Industriekultur in Leipzig

Einmalige Industriekultur in Leipzig

Leipzig ist seit Jahren schon ein echter Geheimtipp für all diejenigen, die eine spannende Kombination aus modernem Lifestyle und beeindruckender Stadtgeschichte lieben. Gerade im hübschen Innenstadtbereich werdet ihr euch an den vielen toll restaurierten und beeindruckend sanierten Stadthäusern und Industriehallen kaum sattsehen können. Ich möchte die Chance deshalb nutzen, euch einige coole Orte vorzustellen, an denen die alten Industrieanlagen, Bauwerke und Naturschauplätze nach der Stilllegung in einem ganz neuen und beeindruckenden Licht präsentiert werden.

Die Industriekultur Leipzig ist vielfältig und abwechslungsreich. Damit ihr einen besseren Überblick bekommt, nehme ich euch mit an zauberhafte Seen, zu einzigartigen Bauwerken und an einen künstlich errichteten Kanal, der heute zu den beliebtesten Orten der ganzen Stadt gehört.

Die Könneritzbrücke ist ein Symbol für die Industriekultur Leipzig.
Foto: Philipp Kirschner

Industrieobjekte zum Anfassen

Wo einst geschuftet wurde, kann man heute bummeln gehen, modern residieren und entspannte Spaziergänge unternehmen. Ehemalige Fabrikanlagen werden zu außergewöhnlichen Kulturstätten, Tagebau-Regionen zu Seenlandschaften und Fabriken zu schicken Event-Locations. Kommt mit auf eine Tour zu den coolsten Industrie-Denkmälern in Leipzig.

Karl-Heine-Kanal

Wie eine grüne Ader zieht sich der beliebte Karl-Heine-Kanal durch den Westen von Leipzig. Der künstlich angelegte, 3,3 Kilometer lange Wasserweg ist eines der brillanten Projekte des bekannten Leipziger Unternehmers Ernst Carl Erdmann Heine. Schon im Jahr 1856 begann der Bau des Kanals, im Jahr 1898 wurde er dann nach mehr als 40 Jahren fertiggestellt. Genutzt wurde der Kanal hauptsächlich für den Transport von Waren zwischen dem Fluss Weiße Elster und der Saale. Das Projekt des Visionärs gilt als Meilenstein der Baukunst, denn die Verbindung des neuen Wasserweges der Stadt mit der Saale und somit zu vielen weiteren europäischen Wasserwegen sorgte für eine enorme wirtschaftliche Aufwertung Leipzigs.

Seit einigen Jahren arbeitet die Stadt Leipzig mit großem Erfolg daran, den Kanal an mehreren Stellen mit weiteren Wasserwegen der Stadt zu verbinden und die Stadt so noch attraktiver zu gestalten. Ich kann euch versichern, dass dies wunderbar geglückt ist.

 

Die Buntgarnwerke liegen am Karl-Heine-Kanal in Leipzig.
Foto: LTM/Philipp Kirschner

Erlebt Leipzig vom Wasser aus

Wenn ihr eine Städtereise in die schöne sächsische Stadt plant, dann solltet ihr unbedingt einen Abstecher zum Kanal einplanen und euch ein Kanu oder Kajak ausleihen. Damit könnt ihr dann entweder auf eigene Faust oder bei einer geführten Tour gemütlich über den Kanal paddeln und die Stadt mal aus einer ganz neuen Perspektive erleben. Ihr könnt außerdem eine Bootstour machen, bei der euch einige der beeindruckenden Gebäude entlang des Kanals genauer vorgestellt werden. Erinnert ihr euch zum Beispiel an die MDR Sendung „Riverboat“? Das futuristisch anmutende Gebäude überspannt den Karl-Heine-Kanal am östlichen Ende ziemlich imposant. Entlang des Weges seht ihr, mit welcher Hingabe die Häuser am Wasser saniert wurden – hier reihen sich hübsche Backsteinfassaden an moderne Glasfronten von schicken Loftwohnungen. Wenn euch der Sinn nach einer Radtour oder einem Spaziergang steht, dann nichts wie los. Den Kanal könnt ihr nämlich herrlich entspannt auf der gesamten Länge erkunden und zwischendurch immer mal wieder in einem der Cafés oder Restaurants am Wegesrand einkehren.

  • Mørtelwerk – tolles Restaurant mit industriellem Charme, gute Auswahl für Vegetarier
  • Kartoffelfräulein – große, bunt gefüllte Kartoffeln als perfektes Mittagessen
  • Gallo Negro – authentische mexikanische Küche zu fairen Preisen
  • Café Albert – euer Ort für Kaffee und Kuchen, aber auch unterschiedliche Flammkuchen

 

 

Video: Leipzig Travel

Kunstkraftwerk

Jahrzehntelang wurde im ehemaligen Kraftwerk Lindenau in der Saalfelder Straße ununterbrochen geschuftet. Heute ist die riesige industrielle Anlage mit enormen denkmalgeschützten Hallen und einem authentischen Interieur ein cooles Ausstellungszentrum. Ähnlich wie im Ruhrgebiet schaffen es die Verantwortlichen auch in Leipzig, die einstigen Heizkeller des heutigen Kunstkraftwerks zu spannenden Begegnungsorten zu machen und die ehemalige industrielle Arbeitsfläche mit neuem Leben zu füllen.

Hier loderte früher das Feuer – heute Ideen

Wo früher das Feuer in den Kohleöfen loderte, ist jetzt Platz für blühende Fantasie und kreative Ideen. Die rund 2.300 m² große Nutzfläche hat sich in eine wahre Schaubühne verwandelt, auf der sich Künstler und Aussteller kreativ austoben und ihre Werke in Szene setzen können. Sie bietet jede Menge Platz für inspirierende Kunst und Kultur aber auch ganz besondere Events und Veranstaltungen.

 

Container steht vor den Fassaden des Kunskraftwerk in Leipzig.
Foto: T-Williger

Aktuelle Ausstellungen

Zurzeit findet ihr im Kraftwerk multimediale Kunstausstellungen, die euch mit farbenfrohen 360°-Lichtprojektionen in andere Welten entführen. Mittendrin statt nur dabei – das ist hier das Motto. Besucht zum Beispiel „Die Wunderwelten von Alice“ und folgt dem weißen Kaninchen auf einer abenteuerlichen Reise durch den Zauberwald und eine überdimensionale Welt.

Auch bei „Visible Sounds“ wird Interaktion großgeschrieben, während ihr visualisierte Töne erfahren könnt und selbst ein Teil der Musik werdet. Faszinierende, phosphoreszierende Lichtbilder, Soundkulissen und digitale Animationen werden euch schlichtweg verzaubern. Kunstwerke von Hundertwasser und aus der Renaissance sowie weitere zeitgenössische und internationale Werke wirken auf den industriellen Wänden einfach magisch, wenn sie durch audiovisuelle Installationen zum Leben erweckt werden.

Neben Veranstaltungen wie Kochkursen, Partys, Vorträgen und Tanzvorführungen könnt ihr euch übrigens auch von dem ehemaligen Schichtleiter Wolfgang Knospe bei einer spannenden Führung aus erster Hand ganz persönliche Einblicke in die Industriegeschichte geben lassen.

  • Adresse: Saalfelder Straße 8b in 04179 Leipzig
  • Öffnungszeiten:
    • Dienstag bis Sonntag und an Feiertagen 10 bis 18 Uhr
    • geschlossen: montags (außer an Feiertagen), 24., 25. und 31. Dezember
    • Zeiten der einzelnen Ausstellungen entnehmt ihr der Website
  • Preise: 
    • Tagesticket: 11€
    • Kinder bis 16 Jahre, Studenten und Schwerbehinderte: 8,50€
    • Kinder unter 6 Jahren: gratis
    • Führung: 3€ extra

 

 

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Baumwollspinnerei

Quasi gleich um die Ecke findet ihr ein weiteres Zeugnis der Industriekultur Leipzig. Bis ins Jahr 1989 waren hier in der Baumwollspinnerei noch bis zu 4.000 fleißige Arbeiter beschäftigt, die an 240.000 Spindeln werkelten. Um die Fabrik herum entstand mit der Zeit eine richtige Arbeiter- und Gartensiedlung, die auch heute noch den industriellen Charme des Viertels prägt.

From cotton to culture

Seit 1992 ist die klassische Arbeit stillgelegt, was nicht heißt, dass hier nichts mehr los wäre. Im Gegenteil: „From cotton to culture“ heißt die Mission der Spinnerei. Mittlerweile haben sich auf dem Fabrikgelände nämlich zahlreiche Ateliers, Werkstätten und Kunstausstellungen niedergelassen. So findet ihr in der einstigen Dampfmaschinenhalle zum Beispiel die EIGEN + ART Galerie.
Auf keinen Fall solltet ihr es euch entgehen lassen, an einer Führung durch die Spinnerei teilzunehmen.

 

Frau hält eine Leinwand vor der Baumwollspinnerei in Leipzig.-3-1
Foto: LTM/Peter Hirth

Hereinspaziert in eine bunte Welt

Schon von außen werdet ihr euch beim Anblick des historischen Gebäudes in der Zeit zurückversetzt fühlen. Beim Betreten taucht ihr dann vollends in die Industriekultur Leipzig ein. Gleichzeitig treffen hier Welten aufeinander: Vergangenheit trifft auf Moderne und eine vielfältige, kreative Szene. Große Teile der Gebäude wurden absichtlich in ihrem urtümlichen Zustand belassen, um den industriellen Zauber aufrecht zu erhalten, während ihr aber auch immer wieder spannende, innovative Elemente bestaunen könnt.

Neben Galerien und Ausstellungen finden hier zudem Tanz- und Theateraufführungen statt, während in anderen Räumen handwerklich getüftelt wird. Zudem gibt es Druck- und Grafikwerkstätten und ein kleines Filmstudio. Auch ein Programm-Kino beheimatet die ehemalige Spinnerei, in dem ihr regelmäßig ausgewählte Filme in gemütlicher Atmosphäre genießen könnt. Im Sommer wird das Luru Kino gerne als Open-Air-Kino nach draußen verlegt.

  • Adresse: Spinnereistraße 7 in 04179 Leipzig
  • Öffnungszeiten:
    • Dienstag bis Samstag 11 bis 18 Uhr
    • Führungen: freitags 12 bis 16 Uhr, samstags 11 bis 16 Uhr
  • Führung-Preise: 
    • Erwachsene: 11€
    • Ermäßigt: 8€
    • Gruppen (bis 20 Pers.): 150€
    • Hinweis: Die Führung ist nicht barrierefrei.

 

Die Baumwollspinnerei in Leipzig
Die Baumwollspinnerei in Leipzig / Foto: LTM/Philipp Kirschner

Neuseenland

Ihr seid echte Naturliebhaber oder habt Lust, bei eurem Städtetrip der quirligen Großstadt einfach mal kurz zu entfliehen? Dann herzlich willkommen im Leipziger Neuseenland! Diese Seenlandschaft ist das beste Beispiel für die Industriekultur Leipzigs und zeigt wunderbar, was sich Schönes aus alten Brachflächen gestalten lässt. In dem Revier, in dem früher noch Braunkohle gescheffelt wurde, ist mittlerweile ein idyllisches Naherholungsgebiet entstanden.

Seitdem die Tagebaue nicht mehr genutzt werden, konnten die dadurch entstandenen Restlöcher mit Wasser geflutet werden. Et voilà – schon kann sich die Stadt mit zehn neuen malerischen Seen brüsten. Dabei habt ihr die Qual der Wahl, denn hier ist ein See schöner als der andere. In nächster Nähe zur Stadt findet ihr die Seen Kulkwitzer, Cospudener, Zwenkauer, Markkleeberger und Störmthaler. Egal, zu welcher Jahreszeit ihr Urlaub macht, es geht doch nichts über einen gemütlichen Spaziergang oder eine Radtour entlang der Seeufer!

 

Segelboote ziehen über den Cospudener See in Leipzig.
Foto: LTM/PUNCTUM

Leipzigs schönste Seen

Der Kulkwitzer See galt schon zur Zeiten der DDR als die Leipziger Badewanne und ist inzwischen sogar einer der beliebtesten Tauchseen in Europa. Hättet ihr das gedacht? Im Wasser warten versenkte Objekte auf euch, während ihr bei einer rasanten Wakeboard-Fahrt über die Wasseroberfläche flitzen könnt. Ihr habt Lust auf eine gemütliche Bootsfahrt? Dann geht an Deck der Santa Barbara und schippert über den Zwenkauer See. Wenn ihr lieber selbst aktiv werden möchtet, lockt euch der Markkleeberger See mit einem breiten Wassersportangebot, auch Kanus und Kajaks werden verliehen.

Die Partytiere und Feierwütigen unter euch können sich den 16. bis 18. August 2019 im Kalender markieren, denn dann wird das Ufer des Störmthaler Sees wieder zum Schauplatz des Highfield Festivals. Ein Paradies für Familien ist hingegen der stadtnahe Cospudener See, der mit Tretbooten, Segel- und Surfkursen, Fahrradverleihen und perfekten Wegen für Inlineskater ein astreines Ausflugsziel bietet. Im Winter könnt ihr euch ein Wellnesserlebnis der besonderen Art in der Sauna im See gönnen.

 

 

Windsurfer auf dem Markkleeberger See im Bergbaupark in Lippendorf vor der Industriekultur Leipzig.
Foto: LTM/Tom Schulze

Westwerk

Gleich am Ufer des Karl-Heine-Kanals findet ihr ein weiteres beeindruckendes Areal. Zugegeben – auf den ersten Blick sieht die baufällige Fassade des Westwerks mit seinen kaputten Fenstern nicht sonderlich einladend aus, doch traut euch ruhig hinein. Hier erwartet euch nämlich die ein oder andere Überraschung. Und ganz ehrlich – genau dieser Look macht den Charme der Industriekultur Leipzig doch überhaupt aus.

Hier waren kreative Köpfe am Werk

Kreative Köpfe haben auch hier wieder die Ärmel hochgekrempelt und aus einem derweil ungenutzten Fabrikgelände einen hübschen Ort geschaffen, der Platz und Freiräume bietet. Wo über mehr als 100 Jahre lang Armaturen hergestellt wurden, könnt ihr euch jetzt einen gemütlichen Nachmittag machen. Ich habe für euch mal einen Blick auf das Angebot des Westwerks geworfen. Denn der Leipziger Westen gehört schließlich zu den aufstrebenden Vierteln der Stadt, der sich zu einem echten Hotspot mausert.

 

Eine Brücke führt zu dem Westwerk in Leipzig bei Sonnenuntergang.
Foto: Philipp Kirschner

Kunst, Kultur und Kulinarik

Gleich zu Beginn stolpert ihr schon über ein Highlight der Anlage: die Grüne Villa, deren Fassaden ein künstlerisches Meisterwerk ziert. Neben verschiedenen Ateliers, in denen unter anderem Brillen aus Holz hergestellt werden, gibt es Yoga- und Tattoo-Studios, einen Boxclub und schicke Interieur-Designer. Eine bunte Mischung, wie ihr seht.

Entdeckt eine bunte Vielfalt

Für euer leibliches Wohl ist natürlich ebenfalls gesorgt. Das Kaiserbad schafft die perfekte Mischung aus Café, Bar und Restaurant mit industriellem Chic, Retro-Möbeln und einmaliger Atmosphäre. Lasst euch von ausgewählten, saisonal wechselnden Gerichten verwöhnen oder sündigt ein wenig in der hauseigenen Konditorei mit süßen Törtchen. Montags bis samstags ab 16 Uhr könnt ihr euch am Spätverkauf mit wahren Spätikatessen versorgen. Ein besonders cooler Treffpunkt ist zudem die Mensa, eine Café-Bar, in der ihr nicht nur köstliche Snacks und Drinks kredenzt bekommt, sondern euch auch im Billard-Salon bei einer gepflegten Partie Billard verausgaben könnt.

 

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Feinkost Leipzig

Bei der Feinkost Leipzig handelt es sich in diesem Fall nicht um heimische, kulinarische Spezialitäten, sondern einen bunten, lebendigen Hof in Zentrum Süd. Farbenfroh gestaltete Hauswände und Graffitis strahlen euch entgegen, bei denen sich die jungen Künstler kreativ ausgelebt haben. Gerüste, Wellblechdächer und Backsteinwände zaubern ein urbanes, auf charmante Art verwildertes Ambiente, das einfach perfekt zur Industriekultur Leipzig passt.

Wie der Name schon verrät, wurden hier lange Zeit Konserven und Nahrungsmittel produziert, nachdem in den 20er Jahren die Bierbrauerei in dem Gebäude eingestellt wurde. An die VEB Feinkost Leipzig erinnert noch immer eine kultige Leuchtreklame, die die allseits bekannte Löffelfamilie zeigt. 1993 wurde die Werbetafel sogar zum Kulturdenkmal gekürt. Konserven werden heutzutage keine mehr abgefüllt, stattdessen ist ein beliebter Treffpunkt der alternativen und kreativen Szene entstanden.

 

Die Leuchtreklame mit der Suppenfamilie im Innenhof der Feinkost Leipzig erinnert an die ehemalige Fabrik.
Foto: LTM/Peter Hirth

Lernt die alternative Szene kennen

„Aus alt mach neu“ ist wie bei vielen anderen Locations der Industriekultur Leipzig auch hier die Prämisse. Witzige Figuren und Sprüche schillern euch in allen Farben des Regenbogens von den Wänden entgegen, während im Inneren der Produktionshalle oftmals reges Treiben herrscht. Besonders zu den beliebten Trödelmärkten kommen hier die verschiedensten Menschen zusammen, um sich auszutauschen und alte Habseligkeiten wieder in die Hände neuer Besitzer zu bringen. Stöbert euch einfach durch, lernt ein paar waschechte Leipziger kennen und schaut, ob ihr ein neues Lieblingsstück abstauben könnt.

Im Winter öffnet der vegane Weihnachtsmarkt seine Pforten für euch, wo ihr ohne schlechtes Gewissen die leckersten, weihnachtlichen Köstlichkeiten naschen könnt. Zudem gibt es eine Reihe alternativer Läden, in denen ihr bestimmt den ein oder anderen Schatz entdeckt. Im Sommer genießt ihr im Biergarten ein kühles Bierchen, während das Sommerkino oder -theater für beste Unterhaltung sorgt. Ab und an findet auch ein Streetfood-Markt statt, der zum ausgiebigen Schlemmen einlädt.

  • Adresse: Karl-Liebknecht-Straße 36 in 04107 Leipzig
  • Öffnungszeiten:
    • Veganer Weihnachtsmarkt: ab 08. Dezember 2018
    • Flohmarkt: ab März 2019 wieder
    • Zeiten der einzelnen Läden entnehmt ihr der Website.

 

 

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Panometer

Zu guter Letzt möchte ich euch noch ein wirklich ungewöhnliches Bauwerk vorstellen. Nicht weit vom Völkerschlachtdenkmal und dem Wilhelm-Külz-Park findet ihr einen ehemaligen Gasometer, der heute als Panometer Leipzig bekannt ist. Nachdem dieser für seinen ursprünglichen Zweck ausgedient hatte, wurde er Heimat eines riesigen Panoramas, das der Künstler und Architekt Asisi 2003 gestaltete. Seitdem könnt ihr hier verschiedenste Ausstellungen besuchen.

Direkt daneben könnt ihr euch die Arena anschauen. Das ebenfalls kreisrunde Gebäude wird von einer kuppelförmigen Stahlkonstruktion überdacht. Darunter liegt eine Wiese im Innenhof der Arena, die regelmäßig zum Schauplatz für Konzerte, Theateraufführungen und Kunstveranstaltungen wird. Richtet euren Blick nach oben und genießt eine einmalige Aussicht durch das offene Dach auf den – hoffentlich strahlend blauen – Himmel.

 

Panometer Leipzig
Foto: Panometer Leipzig

Lasst euch vom Panometer verzaubern

Seit der Eröffnung des Panometers fanden in dem runden Ausstellungsort innerhalb des alten, überdachten Gasometers schon einige Kunstwerke Platz. Die Panoramabilder hatten dabei teilweise ein unglaubliches Maß von bis zu 105 Meter Länge und 30 bis 35 Meter Höhe – damit gehören sie zu den größten Panoramabildern der Welt. Die Projekte widmeten sich zuerst dem Mount Everest, gefolgt von Ausstellungen zum antiken Rom und dem tropischen Regenwald, verkörperten Leipzig nach der Völkerschlacht und zeigten zuletzt Bilder vom Great Barrier Reef.

Aktuell könnt ihr euch seit Januar 2017 ein unglaublich realistisches Bild der Titanic machen. In einer 360°-Aufnahme wird euch der Untergang des 1912 versunkenen Schiffes und der Meeresgrund des Atlantiks auf eine einmalige Art und Weise dargestellt. Steigt auf den Turm in der Mitte des Panometers, um euch die Bilder des Wracks ganz genau anschauen zu können. Freut euch im Anschluss auf „Carolas Garten“, in dem ihr ab Ende Januar 2019 mikroskopisch nah in die Welt der Blüten eintaucht.

  • Adresse: Richard-Lehmann-Straße 114 in 04277 Leipzig
  • Öffnungszeiten:
    • Montag bis Freitag 10 bis 17 Uhr
    • Samstag, Sonntag und an Feiertagen 10 bis 18 Uhr
    • Einlass bis eine Stunde vor Ende der Öffnungszeiten
  • Preise: 
    • Erwachsene: 11,50€
    • Schüler, Studenten, Azubis, Schwerbehinderte und mit Ermäßigungskarten: 10€
    • Kinder bis 16 Jahre: 6€
    • Kinder unter 6 Jahren: gratis

 

 

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Schaut euch die Industriekultur Leipzig an!

Na, die Industriekultur Leipzig hat ganz schön was zu bieten, oder? Ich finde es wirklich faszinierend, wie liebevoll die ehemaligen Fabrikhallen und andere Bauwerke wieder mit neuem Leben gefüllt werden, ohne ihren industriellen Zauber zu verlieren. Die Mischung ist einfach einmalig und wird euch garantiert begeistern. Also macht euch auf die Reise und taucht in die spannende Industriekultur Leipzig ein!

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