Im April beschließt der Japaner Jun Kuwabara, die Welt zu bereisen. Sein Interesse an den unterschiedlichen Kulturen und Mentalitäten bringt ihn auf eine ungewöhnliche Idee, mit der sich auch noch das nötige Kleingeld verdienen lässt. Denn er will nicht nur reisen, sondern dabei etwas Produktives tun. Dem gelernten Friseur ist schnell klar, welches Utensil auf der lagen Reise nicht fehlen darf – seine Schere und ein Kamm. Die Idee ist geboren: In den Monaten seit April bemüht sich Jun, insgesamt 1000 Menschen die Haare zu schneiden und seine Arbeit sinnvoll mit seiner Reise zu verbinden.

Willige Teilnehmer findet er immer recht schnell. Schon während er in der jeweiligen Stadt herumfragt, welche Location sich am besten eignet, bieten sich in den meisten Fällen schon Freiwillige an, die sich über einen neue Frisur freuen. Egal ob auf einem Marktplatz, einem Hinterhof oder doch an einer Einkaufsstraße, Jun findet immer glückliche Kunden. An den meisten Tagen bleibt es nicht bei einem einzigen Kunden, denn nachdem die Zuschauer die ersten fertigen Haarschnitte begutachtet haben, reihen sie sich schnell in die Schlange der Interessenten ein. Der Preis richtete sich stets nach dem, was Juns Kunden bezahlen können. Manchmal lädt ihn auch der eine oder andere Kunde einfach zu einem Bier ein. Seit Anfang April führte ihn sein Trip auf die Philippinen, nach Kambodscha, Vietnam und Thailand. Er hat aber vor, noch viel weiter zu reisen. So stehen innerhalb dieses einen Jahres auch noch Malaysia, Nepal, Indien und Europa und Nord- und Süd-Amerika auf dem Plan.

Jun Kuwabara schneidet 1000 Kunden auf seiner Weltreise die Haare

Ich verfolge Juns Reise schon seit einigen Wochen bei Instagram und Facebook und will euch die schönsten Posts nicht vorenthalten. Sogar Instagram selbst hat den Haarstylisten und sein Profil vorgestellt. Das hat ihm innerhalb weniger Stunden einen wahren Follower-Boost beschert. Er selbst freut sich über die virale Aufmerksamkeit, aber viel wichtiger ist ihm der direkte Kontakt zu den Menschen, der ihm dank seiner öffentlichen Haarschneide-Sitzungen garantiert ist.

Hier kommen ein paar Impressionen von Juns bisheriger Reise:

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Hier frisiert Jun seine jungen Kunden einfach im Vorgarten eines Hauses. Der weiße Haarschneideumhang ist immer mit dabei.

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Bei jeder Session hat Jun viele Zuschauer. Das ist auch keine Wunder, denn schließlich kommt es nicht alle Tage vor, dass jemand mitten auf der Straße frisiert wird.

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Nicht nur Einheimische kommen in den Genuss der Schere des Haarprofis. auch Backpacker auf Weltreise sind seine Kunden.

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Dieses Bild hat mich sofort überzeugt. In der kambodschanischen Stadt Siem Reap, der Stadt direkt am Weltkulturerbe Angkor Wat, frisiert Jun Kinder in einem Waisenhaus. Die Kinder freuen sich über die Aufmerksamkeit.

Ihr könnt Jun Kuwabara auch bei Facebook folgen. Vielleicht kommt er ja wirklich nach Europa, dann trefft ihr ihn eventuell in der Fußgängerzone eurer Stadt. Dann steht einem Haarschnitt an der frischen Luft nichts mehr im Wege…