Fundstücke des Meeres

Das könnt ihr alles entdecken

Gehört ihr auch zu denjenigen, die am Meer nicht nur entspannen und ein paar Runden schwimmen gehen, sondern ab und zu auch mal schauen, was alles an den Strand gespült wurde? Oftmals liegen am Strand ja vor allem Muscheln in allen Formen und Farben, hier und da breiten sich ein paar Steine aus und nicht ganz so schön fühlt es sich an, wenn wir auf Algen treten. Neben diesen üblichen Funden könnt ihr am Strand aber noch so einige Dinge entdecken, die ihr hier nicht sofort vermuten würdet, wie etwa angespülte Schuhe. Was Künstler aus Entdeckungen an der Schleswig-Holsteinischen Nordsee zaubern, welcher Fund besonders schön schimmert und aus welchem Material ihr schöne Deko basteln könnt, zeige ich euch jetzt!

Hübsche Dekoelemente aus Treibholz

So unscheinbar es für manche auf den ersten Blick aussehen mag, so beliebt ist es doch bei vielen Deko-Liebhabern: Immer mehr Menschen entdecken Treibholz für sich, denn es eignet sich hervorragend als Dekoration. Bei vielen hat sich bereits eine echte Sammelleidenschaft entwickelt und so gehen die einen oder anderen schon mal auf die Suche nach dem Treibholz, das vom Meer angespült wird.

Treibholz als perfektes Dekoelement

Ist es dann erstmal eingesammelt, kann es zu vielen unterschiedlichen Dekoelementen verarbeitet werden. Die einen zaubern aus dem Holz Kerzenhalter oder Lampen, andere wiederum fertigen ganze Regale oder Hocker an. Holt auch ihr euch das maritime Flair ins Wohnzimmer und haltet bei eurem nächsten Strandspaziergang einfach mal Ausschau nach dem Holz-Hingucker. Vielleicht habt ihr ja auch schon eine Idee, was ihr aus den hölzernen Funden zaubert? Nachdem ihr diese eingesammelt habt, müsst ihr sie zunächst ein bis zwei Tage in der Sonne oder an einem trockenen und warmen Ort trocknen lassen und anschließend mit einer Bürste säubern. Jetzt könnt ihr eurer Kreativität freien Lauf lassen und aus dem Treibholz schöne Deko für euer Zuhause anfertigen. Probiert’s mal aus!

 

Sieh dir diesen Beitrag auf Instagram an

 

Ein Beitrag geteilt von by Rachel Strotmann (@saegewerke) am

 

Sieh dir diesen Beitrag auf Instagram an

 

Ein Beitrag geteilt von LIVINXsten – Eike Meyer (@livinx.sten) am

Funde bestimmen mit dem Beach Explorer

Seid ihr bei einem Spaziergang am Strand auch schon mal auf einen interessanten Fund gestoßen, den ihr nicht identifizieren konntet oder über den ihr gerne mehr erfahren hättet? Solltet ihr nochmal auf etwas Interessantes stoßen, dann schaut mal auf dem Internetportal BeachExplorer vorbei.

Findet ganz einfach heraus, was ihr am Strand gefunden habt!

Der Explorer kann euch bei der Bestimmung bei über 1000 verschiedenen Strandfunden helfen und euch Wissenswertes darüber berichten. Ein Steckbrief und Hintergrundinformationen verschaffen euch Klarheit über euren Fund. Außerdem könnt ihr euren Strandfund im Portal melden und in einer Karte eintragen. Den BeachExplorer gibt es auch als kostenlose App.

 

Auster an der Nordsee

Wenn aus Strandgut Kunst wird

An den Stränden der Schleswig-Holsteinischen Nordsee findet man so einiges, was viele von uns wahrscheinlich direkt wieder wegwerfen würden. Ein paar Künstler auf der Insel haben es sich zur Aufgabe gemacht, aus den manchmal auch kuriosen Dingen tolle Kunstwerke zu schaffen. Eine beachtliche Schuhsammlung findet ihr zum Beispiel bei Werner Boyens. Vor der Galerie des Künstlers, der auf der Hallig Hooge aufgewachsen ist, tummeln sich sämtliche Schuhe in verschiedenen Farben, Größen und Formen. Seit Jahrzehnten sammelt Boyens Schuhe, die auf Hooge angespült werden. Ein Fund, über den sich sicherlich jeder von uns freuen würde, ist eine Flaschenpost. Es ist zwar so oder so schon mit viel Glück verbunden, eine Post dieser Art zu finden, noch mehr Glück hat aber wohl eine Urlauberin auf der Insel Amrum gehabt, als sie 2015 eine über 100 Jahre alte Flaschenpost am Strand entdeckte. Diese wurde im Jahr 1906 von einem Forschungszentrum in England ins weite Meer entlassen.

 

Sieh dir diesen Beitrag auf Instagram an

 

Ein Beitrag geteilt von Nikolaus Schmidt (@meerumschlungen_sh) am

Ans Land gelangen auch immer mal wieder Fischernetze, zum Beispiel in St. Peter Ording. Als die Hamburger Künstlerin Chris Herms-Glang die Fischernetze am Strand entdeckte, zögerte sie nicht lange und sammelte so viel wie möglich von den Netzen ein. Aus den blauen, organgefarbenen und türkisen Netzen zauberte sie kurzerhand bunte Perücken. Aus Strandgut kann man aber noch viel mehr machen. Wie wäre es zum Beispiel mit einem schönen Schmuckstück? Goldschmiedin Edda Raspe fertigt echte Unikate aus Steinen, die sie am Strand von Sylt sammelt, an. Nach dem Einsammeln verarbeitet sie die Steine zu wunderschönem Schmuck. Auch Maren Lohmeyer, die das Apartmenthaus „Neptun“ auf Helgoland führt, stellt Schmuck aus eher unscheinbaren Funden her. Aus einfachen Glasscherben – auch Meerglas genannt – zaubert sie echte Schmuckstücke, die sie auf Floh- und Weihnachtsmärkten sowie Inselfesten anbietet. Na, wie wäre es denn mal mit so einem einzigartigen Mitbringsel aus dem nächsten Nordsee Urlaub?

 

Sieh dir diesen Beitrag auf Instagram an

 

Ein Beitrag geteilt von Goldschmiede Raspé auf Sylt (@goldschmiede_raspe) am

Bernstein - der schimmernde Fund am Strand

Ihr spaziert gerade entspannt am Strand entlang und dann seht ihr etwas, das nur so funkelt und glitzert. Im Sand fällt das honiggelbe, schimmernde Etwas sofort auf – ihr seid auf Bernstein gestoßen. Bernstein ist ein fossiler Harz, aus dem schon vor 10.000 Jahren gerne Schmuck hergestellt wurde.

Mehr über die Strände an der Nordsee erfahrt ihr übrigens auf der Website der Nordsee Tourismus Service GmbH.

Ganz so leicht ist er aber nicht zu finden, denn die Bedingungen müssen stimmen. So ist Bernstein in den Sommermonaten kaum zu finden, da er dann vergleichsweise schwer ist und am Meeresgrund liegen bleibt. Gut geeignet für eine kleine Schatzsuche sind dagegen die Monate November und Dezember. Eine gute Chance, Bernstein zu finden, habt ihr in den ersten Tagen nach einem Sturm, denn dann ist der Bernstein vom Grund des Meeres aufgewirbelt worden. Auch die Lage spielt eine Rolle: Bernstein verfängt sich zum Beispiel gerne mal in Seetang und Seegras. Bitte beachtet: Weißer Phosphor sieht Bernstein zum Verwechseln ähnlich. Verbindet sich der Phosphor mit Sauerstoff, kann er bis zu 1.300 Grad heiß werden. Am besten solltet ihr euren Fund deshalb nicht in die Hosentasche, sondern in ein Säckchen packen und den Bernstein Zuhause auf einer feuerfesten Ablage platzieren, bis er komplett trocken ist.

Also haltet die Augen offen, vielleicht stoßt ihr ja bei eurem nächsten Nordsee Urlaub auf funkelnden Bernstein!

Viel Spaß bei der Suche!

Schon spannend, was man so alles am Strand finden kann, oder? Noch beeindruckender ist aber, was man aus den Funden alles zaubern kann. Seid auch ihr jetzt im Sammel-Fieber? Dann wünsche ich euch ganz viel Spaß bei der Schatzsuche!

Schleswig-Holsteinische Nordsee Brettchen

deutschlandLiebe Brettchen