Langstreckenflüge können echt mühsam sein – der Entspanntheitsgrad während des Fluges steht und fällt mit dem Komfort während der Reise. Wie mein Langstreckenflug mit Emirates nach Chiang Mai in Thailand war, was ihr an Bord erwarten könnt und wie es über den Wolken schmeckt, lest ihr hier.

Endlich geht es los – Nordthailand ruft. Für das weltberühmte Yi Peng oder auch Loy Krathong Festival geht es nach Chiang Mai. Die Stadt gehört zu den absoluten Highlights im Norden und bezaubert mit fantastischen Tempelanlagen, dichtem grünen Dschungel und einer wuseligen Innenstadt. Während des Laternenfestes herrscht hier eine ganz besondere Stimmung: Die bunten Lichter in den Straßen leuchten am Abend in kräftigen Farben und auf dem Mae Ping River schwimmen Blumengestecke.

Um diese einzigartige Stimmung einzufangen, habe ich mich also auf den Weg gemacht und nehme euch mit auf den Flug von Düsseldorf über Dubai und Bangkok nach Chiang Mai.

Emirates im Urlaubsguru Check

Check-in & Boarding | Entertainment | Essen | Wifi

Zwischenstopp Dubai | Zwischenstopp Bangkok | Fazit & Video

Entspannter Flug mit Emirates

Start meiner Reise ist der Airport in Düsseldorf. Hier checke ich mein Gepäck ein und bin erleichtert, als mir das Bodenpersonal am Schalter mitteilt, dass ich meinen Koffer erst in Chiang Mai wieder abholen muss.

Guru Tipp:

Nehmt ein Nackenkissen mit. Um euren Rücken zu schonen, solltet ihr bei langen Flügen unbedingt ein Kissen in den Rücken legen, um die untere Wirbelsäule zu stabilisieren. Das andere könnt ihr dann zum Schlafen nutzen. Dieser Trick sorgt dafür, dass ihr auch lange Flüge ohne Probleme übersteht.

Emirates kooperiert mit Bangkok Airways und sorgt so dafür, dass ich mich erst bei meiner endgültigen Ankunft wieder um mein Gepäck kümmern brauche. Nach kurzer Zeit am Gate steige ich dann ein. Ein riesiger Airbus A380 wartet auf mich. Ich habe im Vorfeld nicht online eingecheckt – die Plätze, die ich zugewiesen bekomme,  liegen weit hinten im Flugzeug und der Platz neben mir bleibt frei. Auf dem Platz warten Kopfhörer, ein Kissen und eine Decke auf mich – das ist bei Emirates in der Economy Class Standard.

Der Innenraum des Airbus A380 von Emirates
Foto: iStock.com / Teamtime

Das Entertainment

Ich richte mich gemütlich ein und starte ICE, das Entertainment-System an Bord. Hier gibt es ein wirklich cooles Feature – während des Fluges kann man die Maschine aus gleich drei unterschiedlichen Perspektiven beobachten. Für den Start schalte ich die Kamera am Boden des Flugzeugs ein – so kann ich uns selbst am Gang spektakulär abheben sehen.

Danach stöbere ich in den unterschiedlichen Playlists der besten Filme und entscheide mich zur Einstimmung auf Thailand für einen asiatischen Familienfilm. Es gibt übrigens die Möglichkeit, sich seine eigene Favoriten-Liste zusammenzustellen, die man dann im Laufe des Fluges nacheinander schauen kann. Die riesige und vor allem kostenlose Auswahl an Filmen, Serien, Audio-Angeboten und Live-TV ist wirklich perfekt und längst nicht mehr selbstverständlich. Bei vielen anderen Airlines muss man dafür mittlerweile extra zahlen oder hat im schlimmsten Falle gar keinen eigenen Bildschirm mehr am Platz. Dann wird ein Langstreckenflug zu einer wirklich langweiligen Angelegenheit.

Emirates hat übrigens häufig Filme im Angebot, die gerade erst im Kino liefen – wenn ihr es also dort nicht rechtzeitig geschafft habt, einen Blockbuster zu sehen, könnt ihr diesen mit etwas Glück auf eurem Flug anschauen. Hier habt ihr keine Ablenkung und könnt euch ganz der Story widmen.

Passagiere und Sterwardess auf einem Emirates Flug
Foto: Emirates

Das Essen

Nach dem Abheben reicht mir das Flugpersonal das Menü des Tages. Anders als bei anderen Airlines gibt es hier zwei Gerichte zur Auswahl, wer Allergien oder Unverträglichkeiten hat, kann online außerdem aus den unterschiedlichsten Sonder-Menüs auswählen. Je nach Tageszeit gibt es entweder ein Frühstück, Mittag- oder Abendessen und eine große Auswahl an Getränken. Auf dem Flug nach Dubai ist ein Abendessen inkludiert, bei dem ich zwischen einem Geflügelgericht  und einem Rindereintopf wählen kann.

Ich entscheide mich für Hühnchen mit Kartoffelpüree und einer Pilzrahmsoße. Dazu gibt es einen bunten Salat mit Mais und Bohnen, Brot und Butter und ein locker-luftiges Schoko-Dessert. Nach dem Essen wird mir dann noch Kaffee oder Tee angeboten. Ein echter Rundum-Service, den man auf langen Flügen schnell zu schätzen lernt.

Das Wifi

Wenn euch nach dem Essen und einem ersten Film danach ist, könnt ihr übrigens kostenlos im Internet surfen. Ich habe das WLAN auf allen Flügen getestet und es hat immer super funktioniert. 20 MB hat jeder frei, wenn ihr danach noch weiter surfen wollt, könnt ihr weiteres Datenvolumen dazu buchen. Die 20 MB reichen aus, um die Nachrichten zu checken, mit Familie und Freunden per WhatsApp zu schreiben oder auch Mails zu beantworten. Wenn ihr Bilder verschicken wollt, solltet ihr auf ein größeres Datenpaket zurückgreifen.

Um euch einzuloggen, meldet ihr euch ganz einfach mit eurer E-Mail-Adresse an und könnt innerhalb von wenigen Sekunden lossurfen.

Umsteigen in Dubai

Nach sechs Stunden lande ich pünktlich in Dubai. Da ich von hier aus weiterfliege, muss ich weder durch die Pass- und Einreisekontrolle noch muss ich mich um mein Gepäck kümmern. Da ich im Transit-Bereich bleibe, folge ich einfach den Schildern zu den „Connecting Flights“ und mache mich mit meinem Handgepäck auf den Weg zu meinem nächsten Gate. Am Flughafen in Dubai gibt es riesige Shoppingbereiche und Food-Courts, in denen ihr euch die Zeit vertreiben könnt und außerdem einige Wartehallen, in denen ihr auf gemütlichen Liegen entspannen und im kostenlosen WLAN surfen könnt. Gerade wenn ihr noch einen langen Weiterflug vor euch habt, solltet ihr die Chance hier nutzen, um ein wenig spazieren zu gehen und danach die Füße hochzulegen.

Dubai ist einer der spannendsten Flughäfen, an denen ich je war

Dubai ist einer der spannendsten Flughäfen, an denen ich je war. Da der Airport eines der größten Drehkreuze der Welt ist, kommen hier Menschen der unterschiedlichsten Nationalitäten, Ethnien und Kulturen zusammen. Der Singsang aus Englisch, Arabisch und vielen anderen Sprachen ist für mich immer wieder spannend. Völlig spontan komme ich hier immer wieder mit anderen Passagieren ins Gespräch – bei diesem Aufenthalt ist es Jeff aus Alaska, der mir erzählt, dass er nach Bangkok fliegt und von dort aus dann Südostasien erkunden will. Er entflieht für drei Monate dem kalten Winter und hat sich vorgenommen, so viele Inseln in Thailand und Indonesien wie möglich zu besuchen. Ein perfekter Plan, wenn ihr mich fragt.

Dubai International Airport
Foto: Fedor Selivanov / Shutterstock.com

Weiterflug nach Bangkok

Nach knapp zwei Stunden geht die Reise für mich schließlich weiter. Um euren Flug nicht zu verpassen, rate ich euch, eure Abflugzeiten und das passende Gate gut im Blick zu behalten. Dubai ist ein stiller Airport – das heißt, dass nicht im gesamten Terminal die Abflüge der einzelnen Gates ausgerufen werden. Wenn ihr euch also nicht in der Nähe eures Abflugschalters befindet, bekommt ihr nicht mit, ob das Boarding schon gestartet ist oder nicht. Der Einsteige-Prozess beginnt in der Regel 45 Minuten vor Abflug und in jeder Halle könnt ihr an großen Bildschirmen sehen, wo ihr genau hinmüsst und wann ihr boarden könnt.

Als es dann schließlich soweit ist, führt mich mein Weg in einen weiteren A380-Superflieger. Ähnlich wie auf dem Weg von Düsseldorf nach Dubai warten auch hier eine Decke, Kopfhörer und ein Kissen auf mich. Ich richte mich gemütlich ein, stelle mir wieder eine Playlist zusammen und höre zur Abwechslung mal einen der Podcasts, den die Airline zu allen möglichen Themen rund um Dubai produziert.

Die sechs Stunden vergehen wie im Flug

In meinem Fall spricht der Moderator mit dem Hoteldirektor des weltbekannten Atlantis The Palm. Es geht um die Weihnachtszeit und die Silvestervorbereitungen des Hotels und der Enthusiasmus, mit dem beide über die Holiday-Season sprechen, ist ansteckend. Das Hotel plant jedes Jahr das größte Silvesterfeuerwerk in ganz Dubai. Sollte einer von euch also dieses Jahr in Dubai ins neue Jahr feiern, könnt ihr euch auf eine spektakuläre Show freuen, die im ganzen Emirat für Aufsehen sorgt. Der Podcast ist ein super Service für alle, die spannende Einblicke in Kultur, Wirtschaft und Entertainment der Stadt bekommen wollen. Reinhören lohnt sich.

Die sechs Stunden vergehen wie im Flug. Auch diesmal gibt es wieder ein leckeres Menü, eine abwechslungsreiche Filmauswahl und Wifi. Beim Landeanflug bekomme ich schon einen ersten Eindruck von Thailand und kann es kaum erwarten, endlich weiterzufliegen.

Bordunterhaltung an Bord einer A380 von Emirates
Foto: Sorbis / Shutterstock.com

Umsteigen in Bangkok

Auch in Bangkok verläuft der Umstieg problemlos. Emirates und Bangkok Airways kooperieren auf einigen Strecken innerhalb Thailands, die kurze Strecke bis nach Chiang Mai fliegen wir also mit der thailändischen Airline weiter. Auch hier muss ich mir um mein Gepäck keine Gedanken machen, denn erst am Zielflughafen hole ich meinen Koffer wieder ab. Achtet bei eurer Flugbuchung am besten gleich darauf, zusammenhängende Flugtickets zu buchen, dann verläuft der Prozess völlig reibungslos. Andernfalls seid ihr für die Abholung eures Gepäcks in Bangkok und den erneuten Check-In selbst verantwortlich und müsst genug Puffer zum Ausreisen, Wiedereinreisen und Umsteigen einplanen.

Von Bangkok nach Chiang Mai

Nach einem 90-minütigen Aufenthalt am Airport steige ich schließlich in die letzte Maschine. Bangkok Airways fliegt die Strecke mehrfach am Tag, denn der Norden Thailands wird nicht nur bei Einheimischen immer beliebter. Auf meinem Flug sind fast nur Touristen an Bord und mehrfach höre ich die anderen Passagiere über das berühmte Lichterfest sprechen. Die Vorfreude steigt von Minute zu Minute und der Flug verläuft ruhig und entspannt. Auch hier bekomme ich ein kleines Menü aus Salat und einem Getränk serviert. Thai-Food ist einfach herrlich – bei diesem Anblick freue ich mich schon auf die kommenden Tage in Chiang Mai.

Die Einreise am Airport verläuft dann unkompliziert und schnell, am Kofferband kann ich meinen Koffer endlich in Empfang nehmen und ein Airport-Taxi bringt mich innerhalb weniger Minuten zu meinem Hotel.

Chiang Mai, ich komme!

Fazit zum Flug

Düsseldorf – Dubai – Bangkok – Chiang Mai: Zwei Umstiege, 21 Stunden Gesamtreisezeit, drei Mahlzeiten und einige Snacks später habe ich mein Ziel erreicht. Während des Fluges habe ich vier Filme geschaut, zwei Podcasts gehört, im Internet gesurft und geschlafen. Ich komme also satt und ausgeruht in Thailand an. Emirates macht seine Sache wirklich gut, das Entertainment ist super und auch das Angebot an Kissen und Decken sorgt dafür, dass man sich jederzeit wohlfühlt. Immer wieder bekommt man auf großen Bildschirmen Hinweise angezeigt, wie man seinen Flug noch angenehmer gestalten kann. Viel Wasser, etwas Bewegung und das Pflegesortiment in den Waschräumen sorgen dafür, dass es einem an nichts fehlt.

Zum Schluss habe euch noch ein Video von meiner Reise mitgebracht:

Passend zum Artikel