Die bekannten Google Glasses sollen die Welt revolutionieren. Ein Mini-Computer, an einem Brillenglas befestigt, möchte die Arbeit, den Alltag und das Leben erleichtern. Die Brille kann sprechen, einfache Befehle befolgen und außerdem als Trainingshilfe und mobiler Computer dienen. Das aus dem Auto bekannte Head-Up Display, das hier verbaut wurde, sorgt dafür, dass die Besitzer einer solchen Brille nicht mehr auf den Bildschirm ihres Smartphones blicken müssen, um sich im Internet über Aktuelles zu informieren. Alle spannenden News und natürlich auch der Kartendienst Google Maps sind durch die Brille zu sehen. Die Brillen sind Allround-Talente – sogar am Flughafen London-Heathrow werden sie schon getestet.

Wer auf Reisen ist, kann sich mit der App Field Trip anhand der genauen GPS-Daten alle Infos zum jeweiligen Aufenthaltsort liefern lassen. So sind Besitzer der Google Glasses immer bestens über Sehenswürdigkeiten und denkwürdige Orte informiert. Auf der Webseite der spacigen Brille können Interessierte schon jetzt einige Videos finden, die einen ersten Eindruck der großen Möglichkeiten geben, die Nutzer der Glasses jetzt haben. Unter dem Hashtag #throughglass findet man sowohl bei Twitter als auch bei Instagram tolle Fotos und Videos, die eigentlich ganz alltägliche Dinge zeigen, die erst durch die besondere Perspektive und eben dadurch, dass sie spontan im Bild festgehalten wurden, zu etwas besonderem werden.

Casey Neistat mit google Glasses
Quelle: Youtube Casey Neistat

Filmemacher Casey Neistat testet Reisetauglichkeit der Google Glasses

Bei einer Reise durch Europa testet Casey Neistat die Google Glasses auf ihre Alltagstauglichkeit. Sein Trip beginnt in den USA. Schon die Taxifahrt zum Flughafen dokumentiert Casey und alle Vorgänge, die einen Passagier bis zum Abflug erwarten, bekommen Zuschauer hier direkt mit. Schon bei der Sicherheitskontrolle wird er zum ersten Mal auf die Google Glasses angesprochen.

Sein Weg führt ihn in die obere Etage eine Jumbo-Jets, wo er es sich für den langen Flug Richtung Barcelona bequem macht. Für das obligatorische Selfie braucht Casey mit der Computer-Brille einen Spiegel.

Beim Umsteigen in den nächsten Flieger bemerkt er das erste große Manko der Gläser – die Batterie des kleinen Computers hält nämlich nur rund 45 Minuten. Danach muss die Brille an die Ladestation.

Auch Oscar-Regisseur Tom Hooper ist begeistert

Casey ist dienstlich in Barcelona und London. Sogar als er einen Vortrag in einem Saal von Zuschauern hält, ist der Zuschauer direkt mit dabei. Während er so durch Barcelona läuft, wird ein großer Vorteil der Brille sofort klar – hat man die Google Glasses auf der Nase, benötigt man keine zusätzliche Kamera mehr. Allerdings stellt Casey auch relativ schnell fest, dass er mit der etwas sperrigen Brille immer ein wenig nerdig aussieht.

Die Leute um ihn herum scheinen sich am ehesten für die Kamerafunktion zu interessieren. Der Oscar-Gewinner Tom Hooper möchte die Brille bei einem Event in London sogar sofort selbst testen.

Eindruck machen die Google Glasses also auf jeden Fall. Wer sie selbst ausprobieren will, kann sich jetzt sogar sein eigenes Exemplar zulegen. Um die Gläser vorher einmal zu testen, bietet sich ein Besuch in einem Basecamp in San Francisco, New York oder Los Angeles an. Hier kann jeder einen Termin vereinbaren und sich von Experten beraten lassen.