Bei einem romantischen Abendessen mit einem Glas Wein in der Hand, geht am Horizont die Sonne unter und vor euch erstreckt sich ein atemberaubender Ausblick über die Stadt. Ein Unternehmen hat es sich tatsächlich zur Aufgabe gemacht, die Idee „Dinner with a view“ auf eine völlig neue Ebene zu bringen. Doch seid gewarnt: Für das Dinner in the Sky müsst ihr schwindelfrei sein!

Wie ihr ja wisst, ist bei mir die lokale Küche stets ein fester Bestandteil des Reisens. Sich auf kulinarische Erlebnisse einzulassen und mutig genug zu sein, komplett fremde, aber schmackhafte Highlights auszuprobieren, ist einfach der beste Weg die vielen Kulturen dieser Welt näher kennenzulernen. Deshalb habe ich mir mal eines der verrücktesten kulinarischen Erlebnisse genauer ansehen: Das Dinner in the Sky, das von Stefan Kerkhofs ins Leben gerufen wurde. In einem Interview hat mir Stefan von seiner spektakulären Idee und seinen wirklich einmaligen Erfahrungen auf dem Weg zu einem erfolgreichen Konzept erzählt.

Dinner in the Sky – Der Macher des Events im Interview

Dinner in the Sky | Weltweit | Zukunftspläne | Das Interview

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Foto: Dinner in the Sky

Dinner in the Sky – Wie es dazu kam

Falls ihr tatsächlich noch nichts vom Dinner in the Sky gehört haben solltet, dann schaut euch doch mal das folgende Video an, das euch einen guten Überblick gibt, was euch erwartet. Beim Dinner in the Sky habt ihr die besondere Gelegenheit mit 23 weiteren Gästen 50 Meter über dem Boden auf einer Plattform zu sitzen und speziell für euch zubereitete Speisen zu genießen. Eins ist euch dabei sicher: Ihr bekommt die schönste Vogelperspektive geboten und könnt euch, je nach Location, über den weiten faszinierenden Ausblick über die Dächer Londons, auf den schönen Tafelberg von Kapstadt oder die himmlische Adria Kroatiens erfreuen – einfach atemberaubend!

Einer der kreativen Erfinder des coolen Projektes ist Stefan Kerkhofs aus Belgien, der es geschafft hat, ein wirklich ambitioniertes Projekt in Gang zu bringen und es von einem ursprünglich einmaligen Event in Brüssel zu einer regelmäßig stattfindenden Tournee zu entwickeln, die jetzt die ganze Welt umrundet. Ganz schön beeindruckend!

Zusammen mit seinem Freund David entwickelte Stefan das „himmlische“ Abendessen.

Wie kam es eigentlich zu der Idee?

Stefans Familie führte eigentlich ein großes Krangeschäft. Aber Stefan wollte sich etwas eigenes aufbauen und gründete so seine eigene Firma: die Fungroup. Dabei spezialisierte er sich auf Bungee-Jumping und den Bau von Plattformen aller Art, die mit Kränen in die Luft gezogen werden konnten. Die Idee, die Plattformen für ein Abendessen in luftiger Höhe zu nutzen, kam allerdings erst durch seinen Freund David Ghysels zustande. Als dieser von einem Kunden mit der Kreation eines Abendessens im Himmel beauftragt wurde, kam ihm direkt Stefan in den Sinn.

Dinner in the Sky in Amiens
Foto: Dinner in the Sky

So wurde das Dinner in the Sky geboren! Ihr könnt euch sicher vorstellen, dass die Idee wie eine Bombe einschlug und das erste Abendessen ein grandioser Erfolg wurde, oder? Stellt euch nur mal vor, wie ihr bei eurer nächsten Reise in die lokale Küche eintauchen dürft, während ihr in 50 Metern Höhe sitzt: Ein Glas Wein in der Hand, den frisch zubereiteten Fisch vor euch auf dem Teller und vor euren Augen liegt euch die ganze Stadt zu Füßen, über der die rot glühende Sonne gerade am Horizont verschwindet…

Die Stadt liegt euch zu Füßen

Das Konzept ist mittlerweile auf der ganzen Welt bekannt und hat sich sogar an einem festen Standort in der Glitzerstadt Las Vegas etabliert. Das Konzept hat es bis heute in 63 verschiedene Länder geschafft, darunter Australien, Malaysia, die Vereinigten Arabischen Emirate und Südafrika. Also vielleicht könnt ihr bei eurem nächsten Urlaub das Dinner in the Sky schon von der Bucketlist streichen.

Himmlisches Dinner auf der ganzen Welt

Nicht nur das Konzept an sich ist wahnsinnig beeindruckend, mich begeistert vor allem, wie es Stefan und David gelungen ist, das Konzept an so viele Orte dieser Welt zu bringen. Vielleicht könnt ihr euch vorstellen, welch logistischen Aufwand es erfordert, jede einzelne Veranstaltung vorzubereiten.

Zunächst werden Tisch und Ausrüstung in Belgien zusammengebaut. Dank der guten Fachkenntnis sind die Konstruktionen und Bühnen des Dinner in the Sky so gut durchdacht, dass sie von den Sicherheitsbehörden bedenkenlos abgenickt wurden. Sobald der Aufbau abgeschlossen ist, beginnt der Transport. Alle Bestandteile werden in einen Versandtcontainer gepackt und an den Zielort gesandt. Die mitgeschickte Crew wird so trainiert, dass sie das ganze Event überwachen und im Anschluss alles nach Belgien zurückschicken können. Ihr seht, die Jungs stecken viel Arbeit in ein für euch perfekt vorbereitetes Dinner.

Eines der 10 ungewöhnlichsten Restaurants der Welt

In der Welt der Gastronomie verdreht das Dinner in the Sky zweifellos viele Köpfe: Vom Forbes Magazine wurde es sogar als eines der 10 ungewöhnlichsten Restaurants der Welt bezeichnet. Durch seine internationale Anziehungskraft und die damit verbundenen Reisen hat Stefan sich mit diversen kulturellen und administrativen Herausforderungen auseinandergesetzt. Während der Aufbau der Veranstaltungen immer gleich bleibt, bedarf die Anreise zu Langstreckenzielen, wie Südafrika oder Saudi-Arabien, weitaus mehr Planung als Destinationen in der EU – nicht nur durch die unterschiedlichen Vorschriften, sondern auch, weil man woanders auf der Welt manche Dinge eben anders macht.

Die Reise nach Indien prägte sich nachhaltig bei Stefan ein

Trotz aller Schwierigkeiten scheint das Dinner in the Sky Stefan jedoch noch immer einige unbezahlbare Erfahrungen einzubringen. Bei seiner Monaco Reise machte Stefan Bekanntschaft mit dem Prinzen von Monaco, der sich als sehr entspannter und bodenständiger Mensch entpuppte. In Indien wurde Stefan von den Locals so herzlich in Empfang genommen, dass er noch heute gerne an die Reise dorthin zurückdenkt – als eine der schönsten Erinnerungen auf seiner Reise um die Welt. Ich konnte es förmlich selbst fühlen, als Stefan mir davon erzählte, wie schwer es ihm fiel, wieder heim zu reisen. Diese Erfahrung haben wir sicher alle schon auf Reisen gemacht, bei denen wir die Chance hatten Land und Leute mal so richtig kennenzulernen, oder?

Zukunftspläne für das Dinner in the Sky

Stefan ist ein Mann, der seinem Motto treu bleibt: The sky is not the limit! Er hat schon viele weitere ambitionierte Pläne in der Pipeline, jetzt, da das Dinner in the Sky erfolgreicher denn je ist. Die Tatsache, dass er vom Bungee-Jumping zum Game-Show-Set und letztlich gutem Essen übergegangen ist, beweist bereits, dass er es liebt, Neues auszuprobieren. Schon jetzt verspricht das Dinner in the Sky Großes für die Zukunft: Werdende Hochzeitspaare dürfen ihre Ehegelübde 50 Meter über dem Boden austauschen und sich in einer wirklich einzigartigen Umgebung miteinander vermählen. Es gibt allerdings einen Haken: Wer hoch geht, muss auch tief fallen. Nach der Zeremonie, müssen die frisch Vermählten einen Bungee-Sprung in die Tiefe machen. Wärt ihr mutig genug, um zu springen? Wie wäre es alternativ mit einem Konzert oder einem Film weit über den Menschenmassen in eurer eigenen, privaten Lounge?

Auch das Dining-Konzept selbst wird weiter ausgebaut. Ein riesiges Projekt in Dubai ist bereits in Planung. Ein großer Turm soll mit mehreren „Armen“ und diversen Plattformen errichtet werden, auf dem die Gäste mit einem neuen und einzigartigen Blick auf die Stadt dauerhaft ihr köstliches Menü verspeisen können. Die Idee ist im Grunde eine Fortsetzung des bisherigen Konzeptes.

Ich kann es kaum erwarten, das Endergebnis zu sehen. Bei meinem nächsten Dubai Trip kann ich euch dann hoffentlich schon davon berichten. Und wer weiß, vielleicht gibt es bald auch ein dauerhaftes Dinner in the Sky Berlin, Hamburg oder Köln, sodass ihr das ganze Jahr über die Chance habt, euer Abendessen der Extraklasse zu genießen.

Hört euch das Live-Interview an!

Es war mir eine Ehre mit Stefan zu plaudern und ich bin mir sicher, dass die Geschichte, die er im Gurucast des irischen Holidaygurus erzählt hat, auch für euch total spannend ist. Hört euch hier das Live-Interview mit Stefan auf englisch an:

Video: Holidayguru Global

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