Die Deutsche Post muss sich künftig von ihren Fernbussen trennen. Bereits ab dem 01. November diesen Jahres sollen die Postbus-Linien in das Netz von FlixBus integriert werden. Lest hier alle wichtigen Informationen rund um die Fusion.

Am heutigen Mittwochmorgen wurde die Nachricht auf der Webseite des Fernbusunternehmens FlixBus offiziell bestätigt: Der deutsche Fernbus-Riese, der erst im vergangenen Jahr mit MeinFernbus fusionierte, übernimmt nun auch das Fernbusgeschäft der Deutschen Post.

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FlixBus übernimmt Postbus – „Ein Produkt für alle Zielgruppen“

Das Ziel, das der führende deutsche Fernbusanbieter mit dieser Übernahme verfolgt, dürfte klar sein: man möchte die Positionierung im deutschen Markt stärken. Doch langfristig sollen natürlich auch die Kunden davon profitieren. Ziel sei es, den Reisenden eine starke Alternative zum Individualverkehr zu bieten, so FlixBus in einem aktuellen Pressestatement.

Erst im Jahr 2013 als deutsches Startup Unternehmen gestartet, bietet der Fernbusanbieter mittlerweile bereits 100.000 Verbindungen zu rund 900 Zielen in 20 europäischen Ländern an. Das Fernbusgeschäft der Deutschen Post betreibt aktuell Fernbuslinien zu 120 verschiedenen Zielen innerhalb Deutschlands und in Nachbarländer.

FlixBus Gründer und Geschäftsführer André Schwämmlein äußert sich zu der Fusion wie folgt: „Postbus und FlixBus sind beide Qualitätsanbieter, haben aber bisher unterschiedliche Kundensegmente angesprochen. Wir möchten jetzt ein Produkt für alle Alters- und Zielgruppen bieten.“ Darüber hinaus möchte FlixBus bis Ende des Jahres auch das regionale Angebot in Deutschland verstärken, sodass auch Kleinstädte, die bisher noch keinen Fernbus-Anschluss hatten, davon profitieren. „Mit dem Erwerb des Postbus-Angebots stärken wir nun bewusst unser Kerngeschäft in Deutschland“, so der Geschäftsführer.

Mit dem FlixBus quer durch Europa

Im vergangenen Jahr nutzten sage und schreibe 20 Millionen Reisende den FlixBus quer durch Europa und bereits in diesem Jahr rechnet man mit einem Fahrgastzuwachs von nochmals 50 Prozent. Viele Reisende greifen gerade aus kostentechnischen Gründen auf diese Alternative zurück, aber auch nicht zuletzt aufgrund des Komforts, auf den immer mehr Wert gelegt wird. Check-in und Buchung per Smartphone, ein GPS-Livetracking der Busse und ein dynamisches Preissystem gehören zur Strategie des großen Fernbus-Anbieters – und genau mit dieser Strategie unterscheidet er sich von seinen Wettbewerbern.