Wer nicht hören will, muss fühlen – und manchmal sogar jede Menge Geld zahlen. Eine Frau nahm ihre Katze mit ins Flugzeug, weigerte sich jedoch, das Tier, wie abgesprochen, im Waschraum unterzubringen. Ende vom Lied: Flugzeug wurde von zwei Militärmaschinen begleitet und musste zwischenlanden. Mit 28 Stunden Verspätung kam die Maschine in Frankfurt an.

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Katze verursacht 28 Stunden Verspätung

Ein Haustier mit an Bord zu schmuggeln, ist schon nicht ohne. Normalerweise muss das Tier angemeldet werden und wird dann je nach Größe im Frachtraum transportiert, oder darf in einer Transporttasche mit ins Flugzeug genommen werden. Besagte Reisende, deren regelloses Verhalten gerade durch die Medien geht, wollte sich jedoch so gar nicht daran halten, teile eine Sprecherin von Condor mit. Flug DE5083 sollte von Las Vegas nach Frankfurt gehen. Beim Boarding entdeckte das Bordpersonal der Condor-Maschine die Reisende samt Katze. Um den pünktlichen Start zu ermöglichen, entschied der Kapitän, dass die Katze an Bord mitfliegen dürfte. Jedoch nur unter der Bedingung, dass das Tier in einem nicht genutzten Waschraum untergebracht und versorgt würde.

Kaum ging der Flieger in die Luft, verstieß die Dame jedoch gegen diese Vereinbarung. Auch den Anweisungen des Bordpersonals widersetzte sie sich und soll sogar handgreiflich geworden sein. Da die Situation, Berichten zufolge, nicht mehr unter Kontrolle gebracht werden konnte, entschied sich die Crew, außerplanmäßig in Denver zu landen. Nach Ankündigung des Zwischenstopps wurde die Boeing 767 von zwei Militärflugzeugen begleitet – eine normale Sicherheitsmaßnahme in den USA. Die 229 Passagiere des Fluges musste in Denver übernachten, bevor der Flieger am nächsten Tag mit 28,5 Stunden Verspätung in Frankfurt landete.

Die Reisende samt Katze durfte nicht mit der Maschine weiter nach Deutschland fliegen, sie musste in Denver zurückbleiben. Die Höhe der Schadenersatzsumme, die der Frau in Rechnung gestellt wird, werde derzeit geprüft, heißt es.

Lądowanie o zachodzie

Schadenersatz von über 135.000 Euro

Bei einer Flugverspätung hat jeder Passagier das Recht auf eine Entschädigung. Je weiter die Flugstrecke und länger die Verspätung, desto höher die finanzielle Entschädigung. Da es sich bei diesem Flug um eine Verspätung von über drei Stunden handelte, und die Strecke bei knapp 10.000 Kilometern liegt, hat jeder einzelne Passagier ein Recht auf 600 Euro. Auf die 229 betroffenen Passagiere hochgerechnet, beläuft sich ihr Schadenersatz bereits auf über 135.000 Euro. Zusätzlich müssen noch die Personalkosten sowie der Zwischenstopp und die Nutzung des Fluges berechnet werden.

Wie hoch genau die Rechnung sein wird, die die Katzenfreundin tragen muss, wurde noch nicht berechnet. Dass sie diese Summe auftreiben und bezahlen kann, bleibt jedoch zu bezweifeln.