Ihr habt keine Ahnung, wo Fitzroy Island liegt? Lord Howe ist euch kein Begriff? Dabei gehören diese Inseln zu den schönsten Attraktionen, die das Traumland Australien so zu bieten hat! Damit ihr bei eurer nächsten Reise nach Down Under diese und noch mehr versteckte Schönheiten erleben könnt, nehme ich euch heute mit in die faszinierende Welt der australischen Inseln.

Der rote Kontinent ist vor allem bekannt für sein Festland, doch es gibt auch rund 8.000 australische Inseln. Darunter echte Geheimtipps, die gleichzeitig zu Australiens schönsten Orten gehören. Stundenlang vor der Hauptattraktion anstehen, um dann doch nicht so viel zu sehen? Nicht mit mir und ganz sicher nicht auf diesen Inseln! Ich verrate euch heute, welcher Geheimtipp sich wirklich lohnt und welche ihr neben den bekannten Attraktionen auf jeden Fall auf eure To-Do Liste schreiben solltet.

Australiens Inselschätze

Fitzroy Island | MacQuarie Island | Abrolhos Islands | Lord Howe Island

Fitzroy Island – unbekanntes Paradies

Ich habe das Paradies gefunden. Dass es in Australien liegt, mag einige vielleicht nicht verwundern, schließlich ist der Kontinent bis zum Rand gefüllt mit Naturschauspielen und -wundern, die weltweit ihresgleichen suchen. Doch wer von euch hätte gedacht, dass es eine der australischen Inseln namens Fitzroy Island ist?

Die schönsten Strände findet man vielleicht auf den Whitsunday Islands, aber nirgendwo sonst trifft der Regenwald so spektakulär auf kristallklares Meerwasser und leuchtende Korallenriffe, die zum Great Barrier Reef gehören. Und dabei ist es noch gar nicht so lange her, dass  Fitzroy Island entstanden ist. Erst nach der letzten Eiszeit vor rund 10.000 Jahren stieg der Meeresspiegel so weit an, dass die Insel vom Festland getrennt wurde und die wunderschönen Korallen zu wachsen begannen.

Besonders bezaubernd macht Fitzroy Island, dass Besucher ungehindert Zutritt zu den Naturwundern der Insel haben. Gut gekennzeichnete Wege durchziehen den üppigen, grünen Wald, der 97% der Inselfläche bedeckt. Der Rest der Fläche sind Strände, die zum Baden, Schnorcheln und Verweilen einladen. Besonders einladend ist der Nudey-Beach. Achtung, der Name ist etwas irreführend: Badesachen sind hier durchaus angebracht. Am Beach Hire Hut erwartet alle, die nicht den ganzen Tag still sitzen können, ein riesiges Trampolin mitten auf dem Wasser. Entspannt den Abend ausklingen lassen kann man an der inseleigenen Bar – natürlich direkt am Strand und mit traumhaftem Blick auf das Wasser und die wunderschöne Fitzroy Island.

Kaum zu glauben, dass man dieses Paradies nur einige Kilometer von Cairns entfernt findet. Die Bootsfahrt dauert lediglich 45 Minuten. Australiens letzter bemannter Leuchtturm garantiert für die sichere Ankunft. Einfach traumhaft!

Pinguin-Paradies MacQuarie Island

Null Grad, Regen und nirgends ein Surfboard in Sicht – ihr hattet sonnige australische Inseln erwartet und das kommt euch irgendwie falsch vor? Dann lasst euch eines Besseren belehren, denn auch das hier ist Australien. MacQuarie Island ist nämlich ein wahrhaft versteckter Inselschatz auf halbem Wege zwischen Australien und der Antarktis im südlichen Pazifischen Ozean. So südlich, dass hier eben schon wieder bitterkalte Temperaturen herrschen – 1.500 km trennen euch von Tasmanien und die Temperaturen kommen im Jahresdurchschnitt nicht wirklich über vier Grad hinaus. Wortwörtlich also Australiens coolste Insel! Warum ich euch das unbewohnte Eiland trotzdem ans Herz legen möchte? Weil MacQuarie Island jedes Jahr von rund 4 Millionen Pinguinen besucht wird und die Heimat von 100.000 Robben ist.

Schon gewusst? Der Haubenpinguin brütet fast ausschließlich auf MacQuarie Island
Richtig gelesen, ihr könnt hier abertausende Pinguine sehen! Haubenpingiune bevölkern das entlegene Eiland, aber auch Königspinguine lassen sich hier beobachten. Außerdem ist MacQuarie Island die temporäre Heimat von einigen Forschern, die faszinierende Geschichten über Flora und Fauna erzählen können.

Falls die Pinguine euch noch nicht überzeugt haben: MacQuarie Island ist der einzige Ort der Welt, an dem Gestein aus dem Erdmantel bis auf Höhe der Erdoberfläche emporgekommen ist. Geologen werden jetzt sicher bereits der Ohnmacht nahe sein. Für den Rest von euch noch eine Zahl, um zu verdeutlichen, wie faszinierend das eigentlich ist: Die oberste Schicht des Erdmantels beginnt erst rund 6 Kilometer unterhalb des Meeresbodens. Die Steine haben also eine weite Reise  hinter sich! Außerdem kann MacQuarie Island mit dem Zauber der Polarlichter begeistern. Doch auch die übrige Natur punktet durch eine ungezähmte Wildheit, die ihresgleichen sucht.

Zwar denkt man beim Stichwort „australische Inseln“ nicht unbedingt direkt an eine derart faszinierend andere Schönheit, wie MacQuarie Island, sondern an tropische Inselparadiese. Dafür ist dieser Teil des australischen Kontinents fast unbekannt und doch so spektakulär. Nicht umsonst zählt die Insel zum UNESCO Weltnaturerbe.

Abrolhos Islands – Mondschein auf dem Wasser

Okay, ich gebe es zu! Diese Inseln waren tatsächlich mal recht bekannt – und zwar im 17. Jahrhundert. Da das bis heute aber weitestgehend aus den Gedächtnissen gelöscht sein dürfte, stimme ich euch einfach nochmal auf diesen Inseltraum ein.

Das „Houtman-Albrolhos-Archipel“ befindet sich rund 60 km vor der westaustralischen Küste auf Höhe der Stadt Geraldton. Die 122 Inseln und Riffe sind der wahr gewordene Alptraum eines jeden Seglers  – davon zeugt bereits der Name des Archipels. Abrolhos ist ein Kunstwort, das auf die portugiesische Warnung „abri vossos olhos“ zurück geht. Auf Deutsch bedeutet das soviel wie „Halte die Augen offen“ und das sollte man tunlichst tun, wenn man die Inselgruppe durchfahren möchte. Bekanntheit erlangte sie übrigens durch das Sinken der Batavia, einem holländischen Schiff beladen mit allerlei wertvollem Gut, und der drauf folgenden Meuterei im Jahr 1629. Die Seefahrer hatten die Inseln fälschlicherweise für Mondschein auf dem Wasser gehalten.

Das Wrack der Batavia kann heute auf dem Meeresgrund besichtigt werden und auch zahlreiche andere gesunkene Schiffe machen das Archipel zu einem wahren Paradies für Wrack- und Sporttaucher. Doch auch für diejenigen unter euch, die sich einen derart abenteuerlichen Tauchgang nicht zutrauen, bieten die Abrolhos Islands zahlreiche Tauchmöglichkeiten. Die meisten Korallengärten sind hier leicht zugänglich. Schildkröten, Delfine und Rochen können beobachtet werden und viele der Fische sind so furchtlos, dass man sie aus der Hand füttern kann. Ihren Fischreichtum verdanken die Inseln dem Leeuwin Strom, der warmes Wasser mit sich bringt und eine unvergleichliche tropische Unterwasserwelt möglich macht. Wer sich lieber an Land aufhält, der wird sicherlich Freude an den verspielten Seelöwen oder den über 90 unterschiedlichen Seevogelarten haben, welche die Insel bevölkern.

Video: Adams Coachlines

Auch unter Australiern gelten die Abrolhos Islands noch als echter Geheimtipp. Ihr solltet euch das Archipel also auf jeden Fall für den nächsten Trip nach Down Under vormerken – dann könnt ihr dieses Naturwunder noch bestaunen, bevor die ganze Welt davon erfährt.

Wunderschön und vielseitig: Lord Howe Island

Ihr wollt zwar Ruhe und Entspannung, aber trotzdem mehr erleben als nur Natur? Dann ist Lord Howe Island eure Insel. 600 km vor dem australischen Festland, zwischen Brisbane und Sydney liegt die Insel, die einfach alles zu bieten hat. Ihr könnt euch nicht zwischen Wanderurlaub und Relaxen am Strand entscheiden? Kein Problem, Lord Howe Island hält nicht nur eine der schönsten Tagestouren für Wanderfreunde bereit, sondern kann auch mit dem südlichsten Korallenriff der Welt punkten. Die Oberfläche der Insel ist spektakulär: Vulkangipfel werden von üppigem, grünen Wald umschlossen, die Strände sind weiß, das Wasser kristallklar. Nicht umsonst wirbt die Inseln mit dem Slogan „just paradise.

Just paradise

Langeweile kommt hier sicher nicht auf! Denn australische Inseln können eben auch wirklich vielseitig sein. Nur 400 Besucher dürfen gleichzeitig auf der Insel sein. Das garantiert zum einen den ökologischen Schutz des Naturwunders, zum anderen erlaubt diese Besuchermenge eine Anzahl von Freizeitaktivitäten. Neben den zahlreichen Wassersportangeboten von Tauchen bis Stand-up Paddling könnt ihr zum Beispiel auch euer Handicap auf dem Golfplatz verbessern, in den Läden auf der Insel einkaufen gehen oder eins der hervorragenden Restaurants besuchen. Damit euch das Geld nicht ausgeht, findet ihr auf der Insel auch eine Bankfiliale – die hat allerdings nur vormittags geöffnet und auch nur an ausgewählten Wochentagen. Also besser nicht ganz blank anreisen. ;-)

Die perfekte Reisezeit für Lord Howe Island? Na, immer! Denn dank des milden Klimas sind die Sommer nicht zu heiß und die Winter angenehm. Außerdem gibt es auf Lord Howe keine Schlangen, Sandfliegen oder gefährliche Quallen. Also ich kann hier eindeutiges Trauminselpotenzial erkennen!

Mein Fazit

Wie ihr seht, hat Australien auch abseits vom Festland mehr als nur eine Attraktion zu bieten. Und wer hätte gedacht, dass australische Inseln derart versteckte Schätze sind? Wenn ihr das nächste Mal an Australien denkt oder einen Trip ans andere Ende der Welt buchen wollt, dann solltet ihr diese Trauminseln auf jeden Fall im Hinterkopf behalten. Falls ihr noch Unterstützung bei der Reiseplanung braucht, dann schaut doch mal bei STA Travel vorbei.

 

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