Dubai und der Oman sind zwei der aufregenden Ziele im Orient, die darauf warten, entdeckt zu werden. Warum also nicht das Sightseeing in Dubai mit einem Strandurlaub im Süden des Omans kombinieren und beide Urlaubsziele in einer Reise kennenlernen? Ich habe die Kombination für euch getestet und euch einen Erfahrungsbericht mit nützlichen Tipps mitgebracht.

Wenn bei uns die Temperaturen immer weiter sinken, beginnt im Orient die beste Reisezeit. Zahlreiche Sonnenstunden und Temperaturen um die 30 Grad sind in den Emiraten und im Oman ganz normal, während wir uns in unsere dicken Winterjacken kuscheln und uns den Sommer sehnlichst zurückwünschen. Was bietet sich da also mehr an, als dem Winter einfach zu entfliehen und einen Urlaub auf der Arabischen Halbinsel zu verbringen? Genau das denke ich mir Anfang des Jahres auch und buche einen Flug in den Oman. Meine Reise geht in den Süden des Landes, nach Salalah, mit einem Zwischenstopp in Dubai. Was ich auf dieser Reise erleben darf und warum ich euch den unkomplizierten Zwischenstopp unbedingt ans Herz lege, lest ihr in diesem Erfahrungsbericht.

Dubai und den Oman in einer Reise entdecken

Von Deutschland nach Dubai | Einreise VAE 

 Dubai im Schnelldurchlauf 

 Von Dubai nach Salalah | Fazit 

Video: Urlaubsguru TV

Vom kalten Deutschland ins sonnige Dubai

Als ich meine Reise am Düsseldorfer Flughafen beginne, fallen die ein paar Schneeflocken vom grauen Winterhimmel. Höchste Zeit, ins Warme zu fliegen, denke ich mir und gebe meinen Koffer am Check-in Schalter von Emirates ab. Zweimal täglich fliegt die Airline ab Düsseldorf nach Dubai. Auch von den großen deutschen Flughäfen Frankfurt, Hamburg und München ist man innerhalb von etwa sechs Stunden in Dubai, dem ersten Ziel meiner Reise.

So kann ein Urlaub doch beginnen!

Nach dem Boarding nehme ich auf meinem Sitz im Airbus A380, dem Superstar unter den Flugzeugen, Platz, der dank modernster Ausstattung und einem guten Entertainment Programm die Zeit sprichwörtlich wie im Flug vergehen lässt. Ich stöbere ein wenig in der Mediathek, hole mir in den Reisevideos ein paar Anregungen für meinen Zwischenstopp in Dubai und verschicke dank des kostenlosen WLANs noch ein paar Grüße via WhatsApp an Freunde und Familie. So kann ein Urlaub doch beginnen!

Emirates A380
Foto: Sorbis/shutterstock.com

Einreise und Flughafentransfer

Nach der Ankunft in Dubai geht alles ganz schnell. Am Airport, der einer der größten Drehkreuze im Orient ist, ist alles auf die Besucher aus aller Welt eingestellt.

Einreise VAE

Für die Einreise nach Dubai oder die anderen Emirate benötigt ihr lediglich einen Reisepass, der noch mindestens sechs Monate gültig ist. Das ausgestellte Touristenvisum ist kostenlos.

Egal, ob man weiterreisen oder in die Vereinigten Arabischen Emirate einreisen möchte – dank der guten Beschilderung findet jeder seinen Weg. Meiner führt mich zum Schalter der Grenzbeamten, wo ich gegen Vorlage meines Reisepasses unentgeltlich ein Touristenvisum ausgestellt bekomme, mit dem ich mich nun bis zu 90 Tage in den Vereinigten Arabischen Emiraten aufhalten kann. Nur etwa eine halbe Stunde später weht mir das erste Mal die angenehm warme Wüstenluft um die Nase, die die Kälte in Deutschland schnell vergessen lässt. Um vom Flughafen zu meinem Hotel an der Business Bay zu kommen, könnte ich zwar auch die Metro und den Bus nehmen, da das Taxifahren in Dubai aber sehr erschwinglich ist, gönne ich mir den kleinen Luxus und erreiche mein Ziel nach einer etwa 20-minütigen Fahrt durch das nächtliche Dubai. Im Canal Central Hotel angekommen, genieße ich in meinem Zimmer einen grandiosen Blick auf den glitzernden Burj Khalifa, dem größten Gebäude der Welt. Ich beschließe, die Vorhänge in dieser Nacht nicht zuzuziehen und mich stattdessen beim Einschlafen am Anblick zu erfreuen. Schon jetzt kann ich den morgigen Tag in dieser Wahnsinnsstadt kaum erwarten!

Wahnsinnsaussichten

Dubai für Eilige – erlebt das Beste in kürzester Zeit

Als ich am nächsten Morgen aufwache, fühle ich mich fit. Einen Jetlag habe ich dank der relativ kurzen Flugdauer und der Zeitverschiebung von nur drei Stunden nicht. Gute Voraussetzungen also, um das Beste aus meinem Stopover in Dubai herauszuholen. Bei einem ausgiebigen Frühstück mit frischem Obst und starkem Kaffee lege ich mir einen kleinen Sightseeingplan zurecht. Ich möchte schließlich so viel wie möglich sehen, bevor es schon morgen weiter nach Salalah geht.

Dubai im Schnelldurchlauf

? Genießt die Aussicht vom Dubai Frame

? Entspannt und flaniert an der Strandpromenade La Mer

? Spaziert über den Gold- und über den Gewürzsouk in Deira

? Bummelt durch die Dubai Mall und schießt ein Erinnerungsfoto vor dem großen Aquarium

? Schaut euch abends die Dubai Fountain Show am Burj Khalifa an

Das Tolle an Dubai ist, dass sich so gut wie alle Orte unkompliziert mit der modernen Metro oder den Bussen erreichen lassen. Der Vorteil, wenn ihr die Stadt mit der Metro erkundet, ist zudem, dass ihr keine wertvolle Zeit im Stau auf den Hauptverkehrsstraßen verplempert. Da es aber noch früh am Morgen ist und der Verkehr sich in Grenzen hält, beschließe ich, mir ein Taxi zu bestellen, um zur ersten Sehenswürdigkeit, das Anfang 2018 eröffnete Dubai Frame, zu kommen.

Dubai Frame

Der 150 Meter hohe Rahmen ermöglicht einmalige Blicke auf das alte Dubai, symbolisiert durch den Stadtteil Deira, und das neue Dubai, aus dem moderne Wolkenkratzer nur so sprießen. Perfekt, um sich einen Überblick zu verschaffen und sich die Kontraste innerhalb des Emirates vor Augen zu führen. Der Glasfußboden, der einen Blick auf den unten befindlichen Park freigibt, sorgt für einen kleinen Nervenkitzel und spektakuläre Erinnerungsfotos. Umgerechnet 12€ kostet mich das Ticket – eine lohnenswerte Investition, schließlich erfahre ich in dem angrenzenden Museum noch Wissenswertes rund um die recht junge (Erfolgs)Geschichte von Dubai.

Entspannte Stunden in La Mer

Mittlerweile ist es richtig heiß geworden – kein Vergleich zum Winter in Deutschland denke ich und beschließe, das gute Wetter am Strand zu genießen. Ich bin schließlich im Urlaub und da darf etwas Erholung zwischen dem Sightseeing nicht fehlen. Laut eines Tipps soll es ein neues Stadtviertel in der Nähe des Etihad Museums und der Zentralmoschee Jumeirah geben: La Mer Dubai. Nur eine halbe Stunde später finde ich mich an einem Strand wieder, der sich genauso gut irgendwo in der Karibik befinden könnte. Der weiße Sand und die sattgrünen Palmen laden zum Faulenzen in der Sonne ein. Nur die Wolkenkratzer, die sich im Hintergrund auftürmen, erinnern mich noch daran, dass die Großstadt nur eine kurze Taxifahrt entfernt liegt.

Shopping in den Souks & Malls

Nach ein paar entspannten Stunden am Strand und einem Nachmittagssnack in einem der zahlreichen Restaurants, zwischen denen man bei einem Besuch von la Mer wählen kann, setze ich meine kleine Sightseeingtour fort. Als nächstes geht es zum Gewürz Souk und dann zum Gold Souk im alten Dubai.

Orient pur!

Was mich hier erwartet, ist einfach nur beeindruckend: Gerüche vermischen sich, in den Auslagen der Händler liegen tausende bunte Gewürze, manche kenne ich aus der heimischen Küche, andere sind mir gänzlich unbekannt. Und auch der Gold Souk, der sich nur etwa 500 Meter entfernt befindet, ist ein Fest für die Sinne: Überall glänzt es, Händler feilschen mit ihren Kunden, Goldschmiede arbeiten an wertvollen Schmuckstücken – Orient pur! Wer hier ein originelles (oder leckeres) Mitbringsel sucht, wird garantiert fündig.

Gewürze im Gewürz Souk in Dubai

Da ich mir abends unbedingt noch die Dubai Fountain Show am Burj Khalifa ansehen möchte, mache ich mich auf den Weg zur Dubai Mall, der mit 1.200 Geschäften größten Mall des Emirates und sogar eine der größten der Welt. Ein kleiner Bummel offenbart, dass von der H&M Filiale bis zu Cartier für jeden Geschmack und Geldbeutel das Richtige dabei ist. Bevor ich mich langsam in Richtung Burj Park aufmache, mache ich noch einen kurzen Halt am Dubai Aquarium, einem riesigen Aquarium inmitten der Dubai Mall, in dem Haie, Rochen und bunte Fische umherschwimmen – einfach gigantisch!

The Dubai Fountain Show

Als krönenden Abschluss meiner Reise nach Dubai möchte ich mir die Dubai Fountain Show ansehen. Zwischen 18 und 23 Uhr findet die magische Show aus Wasser, Lichtern und Musik jede halbe Stunde statt. Ich suche mir einen guten Platz und sehe zu, wie sich der Platz vor dem Burj Khalifa mit Schaulustigen füllt. Als dann die ersten Fontänen meterhoch in den Nachthimmel schießen, kann ich mir keinen besseren Abschluss vorstellen. Das muss man einfach gesehen haben – selbst wenn man nur für einen kurzen Stopover in Dubai ist. Mit vielen Fotos im Gepäck fahre ich zum Hotel zurück und genieße noch einmal den tollen Ausblick vom Bett meines Hotels.

Guru Tipp: Wenn ihr länger in Dubai unterwegs seid und nach weiteren Highlights sucht, lege ich euch meine ausführlichen Dubai Tipps ans Herz.

Dubai Fountain Show
Alle warten darauf, dass es losgeht

Flug von Dubai nach Salalah

Am nächsten Tag fahre ich mit gepackten Koffern zum Terminal 2 des Dubai Airports. Von hier aus startet in wenigen Stunden mein Flug mit flydubai nach Salalah. Ich fliege zum ersten Mal mit der Billigairline des Emirates, die hier ihren Hauptsitz hat, und bin schon gespannt, ob sich die Airline wohl mit Billigfluggesellschaften wie Ryanair und Co. vergleichen lässt. Von der Sicherheitskontrolle über die Passkontrolle bis hin zum Boarding verläuft alles reibungslos, sodass nicht viel Zeit vergeht, ehe ich auf meinem Sitz im Flugzeug Platz nehme. Ich bemerke sofort: Der gute Servicegedanke, der in den Emiraten überall präsent zu sein scheint, ist auch bei flydubai zu spüren. Zwar sind Verpflegung und Entertainment bei Bedarf kostenpflichtig, doch das kostenfreie Handgepäck sowie der nette Service der Crew überzeugen mich trotzdem.

flydubai
Mit flydubai geht’s weiter nach Salalah. Foto: Plamen Galabov/Shutterstock.com

Einreise in den Oman

Nach etwa 1 1/2 Stunden lande ich auf dem Flughafen Salalah, dem zweitgrößten Flughafen des Landes.

Visum für den Oman

Als deutsche Staatsangehörige habt ihr als Tourist die Wahl zwischen dem Visum 26A (bis zu 10 Tage Aufenthalt) oder 26B (bis zu 30 Tage Aufenthalt). Bucht ihr eine Pauschalreise, ist das Visum oftmals sogar bereits inkludiert.

Vor meiner Reise habe ich bereits mein Visum für den Oman beantragt. Aufwändig ist das nicht: Nach ein paar Klicks auf der Seite der Royal Oman Police, dem Hochladen eines aktuellen Fotos und der Kopie des Reisepasses sowie dem Bezahlen von fünf omanischen Rial (etwa 12€) wird das Visum für meinen Aufenthalt ausgestellt. Als ich das ausgedruckte Schriftstück bei der Einreise vorlege, bekomme ich, ohne weitere Fragen, den Einreisestempel in meinen Reisepass gedrückt. Mein Urlaub im Oman kann beginnen!

Willkommen im Oman!

Ankunft in Mirbat – Hallo süßes Leben!

Der Transfershuttle bringt mich ins KAIRABA Mirbat Resort, das etwa 80 km von Salalah entfernt liegt. Bereits auf der Fahrt dorthin bekomme ich einen ersten Eindruck von Land und Leuten – ich erspähe Kamele in den goldgelben Sanddünen, die im krassen Kontrast zum türkisschimmernden Indischen Ozean stehen, sehe Omanis, die mir in ihre traditionellen Gewändern gehüllt, lächelnd zuwinken, und quatsche ein wenig mit dem Fahrer, der mir erzählt, dass immer mehr Urlauber in den Oman kommen, um die Schönheit des Landes kennenzulernen. Der Oman ist ein gastfreundliches Land, so beteuert er immer wieder. Auch ich fühle mich willkommen und freue mich auf die kommenden Tage.

Im Hotel angekommen, lasse ich alles stehen und liegen, schlüpfe in meine Badeklamotten, ziehe ein paar Bahnen im Pool, der übrigens sogar der größte im ganzen Oman ist, und bestelle mir einen Cocktail an der Poolbar. Herrlich!

Foto: KAIRABA Mirbat Resort

Salalah punktet mit Aktivitäten

Doch nur auf der faulen Haut zu liegen und die Annehmlichkeiten meines Hotels zu genießen, wäre einfach zu schade – schließlich wartet der Süden des Omans darauf, entdeckt zu werden. Ich möchte euch an dieser Stelle noch nicht zu viel verraten, denn ich habe euch einen eigenen Artikel über die Highlights während eines Urlaubs in Salalah mitgebracht, aber wenn ihr im Urlaub Wert auf Strände legt, die denen in der Karibik in nichts nachstehen, gerne in schicken Hotels residiert und abwechslungsreiche Aktivitäten wie Tauchen, Jeepsafaris und Sightseeing bevorzugt, seid ihr im Süden des Omans bestens aufgehoben. Auch Touren durch die magisch schöne Wüste, Glamping unter dem klaren Sternenhimmel oder eine Delfinsafari lassen sich leicht organisieren. Werft einen Blick in den Artikel und erfahrt mehr!

Traumhafte Strände warten!

Fazit: Dubai und Salalah sind ein echtes Traumduo

Vor meiner Reise hätte ich gar nicht gedacht, wie einfach es ist, gleich zwei spannende Ziele im Orient miteinander zu kombinieren. Dank der unkomplizierten Einreisebestimmungen und der guten Flugverbindungen im Orient verlaufen kleine Rundreisen wie meine problemlos. Theoretisch könnt ihr von Dubai aus sogar noch einen Tagesausflug nach Abu Dhabi machen und die Scheich-Zayid-Moschee besuchen. Die Emirate sind nur etwa eine Autostunde voneinander entfernt. Euch stehen viele Möglichkeiten offen. Wie wäre es also, wenn ihr euren Sightseeing Trip in den Emiraten mit einem Strandurlaub im Oman krönt? Ich kann es nur empfehlen!

Magischer Orient