Dass das Verhältnis zwischen den USA und Kuba nicht das Beste ist, ist wohl nichts Neues mehr. Aber wusstet ihr, dass diese Spannungen bis heute noch einen extremen Einfluss auf die Touristen haben?

Nach einem friedlichen Telefonat zwischen Barack Obama und Raúl Castro sollen Spekulationen zufolge, nach über 50 Jahren, alle Zeichen auf Frieden stehen. Das beinhaltet unter anderem, dass kubanische Flughäfen von den USA aus wieder angeflogen werden könnten. Eine neue Ära im Fall USA und Kuba scheint zum Greifen nah zu sein.

Google Airport, Flughafen, Larry Page

Historisches Telefonat zwischen Obama und Castro

Vor wenigen Tagen führten Barack Obama und Raúl Castro ein einstündiges Telefonat. In ruhiger Atmosphäre sollen Berichten zufolge friedliche Worte gefallen und von einer zukünftigen Annäherung beider Länder gesprochen worden sein. Es ginge unter anderem um das noch immer währende Einreiseverbot von amerikanischen Flughäfen auf die kubanische Halbinsel. Inwieweit drastische Veränderungen in naher Zukunft geplant sind, kann jedoch nur spekuliert werden. Erste Ergebnisse des Telefonats machen sich aber bereits bemerkbar: Sowohl in den USA als auch in Kuba wurden Gefangene des verfeindeten Landes freigelassen. Ein kleiner doch bedeutender Schritt, der zeigt, dass die USA und Kuba sich nach über 50 Jahren Feindschaft tatsächlich wieder annähern.

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Die Wende nach 50 Jahren Kaltem Krieg

Nach dem Kalten Krieg ist zwischen den USA und Kuba eine Feindschaft ausgebrochen, welche bis heute nicht geschlichtet werden konnte. Der Ausdruck Kalter Krieg bezeichnet den dauerhaften Spannungszustand zwischen westlichen und östlichen Mächten nach dem zweiten Weltkrieg. Die westlichen Mächte standen unter Führung der Vereinigten Staaten und die östlichen unter Führung der Sowjetunion. Eine andere Bezeichnung dafür ist der Ost-West-Konflikt. Kalter Krieg bezeichnet das Vorgehen der beiden Mächte insofern, dass „kalt“ dafür steht, dass es kein aktiver Krieg war. Es ging hier ausschließlich um verbalen Krieg, eine Waffenkonfrontation fand nie statt. Kuba stand auf der östlichen Seite und „kämpfte“ somit gegen die USA. Aufgrund der Feindschaft, verhängte der damalige Präsident der USA John F. Kennedy ein Einreiseverbot von den USA nach Kuba. Für viele Amerikaner brach eine Welt zusammen, denn das nahe kubanische Paradies war nun nicht mehr erreichbar!

Foto JEWEL SAMAD  AFP
Foto: JEWEL SAMAD / AFP

Mehr Touristen auf Kuba

Der ersten Schritte sind getan in der Annäherung zwischen den USA und Kuba. Eine Kooperation beider Länder würde nicht nur auf politischer Ebene großen Erfolg bedeuten, auch für die Wirtschaft. Vom vereinfachten Import und Export von Waren würden beide Länder bedeutend profitieren. Vor allem aber die Tourimusbranche in den USA, vor allem aber auf Kuba würde angekurbelt werden. Für die Insel würde dieser Schritt eine neue Zeit einläuten: Kuba könnte sich auf einen Massenansturm von Touristen aus den USA vorbereiten. Die amerikanische Tourismusbranche bereitet sich vor – Kuba-Reise wurden bereits ins Programm genommen und sollen bald zum Verkauf stehen. Vor allem die Reisebüros erhoffen sich dadurch einen neuen Aufschwung. Doch ist Kuba auf einen Ansturm von Touristen überhaupt vorbereitet?

Fest steht, dass Kuba ausreichend Hotels und Schlafmöglichkeiten bietet, um zahlreiche Touristen aufnehmen zu können. Momentan lebt die Insel von vergleichbar wenig Tourismus, was jedoch die positive Auswirkung hat, dass die Insel ihre authentische Atmosphäre behalten hat. Hier findet man noch keinen Massentourismus, der die Städte, ihre Menschen und die einzigartige Natur verändert hat. Kuba konnte sich immer treu bleiben und dadurch einen Urlaub ermöglichen, der Touristen fasziniert, auch ohne an jeder Ecke eine Pommesbude oder Eisdiele anzubieten. Man könnte befürchten, dass Kuba durch zu viele Touristen diesen besonderen, authentischen Charme verlieren könnte und nur noch „eine von vielen“ Inseln ist. Durch den angekurbelten Tourismus wird das Land auf eine neue und erhebliche wirtschaftliche Einnahmequellen setzen können, um an nötigen Ecken zu investieren, wie der Infrastruktur, dem Bildungssystem etc.

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Kuba hat so viel zu bieten

Wer nach Kuba reist, sollte die Vielseitigkeit der Insel auf sich wirken lassen, denn hier kann man tatsächlich einzigartibe Eindrücke sammeln: Wer die Kultur und Geschichte der Insel kennen lernen möchte, sollte sich mit den aufgeschlossenen Kubanern unterhalten. Viele Kubaner sprechen gutes Englisch, wodurch einem Gespräch nichts mehr im Wege steht. Setzt euch in ein hübsches Café in Varadero und kommt mit den Einheimischen ins Gespräch. Von wem kann man bessere Insider-Tipps zu der Insel bekommen, als von einem echten Kubaner ;)? Er wird euch sicherlich die wunderschönen Sandstrände ans Herz legen, die man in dieser Schönheit kaum ein zweites mal findet. Wer einen Strand mit Sand wie Puderzucker sehen möchte, sollte sich meinen Geheimtipp merken: Der Strand Cayo Levisa wird in vielen Reiseführern nicht einmal erwähnt, ist jedoch mein klarer Favorit, mit einem tollen Korallenriff, nicht nur ideal für Taucher. Der Strand ist sehr sauber gehalten und man kann sich hier ohne Massen an anderen Touristen erholen und die Ruhe und Schönheit des Strandes genießen. Der Strand liegt zwar 2 Stunden von der Hauptstadt Havanna entfernt, ich verspreche euch jedoch, dass sich ein Ausflug zu diesem Strand absolut lohnt.

Kulturliebhaber sollten sich die Hauptstadt Havanna nicht entgehen lassen: Hier findet man von Museen über Paläste bis hin zu Kirchen und Festungen im kolonialen Stil, alles was man sich an Sehenswürdigkeiten wünschen kann. Auch Varadero ist eine vielseitige Stadt, die man unbedingt besichtigen sollte, nicht zuletzt wegen der weltweit bekannten Musik-Festivals. Neben zahlreichen Konzerten finden hier auch immer wieder Tanzveranstaltungen statt, bei denen man von den lebensfrohen Kubanern eine Menge lernen kann. Die vielen alten Bauwerke und das bekannte Amphitheater zeichnen Varadero aus und sind nicht zuletzt aufgrund der großen historischen Bedeutung definitiv einen Besuch wert. Auch für Genuss-Liebhaber ist Kuba eine echte Schatzinsel. Mein Tipp: Auf Kuba bekommt ihr in zahlreichen einheimischen Restaurants die weltbeste Tortilla serviert – ein Traum wird wahr! Generell wird in der kubanischen Küche durch Einflüsse aus der spanischen, afrikanischen und karibischen Küche  viel mit Gewürzen gearbeitet. Was die Fortbewegung in Kuba angeht, empfehle ich euch das Taxi. Die öffentlichen Verkehrsmittel kommen hier unregelmäßig und sind zu jeder Zeit sehr voll. Taxi fahren ist hier am komfortabelsten und auch von den Preisen her, kann man sich die Fortbewegung mit Taxis durchaus erlauben. Die Preise sind zwar nicht super günstig, jedoch um einiges günstiges als in Deutschland. Kuba ist zu jeder Jahreszeit ein empfehlenswertes Reiseland, da die Temperaturen selten unter 25 Grad sinken. Sonne ist hier garantiert!

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