+++ Die Sharing Community Wimdu macht Dicht! +++

 

Mit Wimdu konntet ihr bis September 2018 private Unterkünfte buchen oder eure eigenen privaten Räume vermieten. Neben Airbnb war die Berliner Sharing Community eine der bekanntesten Ferienwohnungsplattformen in Deutschland. Im September 2018 gab der Finanzinvestor Platinum Equity das Ende von Wimdu, das seit 2016 zu Novasol gehörte, bekannt. Alle Kunden, die Wohnungen mit Antrittsdatum bis Ende 2018 gebucht haben, sollen laut Wimdu ihre Aufenthalte wie geplant antreten können. Kunden mit späteren Buchungen will das Unternehmen kontaktieren. Erfahrt hier, wer Wimdu war, was ihr dort buchen konntet und welche Möglichkeiten euch die Sharing Community noch bot!

Wer war Wimdu?

Wimdu war eine Sharing Community und Onlineplattform zur Buchung und Vermietung von privaten Unterkünften. Im März 2011 gründeten Arne Bleckwenn und Hinrich Dreiling die Plattform mit Hauptsitz in Berlin. Zu seinen Hochzeigen hatte die Community eine Million angemeldete Nutzer und vermittelte über 350.000 Unterkünfte in rund 150 Ländern. Wimdu zählte zu den größten Konkurrenten des Unternehmens Airbnb. Ende 2016 wurde Wimdu von Novasol übernommen. Der Konzern ist Teil von Wyndham Vacation Rentals, dem weltweit führenden Vermittler für Ferienimmobilien. Knapp zwei Jahre später, im September 2018, gab der Finanzinvestor Platinum Equity das Ende von Wimdu bekannt. Rund 100 Mitarbeiter in Berlin und Lissabon mussten entlassen werden.

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Wimdu Apartments, private Ferienwohnungen und Unterkünfte – das Angebot war groß

Vor allem bei Städtereisen war das Portal die günstige Alternative zu Hotels und Hostels. Von Wohnungen inmitten einer Großstadt wie London, Paris oder New York bis zu abgelegenen Apartments und Ferienhäusern fand man hier alles. Es gab Unterkünfte für jeden Geschmack und jedes Budget. Die Plattform bot keine eigenen Unterkünfte an. Sie diente als Vermittler. Über Wimdu traten Menschen miteinander in Verbindung, um Unterkünfte zu mieten und vermieten.

Wer konnte Gastgeber werden und welche Möglichkeiten bestanden?

Wimdu Gastgeber konnte jeder werden, der einen freien Wohnraum anbieten konnte. Apartments, Ferienhäuser, private Zimmer, Villas, Hütten, Bauernhäuser, Schlösser, Baumhäuser, Boote, Autos – anbieten konntet ihr alles, was ihr besaßt. Wenn ihr wolltet und Kapazitäten hattet, konntet ihr auch mehrere Wohnräume oder Häuser bewerben. Das Ausstellen eines Angebots war für den Anbieter komplett kostenfrei. Man erhielt für das Vermieten einer Unterkunft die Summe, die man bei Erstellung eines Angebots bestimmte. Das Portal setzte eine Bearbeitungsgebühr fest, die der Mieter zahlen musste. Diese Gebühr wurde auf den Mietpreis aufgeschlagen, damit es für die Gäste einfacher verständlich war. Das bedeutete: Der Preis, den das Portal für eure Unterkunft anzeigte, war höher als der von euch geforderte Mietpreis, weil er die Bearbeitungsgebühr beinhaltete.

Als Vermieter konntet ihr eine Kaution auf euer Angebot erheben. Die Höhe der Kaution, die Zahlungsmethode und wann die Kaution zu zahlen war, musstet ihr im Angebot mitteilen. Der Vertrag, den ihr mit Wimdu eingegangen seid, wenn ihr ein Inserat gemacht habt, hat es nicht genehmigt, eine Kaution zu fordern, wenn sie nicht vorher im Inserat angegeben war. In so einem fall hielt sich das Unternehmen vor, die Buchung zu stornieren. Des Weiteren legte das Portal dem Anbieter eine Stornogebühr auf. Als Gastgeber konntet ihr ebenso verbrauchs- und nutzungsabhängige Kosten wie Strom, Wasser und Heizung zusätzlich vor Ort geltend machen. Darüber musstet ihr aber den Mieter vor Vertragsschluss informieren. Bei der Berechnung der Bearbeitungsgebühr, die Wimdu erfasste, fanden diese Zusatzkosten keine Berücksichtigung.

Wie konntet ihr Wimdu Gastgeber werden?

In wenigen Schritten konntet ihr Wimdu Gastgeber werden. Auf der Webseite gab es den Reiter „Unterkunft inserieren“. Habt ihr ihn angeklickt, konntet ihr die vorgegebenen Felder ausfüllen. Ihr musstet die Art der Unterkunft, die Räumlichkeit, die Anzahl der Schlafzimmer, das Land und die Stadt angeben.

Wimdu Inserat

Im nächsten Schritt musstet ihr euch bei der Community anmelden. Ihr hattet die Wahl zwischen einer Anmeldung mit dem Facebook-Profil, mit eurem Google-Account oder mit einer Registrierung auf der Webseite. Einmal erfolgreich angemeldet, konntet ihr euer Angebot inserieren. Ihr musstet die Angaben zu eurem Angebot, den Preis, die Hausregeln für eure Unterkunft und die Stornobedingungen festlegen. Dabei konntet und solltet ihr Fotos von der Unterkunft hochladen und sie beschreiben. Sobald euer Inserat online war, konnten Gäste euren Wohnraum buchen. Bestand Interesse bei einem Kunden, bekamt ihr eine Benachrichtigung per E-Mail. Dann hattet ihr 24 Stunden Zeit die Buchungsanfrage anzunehmen oder abzulehnen. Kontakt zum Buchenden konntet ihr über das Wimdu-Nachrichtensystem aufnehmen. Hierbei konntet ihr Fragen klären und die Schlüsselabgabe vereinbaren. 24 Stunden nach der Anreise und erfolgreichem Check-In eurer Gäste überweiste euch Wimdu den festgesetzten Betrag automatisch auf euer Paypal- oder Bankkonto. Dass ihr das Geld erst mit Ankunft des Gastes erhieltet, stellte eine Sicherheit für den Gast dar. Dieser zahlte die Summe bei der Buchung an Wimdu, während der Vermittler es euch erst nach erfolgreichem Deal zukommen lies. Ist alles gut verlaufen, konntet ihr euren Gast bewerten, indem ihr sein Wimdu Profil aufsuchtet und dort eine Bewertung hinterließt. Wenn ihr den Gast bewertet habt, war es wahrscheinlich, dass er euch als Gastgeber ebenso bewertet. Je mehr positive Bewertungen ein Profil hatte, desto vertrauenswürdiger wirkte es auf Neukunden.

Wie funktionierte Wimdu für Gäste? Eine private Unterkunft bei Wimdu buchen

Seid ihr auf der Suche nach einer günstigen Unterkunft für eure Städtereise gewesen, habt ihr bei Wimdu leichtes Spiel gehabt. Auf der Startseite war eine einladende Suchmaske, in der ihr euer Wunschziel, Anreise- und Abreisedatum und die Anzahl der Gäste angeben konntet.

Wimdu Startseite

Habt ihr auf „Suchen“ geklickt, erscheinen im nächsten Fenster verschiedene Angebote. Außerdem konntet ihr auf einer Landkarte alle verfügbaren Unterkünfte ansehen und anklicken. Die Landkarte eignete sich gut, die Lage der verschiedenen Unterkünfte miteinander zu vergleichen. Ihr hattet die Option eure Suche zu filtern, indem ihr den Preis-Regler verschoben oder angeklickt habt. Des Weiteren konntet ihr angeben, ob ihr auf der Suche nach einer Ferienwohnung, einem Ferienhaus, einem privaten Zimmer oder Ähnlichem wart.

Wimdu Ergebnisliste Angebote

Habt ihr euch für eine Unterkunft entschieden, konntet ihr das Angebot anklicken, um nähere Informationen zu erhalten. Im Profil des jeweiligen Gastgebers waren Fotos der Unterkunft sowie eine Beschreibung der Wohnfläche und der Ausstattung aufgeführt. Außerdem konntet ihr über das Nachrichtensystem mit dem Gastgeber chatten und die Bewertungen vorheriger Gäste lesen. Ist alles stimmig, konntet ihr den Button „Zur Buchung“ anklicken, um zum nächsten Schritt zu gelangen. Wenn ihr nicht angemeldet wart, musstet ihr euch spätestens in diesem Buchungsschritt anmelden. Ihr hattet die Option euch mit eurem Facebook-Profil, eurem Google Account oder über die Registrierung anzumelden.

Wenn ihr eine Buchungsanfrage gestellt habt, hat der Gastgeber 24 Stunden Zeit gehabt, eure Anfrage anzunehmen oder abzulehnen. Sobald dieser eine Antwort versendete, wurdet ihr per E-Mail darüber informiert. Einige Gastgeber ermöglichten Sofortbuchungen ohne zusätzliche Bestätigung. In diesem Fall war eure Buchung gültig, sobald ihr den Button „Jetzt buchen“ angeklickt habt. War die Buchungsanfrage erfolgreich, musstet ihr eine Zahlungsart auswählen und den Gesamtpreis zahlen, der aus dem Mietpreis und der Bearbeitungsgebühr an die angegebene Rechnungsadresse bestand. Zu eurer Sicherheit nahm Wimdu das Geld ein und verwahrte es auf einem nicht verzinsten Treuhandkonto auf. Erst 24 Stunden nach eurem Check-In, nachdem ein reibungsloser Ablauf feststand, erhielt der Vermieter sein Geld. So hattet ihr die Sicherheit, dass euer Gastgeber euch auch empfängt. Er war an euch gebunden, um das Geld für den Aufenthalt zu erhalten.

Wimdu war am Vertragsverhältnis zwischen euch und dem Gastgeber nicht beteiligt. Das bedeutet, dass Wimdu kein Gewähr und keine Haftung für Leistungen und Verträge über die Unterkunft übernahm. Deshalb war es ratsam, dass ihr euch vor der Buchung über die Unterkunft und den Vermieter informiert habt. Es wurde geraten die Rezensionen zu lesen und gegebenenfalls ehemalige Gäste einer Unterkunft zu kontaktieren.

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