Wer sich an traumhaften Stränden und türkisblauem Wasser satt gesehen hat, oder einfach mal ein paar Abenteuer abseits des Hotels erleben möchte, sollte die wilde Seite der Dominikanischen Republik entdecken. Ich zeige euch, dass ihr vor allem in den Nationalparks des Inselstaates als Adrenalinjunkie oder Taucher voll auf eure Kosten kommt.

Viel zu entdecken im…

Parque NacionalLos Haitises | Jaragua Nationalpark | La Caleta Underwater National Park

Bilder von puderzuckerweißen Stränden, azurblauem Wasser und malerischen Sonnenuntergängen schießen jedem unweigerlich in den Kopf, wenn das Urlaubsziel Dominikanische Republik heißt. Doch dies ist nur die halbe Wahrheit, denn auf der anderen Seite besticht der Inselstaat mit einer einzigartigen Flora und Fauna, die ihr hautnah in einem der zahlreichen Nationalparks erleben könnt. Es lohnt sich, den Körper für einige Zeit aus der Hängematte zu hieven, in festes Schuhwerk zu schlüpfen und die Parks entweder auf eigene Faust oder im Zuge einer Führung zu entdecken. Höhlen wollen von euch erkundet, Schiffswracks und Korallenriffe betaucht und Flamingoschwärme fotografiert werden. Wer jetzt noch im Hotel bleibt, ist selbst Schuld!

Los Haitises National Park, Bird Island, Dominican Republic iStock_000067719695_Large-2

Dominikanische Republik – Los Haitises

Den Anfang macht der wohl berühmteste und beliebteste Nationalpark der Dominikanischen Republik. Parque Nacional Los Haitises heißt er und kann von euch nur auf dem Seeweg erreicht werden. Plant ihr einen Ausflug hierhin, sollte Sabana de la Mar, Sanchez oder auch Samana euer Ausgangspunkt sein. Von hier aus lassen sich bequem geführte Touren buchen, kleine Motorboote bringen eure Gruppe sicher ans Ziel.

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Seid ihr im Nationalpark angekommen, springt euch unter Garantie die abwechslungsreiche Landschaft in die Augen: Regenwälder, Mangrovensümpfe, Lagunen und sogar Tropfsteinhöhlen wechseln sich hier ab und bieten zum einen eine Grundlage für Los Haitises‘ Artenvielfalt (diese reicht von Boas und Schildkröten bis zu Hutia und Fledermäusen) und zum anderen eine Basis für zahlreiche Ausflüge. Historiker und kulturell Interessierte sollten die Höhlen des Parks erkunden, denn dort finden sich Höhlen- und Felszeichnungen, Überbleibsel der indianischen Ureinwohner, die sogenannten Taino.

Rock Paintings At The Dominican Republic

Diese „Caving Touren“ stellen aber nur einen Teil des vielfältigen Angebots dar. Die Aktiven unter euch buchen eine „Hiking Tour“, die euch über zahlreiche Wanderwege quer durch das Landesinnere führt oder cruisen mit einem Geländewagen durch das Areal. Seid ihr mutig genug, könnt ihr euch auch in Begleitung durch die engen Gänge einiger Tropfsteinhöhlen wagen und, mit Grubenlampen bewaffnet, auf die Suche nach Fledermausschwärmen machen. Für was ihr euch auch entscheidet, ihr solltet unbedingt festes Schuhwerk einpacken, denn sonst seid ihr bei der rauen Landschaft und den Mangrovensümpfen ganz schnell aufgeschmissen!

Der Jaragua Nationalpark und Playa de las Aguilas

Als Urlauber in der Dominikanischen Republik solltet ihr auch unbedingt einen Ausflug in den größten Nationalpark, dem Jaragua Nationalpark im Südwesten der Halbinsel, buchen. Seid ihr auf der Suche nach einem Abenteuer oder habt ihr Freude an unberührter Flora und vielfältiger Fauna, werdet ihr hier voll auf eure Kosten kommen. Obwohl der Jaragua Nationalpark der Größte in der Dominikanischen Republik ist, gilt er unter Reisenden noch als kleiner „Geheimtipp“, denn nur selten finden Touristen den Weg in den Westen des Landes. Da ihr eurem Urlaubsguru ja blind vertraut, werdet ihr bestimmt dennoch einen Abstecher dorthin machen. Wie ihr es bereits aus Los Haitises kennt, werdet ihr auch hier euren Entdeckerdrang während einer „Caving Tour“ stillen.

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Abermals könnt ihr Höhlenmalereien des Taino-Vokes bestaunen und tief in die Geschichte des Inselstaates eindringen. Seid ihr wieder ans Tageslicht zurückgekehrt, solltet ihr die Lagune Oviedo auf der Insel Manglar ansteuern. Diese ist der Heimatort riesiger Flamingokolonien, die mit ihrem rot-pinken Federkleid einen malerischen Kontrast zum azurblauen Wasser bilden. Spätestens hier solltet ihr eure Kameras für eine kleine Fotosession gezückt halten. Nicht nur Flamingos fühlen sich hier pudelwohl, auch Schildkröten nutzen den feinen, pudrigen Sandstrand als Laichplatz. Eure Tour hierhin könnt ihr natürlich bequem von Zuhause oder eurem Hotel aus buchen, ich empfehle euch jedoch, etwas anders vorzugehen. Wer der spanischen Sprache mächtig und in dieser auch verhandlungssicher ist, sollte in La Cueva einfach einen der vielen einheimischen Fischer ansprechen und nach einer Tour fahren. Mit ihren kleinen, wendigen Motorbooten bringen sie euch sicherlich gerne in den Nationalpark und beim Plausch mit einem Einheimischen könnt ihr garantiert noch einige interessante Informationen aufschnappen.

Pink flamingo iStock_000032205426_Large-2

Einen Tipp könnt ihr euch schon direkt von mir abholen: verbindet euren Besuch in La Cueva unbedingt auch mit einem Abstecher zum „schönsten Strand der Welt“, zumindest aber zum „schönsten Strand des Landes“. Der Playa de Aguilas wird sich euch mit seinem weißen Sand und dem türkisblauen, schimmernden Wasser in euer Gedächtnis brennen.

Idyllic Beach and see trough Caribbean Sea, Aruba iStock_000053973028_Large-2

Den starken Kontrast hierzu bildet die umliegende Vegetation, die mit Kakteen und Wüstenpflanzen aufwartet und von einer roten Naturstraßen eingerahmt wird. Durch die vielen Möglichkeiten, die sich im und um den Nationalpark ergeben, empfehle ich euch mehrere Tage in der Gegend einzuplanen. Hotels sind euch gerne bei der Planung behilflich oder ihr tüftelt bereits von zuhause aus eine geeignete Route aus. Langweilig wird es hier auf keinen Fall!

Unterwassernationalpark La Caleta

Garantiert sind auch Taucher und Schnorchler unter euch, oder? Dann solltet ihr jetzt unbedingt weiterlesen, denn ein Besuch im La Caleta Underwater National Park ist unter diesen Umständen Pflicht! Anders als die beiden anderen Parks, entfaltet der La Caleta seine Schönheit nicht Über- sondern Unterwasser. Mit seiner Lage unweit der Hauptstadt Santo Domingo kann er darüber hinaus auch noch punkten. Mit einem Mietwagen lässt er sich somit leicht erreichen und ihr könnt eure Ausrüstung problemlos transportieren. Seid ihr erst einmal abgetaucht, entfaltet sich eine einzigartige Unterwasserwelt vor euren Augen: Korallenbänke erstrahlen in den unterschiedlichsten Farben, Schwärme bunter Fische ziehen ihre Bahnen und sogar Schildkröten kommen auf einen Besuch nah an euch heran.

Vielleicht konntet ihr bei eurem ersten Tauchgang schon einen Blick auf die zahlreichen Schiffswracks erhaschen, die in einigen Metern Tiefe nur darauf warten, von euch betaucht zu werden. Wer weiß, vielleicht findet ihr ja noch einen echten Piratenschatz? ;-) Die „Hickory“ dient den Fischschwärmen als ideale Rückzugsmöglichkeit und schafft somit ein authentisches Abbild des Unterwasserlebens; im Wrack „Saint George“ könnt ihr sogar zwei Räume betauchen. Die Erfahrenen unter euch wagen sich an die „Captain Alsina“, die mit ihrer Lage in 40 Metern Tiefe schon gewisse Erfahrung voraussetzt. Habt ihr eure Erkundungstour durch die Wracks beendet, solltet ihr auch noch unbedingt die gezielt platzierten Anker und Kanonen ehemaliger spanischer Galonen besuchen. Die Landratten unter euch können sich Überwasser über einen Indianerfriedhof freuen, der 30 Skelette in ihren Originalgräbern zeigt und auf seinem Grund auch noch Platz für ein Museum hat, welches Keramik aus prekolumbianischer Zeit ausstellt.

Caribbean Shipwreck

Wer hätte gedacht, dass die Dominikanische Republik auch eine raue, wilde Seite hat? Mutter Natur hält so einige Überraschungen für euch bereit und weiß euch mit einem abwechslungsreichem Programm für jedermann zu überzeugen. Sollte euch also während eures Entspannungsurlaubs mal die Abenteuerlust überkommen. seid ihr auch in der paradiesischen Dominikanischen Republik bestens ausgestattet. Nach so viel Action lässt es sich doch abends gleich viel besser in einem der 5 schönsten Hotels der Dominikanischen Republik entspannen, oder?

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