Was kann das neuste Flagschiff AIDAprima, das am 7. Mai in Hamburg offiziell getauft wird? Auf einer exklusiven Fahrt von Rotterdam nach Hamburg hatte ich die Chance, mir das Vorzeigeschiff der AIDA Flotte ganz genau anzuschauen und hinter die Kulissen zu blicken.

Geplant war ihre Jungfernfahrt bereits im Jahr 2015, doch die Fans der neuen und ultramodernen AIDAprima mussten noch einige Monate länger warten, bis das neue Flagschiff der AIDA Flotte in Japan vom Stapel laufen konnte. Noch vor der eigentlichen Jungfernfahrt hatte ich die Chance, als einer der ersten Passagiere einen Blick auf und in AIDAprima zu werfen. Vorab schon mal ein erstes Fazit: Das Schiff ist eine Wucht!

Zu schön um wahr zu sein?

Kreuzfahrten sind immer besonders – alles Leben spielt sich auf dem Schiff ab. Die Beschreibungen können sich sehen lassen: 18 Decks, ein Kino, unglaublich viele Bars und Restaurants, ein eigener Shopping District, ein ultramodernes Fitness-Center, eine riesige Wasser-Rutsche und und und… Klingt zu schön, um wahr zu sein, oder? Drei Tage an Bord haben gezeigt – AIDA hat nicht zu viel versprochen.

Die wichtigsten Daten von AIDAprima auf einen Blick

Die wichtigste Neuerung schon mal vorweg: Der Beachclub auf Deck 15 macht das Kussmund-Schiff zu einem echten Highlight. Denn egal, ob draußen gutes Wetter ist oder nicht, im überdachten Poolbereich ist es bei Wind und Wetter warm und gemütlich. Während man tagsüber auf den gemütlichen Liegeflächen entspannen und auf das Meer schauen kann, steigen hier nachts legendäre Partys. Die Folie, die man hier auf die Verglasung aufgebracht hat, lässt die UV-Strahlen durch, so ist Bräune garantiert – und das ganz ohne Gänsehaut durch den lästigen Wind. Gerade an Seetagen in der Nord- und Ostsee ein echtes Argument für die Buchung von AIDAprima.

Alle Fakten im Überblick:

  • Länge: 300 Meter
  • Breite: 37,6 Meter
  • Decks: 17
  • Gästekabinen: 1643
  • Restaurants: 15
  • Bars & Cafés: 14
  • Größe des Organic Spa: 3100m²
  • Sonnendecks: 8050m²
  • Beach Club & Four Elements: 2800m²

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So fühlt sich AIDAprima an

Schon bei der Anfahrt wird schnell klar: Dieses Kreuzfahrtschiff ist imposant. Fotos machen vom gesamten Schiff – unmöglich! Egal, wie weit man sich auch vom Dock entfernt, ganz drauf kriegt man AIDAprima nie. Der Self Check In verläuft unkompliziert und wenn doch mal etwas schief geht, dann ist garantiert ein Mitarbeiter zur Stelle, der am Automaten die richtigen Tasten zu drücken weiß.

Nach dem Begrüßungs-Sektchen geht es durch die Kontrolle am Eingang und schon ist man im imposanten Theatrium, dem Zentrum des Schiffes auf Deck 6. Von dort verteilen sich die Passagiere über das ganze Schiff. Es gibt die unterschiedlichsten Kabinenklassen: Von der Vierer-Innenkabine, die man nur buchen sollte, wenn man seine Mitreisenden aus tiefstem Herzen liebt, bis hin zu großzügigen Panoramakabinen und Suiten mit VIP Zugang und zum privaten Sonnendeck mit Infinity-Pools, kann man hier aus einem bunte Strauß an Unterbringungsmöglichkeiten wählen. Die Preise der unterschiedlichen Routen und Kabinen findet ihr hier.

Wer möchte, kann tagelang durch die Gänge entlang der 18 Decks und die verschiedenen Ecken des Schiffs schlendern und wird trotzdem immer wieder etwas Neues entdecken. Auf Deck 18 (einem Halbdeck oberhalb des Rutschenausgangs) startet übrigens der Racer, eine rasante Wasser-Rutsche, die erst nach einigen Kurven und Panorama-Ausblicken auf das Meer, auf dem Activity Deck Four Elements wieder endet. Man kann sogar seine eigenen Rennen starten. Es gibt eine Stop-Uhr, die die Zeit der Rutschpartien genau misst.

Wer danach immer noch Lust hat, sein Adrenalin in die Höhe zu treiben, kann genau hier, auf dem Activity Deck, in luftiger Höhe einen Kletterparcours absolvieren. Danach ist ein Spaziergang über den Skywalk Pflicht. Dieser führt weit oben über die Decks und das Meer – und ist garantiert nur für schwindelfreie Besucher geeignet.

Freundliche Crewmitglieder, wohin man auch schaut

Eines ist auf AIDAprima auffällig und extrem angenehm: Die gesamte Crew ist sehr freundlich und unbeschwert. In den Restaurants wird man, egal um welche Tageszeit, mit einem Lächeln begrüßt und Bamilo, einer der Kellner im Markt-Restaurant, spricht voller Stolz von „seiner“ AIDAprima. Mit leuchtenden Augen erklärt mir der Filipino, dass er nach 6 Jahren in Saudi Arabien stolz ist, auf so einem Schiff wie diesem untergekommen zu sein. Er hat einen 10-Monatsvertrag unterzeichnet und freut sich nach dem ersten Test der vergangenen Tage auf eine spannende und abwechslungsreiche Zeit an Bord. Rund 900 Crewmitglieder kümmern sich um die 3300 Passagiere, denen es an nichts fehlen soll und soweit man das in einigen wenigen Tagen beurteilen kann, dürfen sich die Gäste dieses Schiffes wirklich auf eine tolle Reise freuen.

Wissenswerte Fakten zum Schluss

  • Internet: Es gibt WLAN auf AIDAprima. Wer gerne regelmäßig über Facebook, Twitter und Co. mit seinen Freunden und der Familie in Kontakt bleiben will, zahlt für 24 Stunden 4€ und kann ale beliebten Social Media Kanäle nutzen. Aber wundert euch nicht, wenn ihr beispielsweise bei Facebook trotzdem keine Newsartikel laden könnt, das geht bei dieser Variante nicht. Wer nur mal eben Mails checken will, kann das mit dem Quick Check tun und zahlt dafür nur 0,19€ pro Minute. Weitere Flatrates gibt es ab 19€ bis hin zu 99€, je nachdem wie viel Datenvolumen ihr benötigt. Ganz rund lief das Internet allerdings nicht; immer wieder kam es gerade bei Instagram zu längeren Ladezeiten.
  • Schwankt das Schiff? Ganz klar, ja. Wer an Bord geht, muss sich darüber im Klaren sein, dass selbst ein so riesiges Kreuzfahrtschiff wie AIDAprima bei Wellengang auch mal ein wenig schwankt und vor allem bei Wendemanövern das Geschirr und Besteck in den Restaurants auch mal klirrt. Aber das gehört zu einem Urlaub auf dem Wasser einfach mit dazu, oder?
  • Ist an Bord wirklich alles inklusive? Jeder Gast bucht Vollpension – einige Bars und Restaurants bieten über das normale Angebot hinaus aber noch einige weitere Köstlichkeiten und Drinks an, die dann mit der Bordkarte ganz unkompliziert abgerechnet werden. Die Preise sind sehr moderat, ein Tee an der Bar im Theatrium kostet gerade mal 2,50€. Teurer ist es an Land auch nicht. Es gibt neben den Inklusiv-Restaurants außerdem einige Spezialitäten-Restaurants, in denen euch außergewöhnliche Menüs von Spitzenköchen serviert werden. Das Essen in den Buffetrestaurants und auch in den anderen Themen-Restaurants ist sehr gut, wer also nicht zusätzlich zahlen möchte, ist bestens versorgt. Man kann sich hier durch die Menüs probieren und wird jeden Tag wieder neue Lieblingsgericht entdecken. Alles ist sehr frisch und wird häufig vor den Augen der Gäste zubereitet. Überhaupt kann man den ganzen Tag mit Essen verbringen, irgendwo hat immer eine Snackbar oder ein Restaurant geöffnet.
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Foto: Joern Pollex für AIDA Cruises

Fazit: Unterhaltung ist garantiert

24 Stunden Erlebnis, damit wirbt AIDA und recht haben sie – langweilig wird es hier wirklich nie. Egal ob bei den Shows, bei Partys oder am Pool, wer Entertainment will, bekommt das auch. Das kann auf Dauer vielleicht nerven, vor allem, wenn man sich selbst eigentlich eher als jemand sieht, der die Insidertipps sucht und eher die etwas versteckten Buchten und die Alternativrouten zum großen Touristenstrom finden möchte- das könnt ihr hier vergessen.

AIDAprima ist ein riesiges Entertainment Paket, das muss euch klar sein. Wenn ihr genau darauf richtig Lust habt, dann werdet ihr hier eine ziemlich aufregende und abwechslungsreiche Zeit erleben.