Zahlreiche Gewässer in Alaska, Kanada und am Atlantik stehen nun unter Naturschutz, sodass dort in Zukunft nicht mehr nach fossilen Brennstoffen gebohrt werden darf. Dies beschloss Barack Obama gemeinsam mit dem kanadischen Premierminister Justin Trudeau. Ob das Donald Trump, dem Verfechter der fossilen Energieträger, gefallen wird?

Im Januar ist es so weit: Barack Obama wird mit seiner Familie den Platz im Weißen Haus in Washington DC räumen und Donald Trump tritt sein Amt als Präsident der USA an. So scheint es, als würde Obama seine letzen Tage im Amt dazu nutzen, sich noch einmal für seine Ideale einzusetzen. Da kommt es nicht überraschend, dass er in Zusammenarbeit mit Justin Trudeau, dem Premierminister Kanadas, ein großes Meeresgebiet zum Schutzgebiet ernennt und somit dort Bohrungen nach fossilen Energieträgern wie Öl und Gas in Zukunft verboten sind.

Welche Gebiete zählen zur Schutzzone?

Die neuernannten Schutzzonen in der Arktis sind etwa so groß wie Spanien und liegen im US Bundesstaat Alaska sowie in Kanada. Übrigens setzt sich die Arktis aus Teilen Russlands, Kanada und Alaska zusammen. Sogar der nördlichste Teil Norwegens und ein Teil Islands fallen in diese Region. Der größte Teil der Arktis besteht aber aus dem von Eis bedeckten Nordpolarmeer und beheimatet Tiere wie Eisbären, Pinguine und Wale, die sich ebenfalls über den Schutz ihrer Heimat freuen werden.

Außerdem soll in Zukunft die Ölbohrung in dem Küstengebiet am Atlantik von Neu-England bis Virginia verboten werden, genauer gesagt in 31 unterseeischen Canyons.

Schutz Arktis

Was ist das Ziel?

Im Fokus dieser Entscheidung zum Ende der Amtszeit von Obama steht ganz klar der Schutz unseres Planeten Erde. Mit dem Verbot sollen die Risiken von Öl-Bohrungen in den Meeren gesenkt werden, einzigartige Ökosysteme geschützt und im Interesse der Ureinwohner im hohen Norden gehandelt werden. Bei Ölbohrungen besteht immer die Gefahr, dass Öl in das Meer läuft. Das ist besonders für Tiere dramatisch, da zum Beispiel das Gefieder von Vögeln verölt und sie nicht mehr fliegen können, oder Fische vergiftet werden.

Können die Entscheidungen wieder umgekehrt werden?

Sicher ist, dass der Schutz der Arktis, der dort lebenden Tier und Menschen, für Obama eine Herzensangelegenheit ist. Ein Gesetz, das vor über 60 Jahren verabschiedet wurde, stellt laut der US-Regierung sicher, dass der Schutz der Gewässer nicht wieder rückgängig gemacht werden kann – nicht einmal von dem Präsidenten.

Schutz Arktis

Warum sorgt diese Entscheidung für Schlagzeilen?

Nach seinem Amtsantritt im Januar wird Trump voraussichtlich versuchen, einige der Entscheidungen Obamas, wie etwa jene, dass in den Schutzzonen keine neuen Lizenzen für Öl- und Gasbohrungen vergeben werden dürfen, rückgängig zu machen. Während seines Wahlkampfes kündigte Trump an, dass er die USA von Energie-Exporten unabhängig machen möchte. Dazu ist eine Freigabe von großen Flächen zur Öl- und Gasbohrung sicher notwendig. Ein Beigeschmack dazu ist sicher, dass der Immobilienmilliadär den Chef eines großen amerikanischen Ölkonzerns als Außenminister nominierte.

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