Hautporen können sich öffnen.

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Foto: Sandratsky Dmitriy / Shutterstock.com

Der „Tellak“, also der Hamam-Meister, führt das Reinigungsritual durch, in dem man zunächst kräftig massiert wird und dann mit einem Handschuh aus Ziegen-,Seiden- oder Kokosfaserhaar alte Hautschuppen abgerubbelt werden. Hinzu kommen Wassergüsse über den Körper die mal kühl und erfrischend und mal warm sind, damit die Durchblutung im Körper angeregt wird. Die Schaum-Massage wird mit einem kleinen Leinen-Sack durchgeführt, der in Seifenlauge getaucht wird. Der Hamam-Meister bläst oder schlägt den Sack dann auf und drückt ihn anschließend über dem Badegast aus, sodass dieser unter einem Berg voll Schaum liegt. Dann wird der Körper mit dem Schaum massiert und durchgeknetet. Nach der Massage verweilt man in einem Ruheraum, bekommt einen typisch türkischen schwarzen Tee gereicht und man darf sich auf einer Liege noch etwas entspannen.

Die Mischung aus Wärme, Dampf und Massage löst alte Hautschüppchen und Verspannungen im Körper. Durch den Peeling-Effekt und die danach glatte Haut, empfiehlt es sich den Hamam-Besuch auf den Anfang des Urlaubs zu legen. So hat man eine schöne und vor allem gleichmäßige Bräune. Einem entspannten Urlaub steht dann nichts mehr im Wege.

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Wo gibt es Hamam-Behandlungen?

Hamam-Behandlungen werden besonders in touristischen Gegenden vermehrt angeboten. Fast jedes Hotel besitzt ein eigenes Spa aber auch an Strandpromenaden gibt es oft Wellness-Center mit Hamam. Hier lohnt es sich die Preise zu vergleichen, denn diese können stark variieren. Oft kann man auch in andere Hotels gehen um eine Behandlung zu genießen.

Zwar muss man für einen Hamam-Besuch heutzutage nicht mehr bis in die Türkei reisen, da sich das türkische Bad auch bei uns schon etabliert hat, aber auf die traditionelle Art und mit dem dazugehörigen Urlaubsflair ist es dann doch noch viel entspannender. Die Räume sind orientalisch gestaltet und durch entspannende Düfte und Wärme herrscht eine angenehme Stimmung.