Weit über 100 Millionen Tonnen Plastikmüll schwimmen in unseren Ozeanen umher und zerstören unsere Meere langsam. Die Folgen sind traurig: Tiere verenden, Ökosysteme werden zerstört, das Plastik landet über Umwege sogar in unserer Nahrung. Wie jeder von uns ein bisschen was tun kann, um der Verschmutzung Einhalt zu gebieten, und wie die Prognosen der Forscher aussehen, das lest ihr jetzt in meinem Bericht.

2006 startete Greenpeace die größte Expedition in der Geschichte der Naturschutzorganisation. Ziel der sogenannten SOS Weltmeer Tour war es, die Verschmutzung der Weltmeere und deren unmittelbare Folgen aufzuzeigen. Die Expedition dauerte mehr als ein Jahr und führte den Forschern die Mammutaufgabe vor Augen. Sie stellen sich seitdem die Frage, wie das Plastik, welches sich erst nach Hunderten von Jahren zersetzt, aus unseren Ozeanen entfernt werden kann und wie die zukünftige Verschmutzung der Weltmeere effektiv verhindert werden könne. Immer noch landen jährlich bis zu 10 Millionen Tonnen des Mülls in den Ozeanen unserer Erde. Es werden sogar immer wieder gigantische Inseln aus Müll entdeckt.

Schnorcheln im Roten Meer

Greenpeace gegen Meeresmüll

Den kompletten Plastikmüll einfach wieder aus den Ozeanen zu fischen, ist übrigens so gut wie unmöglich, da der Großteil des Mülls bereits bis auf den Meeresboden abgesunken ist. Neben dem für die Meerestiere gefährlichen Plastikmüll sorgen sich die Forscher um die schädlichen Giftstoffe, die in dem Müll enthalten sind umso mehr. Bereits die kleinsten Lebewesen nehmen diese auf und transportieren so die giftigen Substanzen auch in unsere Nahrungskette. Wir sollten uns vor Augen führen, dass wir mit dem unbedachten Kauf von Plastiktüten und Verpackungen in Kauf nehmen, dass die Verschmutzung weitergeht. Die Zerstörung der Weltmeere und der Ökosysteme führt zwangsläufig auch dazu, dass wir irgendwann nicht nur unsere Lieblingsstrände und Inseln zerstören, sondern die Grundlage für unser gesamtes Leben. Den Forschern ist es wichtig, die Menschen für dieses wichtige Thema zu sensibilisieren und realisierbare Lösungen aufzuzeigen.

Delfine im Roten Meer, El Gouna

Jeder von euch kann mithelfen

Wie gesagt: Jeder von uns kann ein Teil dieser Lösung werden, denn je mehr Plastikmüll verursacht wird, desto mehr landet davon auch in unseren Meeren. Deshalb haben Länder wie Tansania und Bangladesch bereits ein generelles Verkaufsverbot für Plastiktüten eingeführt. Was seit einigen Jahren schon in Schottland und Wales ganz normal ist, wurde in diesem Monat nun auch in England eingeführt – eine gesetzliche Gebühr für Plastiktüten. So müsst ihr dort für jede Tüte, egal in welchem Laden ihr einkauft, eine Gebühr von 5 Pence, also etwa 7 Cent bezahlen. Nicht sehr viel Geld, aber auf Dauer gewöhnt man sich schnell an, immer einen Jutebeutel dabei zu haben. Papiertüten oder wiederverwendbare Beutel sind in jedem Fall die umweltfreundlichere Variante. Die Hoffnung der Umweltschützer ist, dass noch mehr Länder mitziehen und den alltäglichen Konsum von Plastik deutlich reduzieren. Wenn wir alle versuchen den Einsatz von Plastik zu verhindern und unseren Müll stets richtig entsorgen, tun wir schon einiges für die Umwelt. Wer mehr über die Verschmutzung der Weltmeere und die Aktionen von Greenpeace wissen möchte, kann sich als Meeresschützer bei Greenpeace eintragen. Nach erfolgreicher Registrierung könnt ihr zum Beispiel verschiedene Petitionen unterschreiben und euch durch den Newsletter auf dem Laufenden halten.

Auch das umweltbewusste Reisen ist ein Thema, das mir sehr am Herzen liegt. Ich habe in meinem Bericht zum Green Traveling bereits alle wichtigen Tipps & Tricks für euch zusammengefasst. Wenn wir alle ein bisschen mehr auf unsere Umwelt achten, können wir die schönen Plätze dieser Erde noch länger bewahren und auch die Tierwelt schützen. Das kommt uns am Ende auch wieder zu Gute. Wie ist eure Meinung zu diesem Thema?